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Veröffentlicht am  18.01.13, 16:06 Uhr von  Stefan Keller

Microsoft: Malware, die unsere Software nicht findet, betrifft unsere Kunden nicht

Microsoft Microsoft

AV-Test hat kürzlich eine Vielzahl von Anti-Viren-Programmen für Windows getestet. Als einziges, das keinen “AV-Test Certified”-Stempel erhalten hat, fiel jenes von Microsoft durch. Aber so schlimm soll das gar nicht sein, denn laut Microsoft sind ohnehin kaum Kunden von den nicht gefundenen Schadprogrammen betroffen.

Ende November hat sich AV-Test bekannte Anti-Viren-Lösungen angesehen. Dabei schnitten die Microsoft Security Essentials ziemlich schlecht ab – nur 1,5 von 6 Punkten wurden in der Kategorie “Schutzwirkung” vergeben. Damit musste Redmond auf das “AV-Test Certified”-Siegel verzichten – damals als einziger in der Testgruppe.

Was es damit auf sich hat und wie das Ganze zu bewerten ist, versucht Microsoft nun anhand eines Weblog-Eintrags klarzustellen. Demnach hat eine unternehmensinterne Untersuchung ergeben, dass nur 0,0033 Prozent der Kunden von den Schadprogrammen betroffen gewesen wären, die die eigene Lösung nicht gefunden hat. 94 Prozent von den 9 nicht gefundenen Proben hätten noch nie einen der Kunden betroffen, heißt es weiter.

Im Text lautet die Erklärung, dass sowohl die Microsoft Security Essentials als auch Microsoft Forefront Endpoint Protection nach Relevanz weiterentwickelt wird. Es werde ermittelt, wie viele Anwender von dem konkreten Virus oder Malware betroffen sind und danach wird priorisiert, wie das Gegengift entwickelt wird. Man verstehe zudem, dass es nicht einfach für Tester sei, den richtigen Mittelweg zu finden, um derlei Schutzsoftware aussagekräftig zu testen.

Im Dezember 2012 seien 20 Millionen potenziell gefährliche Dateien untersucht worden. Mithilfe von Phone-Home-Funktionen habe man eine nach Relevanz sortierte Liste erstellt, um zu ermitteln, welche Malware tatsächlich gefährlich ist. Daraus ergaben sich neue Signaturen, die vier Millionen Dateien auf auf drei Millionen Computern blockiert haben. Hätte man jene vier Millionen Dateien nicht in die Signaturliste aufgenommen, würden diese eventuell zu einer Gefahr für die Anwender werden, heißt es in der Rechtfertigung. Dennoch gebe man sich alle Mühe, die 0,0033 Prozent der Anwender ebenfalls zu schützen, verspricht Joe Blackbird, Program Manager im Microsoft Malware Protection Center.

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 2 Kommentar(e) bisher

  •  Marco sagte am 18. Januar 2013:

    Bin mit MS Essentials mehr als zufrieden. Und alle die ich kenne nutzen es auch und haben keine Trojaner oder Viren eingefangen. Wenn dann manl welche irgendwo bei waren, gab es auch eine Warnung. Man muss auch nicht jeden Test Glauben schenken. Zumal diese Tests heutzutage selten objektiv sind und vielmehr durch “Werbepartner” aus der Industrie gezielt beeinflusst werden. Unabhängigen Journalismus gibt es in dieser Branche fast keinen mehr.

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  •  janino sagte am 18. Januar 2013:

    Schadsoftware ist auf einem Rechner, diese wird an MS gemeldet, ( sonst könnte MS ja nicht wissen, dass 0,0033 % der Rechner diese Schadsoftware haben), meldet dies aber nicht dem User, da MS meint diese Schadsoftware wäre nicht schädlich.- Ich verstehe diese Argumentation nicht. 1. Weiß MS dass es Schadsoftware ist und teilt das dem User nicht mit oder meldet der PC so viele Daten an MS, dass diese Auswertung aus dem Datenpamphlet extrahiert wurde. Beides stellt MS in kein gutes Licht.

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