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Veröffentlicht am  23.01.13, 10:06 Uhr von  

Apple erhält Patent für kontext-sensitive Lupe wie auf iPhone und iPad

iPad der 4ten Generation iPad der 4ten Generation

Das US-Patentamt hat eine Patentanmeldung Apples unter der Nummer 8.358.281 gewährt. Dahinter verbirgt sich im weitesten Sinne das, was iOS-Nutzer als Lupe auf dem iPhone oder iPad kennen gelernt haben.

Ein System zum kontext-sensitiven Vergrößern von Inhalten einer grafischen Benutzeroberfläche hat Apple nun in den USA patentiert bekommen. Die Bildschirm-Lupe, um die es geht, bedarf keines Tippens, um Inhalte zu vergrößern oder der “Kniff”-Geste (Pinch to Zoom). Stattdessen soll über einen Algorithmus der Kontext innerhalb einer App darüber entscheiden, ob die Lupe zum Einsatz kommt oder nicht. Genau das kennen iOS-User bereits, wenn sie beispielsweise innerhalb einer Kommunikation mit dem Finger zwischen den geschriebenen Text fahren. Es öffnet sich nach einer Weile eine Lupe, die das Positionieren des Cursors zwischen den einzelnen Zeichen erlaubt.

Der Kontext entscheidet

Die Bildschirmlupe wird zum Beispiel dann gestartet, wenn ein oder zwei Elemente der Benutzeroberfläche an der Stelle, an der der Nutzer eine Geste ausführt, kleiner sind als eine zuvor definierte, unsichtbare Größen-Begrenzung. Sie wird indes nicht gestartet, wenn die UI-Elemente größer ausfallen.
Sicher sind manchen Leuten die Auswahlelemente zur Eingabe eines Datums in Form von virtuellen “Walzen” unter iOS bekannt. Der Kontext der Benutzeroberfläche dort macht einen Einsatz einer Bildschirmlupe unnötig.

“For example, a magnification loupe is displayed when one or more user interface elements corresponding to the location of the gesture on the touch-sensitive surface is smaller than a predefined size threshold, but the loupe is not displayed when the user interface elements corresponding to the location of the gesture on the touch-sensitive surface are larger than the predefined size threshold.”

Auszug aus dem Patentdokument mit der Nummer 8.358.281

Auch soll die Größer der Lupe variable zu dem sie umgebenden Inhalt angezeigt werden. Dies wird wiederum über den Kontext der Elemente der Benutzeroberfläche gesteuert, die in der Nähe der Stelle zu finden sind, auf der die Geste ausgeführt wurde.

“In another embodiment, the magnification power of the loupe varies based on the size of the one or more user interface elements corresponding to the location of the gesture on the touch-sensitive surface.”

Auszug aus dem Patentdokument mit der Nummer 8.358.281

Apple hat das Patent bereits im Jahr 2009 angemeldet, genauer am 15. Dezember 2009, und bekam es nun bewilligt.

Als Erfinder des Patents werden Ian Patrick McCullough und Peter Glen Berger geführt.

Via AppleInsider, engl.

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 1 Kommentar(e) bisher

  •  Dieter Helgoland sagte am 27. Mai 2013:

    Mal ganz abgesehen davon, dass die Lupe beim iPad selten wirklich hilfreich ist, da sie erstens kaum Vergrössert, zweitens zu blass und drittens auch noch oft von großen Fingern verdeckt wird.

    In den USA kann man sich anscheinend jede noch so unbedeutende “Erfindung” patentieren lassen. Im Fall der Lupe me ein schlechter Scherz.
    Damit lässt sich aber erklären warum OSX an manchen Stellen einfach nur antiquiert anmutet und dümmlich funktioniert, wohl weil die Patente für logische Bedienung alle schon Microsoft gehören.
    Das Patent auf eine “Entfernen-Taste” gehört wohl auch einem ungeliebten Konkurrenten. Schon traurig, den Schaden derartiger Entwicklungen hat immer der Konsument zu tragen.

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