: 6. Februar 2013,

Apple: Marketing-Abteilung wird offensiver, weil Konkurrenz ‚gefährlicher‘ wird

Pressevertretern wird aufgefallen sein, dass Apple im Januar sage und schreibe fünf Pressemitteilungen verschickt hat. Dabei waren die meisten der Themen in der Vergangenheit keine Erwähnung für Apple wert, so beispielsweise mit iOS 6.1. Es handelt sich nur um ein Minor-Update mit wenigen neuen Funktionen und noch nicht einmal einem neuen Produkt, das gleichzeitig vorgestellt wurde. Das gab es noch nie.

Diesen Trend hat das Wall Street Journal ebenfalls beobachtet und hat sich auf die Suche nach Ursachen begeben. So hat Apple neuerdings sogar selbst-schmeichelnde Statistiken an die Pressevertreter gesendet, die sie nicht selbst erhoben haben. Laut Personen, die mit der Sache vertraut sind, hat genau dieses Vorgehen aber durchaus System.

Apple soll erkannt haben, dass die Konkurrenz immer „gefährlicher“ wird, was Marktanteile angeht. Außerdem leidet das Unternehmen in letzter Zeit zunehmend unter schlechter Presse, was Fehlern in Software und Wartezeiten bei neuen Geräten zuzuschreiben ist. Apple erhofft sich somit ein wenig positive Presse, wenn die Journalisten die eigens veröffentlichten Pressemitteilungen aufgreifen.

Vor allem im mobilen Segment, wo Apple durchaus einen signifikanten Marktanteil innehält, sieht das Unternehmen anscheinend Potenzial, um sich selbst in ein gutes Licht zu rücken. Zumindest deckte die Mehrzahl der Pressemitteilungen im Januar mobile Geräte ab.

Bislang hat Apple immer nur dann Pressemitteilungen verschickt, wenn ein wirklich großer Meilenstein angekündigt wurde. Das war in der Regel nach Keynotes der Fall und bei Veröffentlichungen von großen Feature-Updates.

(via 9to5mac)



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