News & Rumors: 21. März 2013,

Gewährleistung: EU-Kommissarin unzufrieden mit Apples Informationspolitik

AppleCare
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Eine hochrangige EU-Kommissarin kritisierte jüngst Apples nach wie vor unzureichende Informationspolitik in Hinblick auf die europäischen Verbraucherschutzgesetze bei Gewährleistungsansprüchen. Noch immer würden Verbraucher in mindestens 21 EU-Staaten nicht ausreichend informiert. Deswegen pocht sie nun auf eine Durchsetzung der Verbraucherschutzgesetze in der EU.

Viviane Reding, ihres Zeichen EU-Kommissarin für das Ressort Justiz, schrieb bereits im September letzten Jahres an die nationalen Verbraucherminister, um sie eindringlich dazu aufzufordern, sicherzustellen, dass Apple die eigenen Garantie- und Gewährleistungsansprüche korrekt bewerbe. Nach EU-Recht haben Kunden ab Kauf Anspruch auf eine Gewährleistung von zwei Jahren. Üblicherweise bieten Hersteller wie Apple eine freiwillige Garantieleistung mit unterschiedlich langen Laufzeiten an. Im Fall von Apple beläuft sich diese Garantie auf 1 Jahr, die mit einem AppleCare Protection Plan auf bis zu drei Jahre erweitert werden kann. (Mac: 3 Jahre, iPad/iPhone: 2 Jahre).

„The approaches to enforcement in these types of cases turn out to be very diversified and inconsistent at a national level. In at least 21 EU Member States Apple is not informing consumers correctly about the legal warranty rights they have. This is simply not good enough.“
Viviane Reding

Im Jahr 2011 provozierte die laxe Informationspolitik von Apple sogar eine Strafzahlung in Höhe von 900.000 Euro in Italien. Inzwischen besserte Apple mit einer ausführlichen Informationsseite über die Leistungen nach, die durch die Apple-Garantie sowie die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung abgedeckt sind.

EU muss härter durchgreifen

Verbraucherschützer unter anderem in Deutschland und Belgien werfen dem Konzern aus Cupertino vor, prominent für den kostenpflichtigen, firmeneigenen AppleCare Protection Plan zu werben, anstatt die Verbraucher korrekt auf deren Rechte hinzuweisen. Das sei aus Sicht von Reding nicht gut genug. EU-Staaten würden nicht mit Entschiedenheit versuchen, Apples Informationspflicht einzufordern. Die EU selbst müsse daher eine“ prominentere“ Rolle bei der Kontrolle und Koordination für eine „kohärente“ Durchsetzung der EU-Verbraucherrechte spielen. EU-Staaten müssten allerdings auch selbst proaktiver werden, zum Beispiel durch Tools , wie beispielsweise Online-Preisvergleiche oder Kundenbewertungsportale.

Via The Verge, engl.



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