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Veröffentlicht am  12.04.13, 16:53 Uhr von  nw

IDC: PC-Absatz sinkt weltweit um 13,9 Prozent in Q1/2013

Apple iMac Apple iMac

Der PC-Absatz ist im ersten Quartal zum ersten Mal seit fast 20 Jahren (seitdem IDC entsprechende Messungen vornimmt) um 13,9 Prozent weltweit gesunken. Dies geht aus einem vorläufigen Bericht des Marktforschungsunternehmen IDC hervor. In Folge einer massiv gestiegenen Nachfrage nach Tablets und Smartphones, hätten insbesondere die Verkäufe von herkömmlichen Computern und Notebooks gelitten. 

Das Marktforschungsunternehmen IDC veröffentlichte kürzlich den vorläufige Bericht über die Absatzzahlen des PC-Marktes für das erste Quartal 2013. Diese seien im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schlechter ausgefallen. Es sei das schlechteste erste Quartal seit 20 Jahren gewesen. Die Absatzzahlen der PCs sind demnach weltweit im Vergleich zum ersten Quartal 2012 um 13,9 Prozent sowie um 12,7 Prozent in den USA gesunken. Aus der unten aufgeführten Grafik geht nicht hervor, dass Apple in den USA an dritter Stelle der Top 5-Hersteller steht. Im Gegensatz zu den beiden Herstellern mit dem höchsten Absatz, HP (-22,9 Prozent), Dell (-14,4 Prozent), sei der Rückgang bei Apple mit 7,5 Prozent deutlich moderater ausgefallen. Einzig Lenovo konnte in den USA ein Wachstum von 13% gegenüber dem Vorjahresquartal erzielen, während sich das Wachstum weltweit auf Null reduziert habe.

Top 5 PC-Hersteller - PC-Absatz in Q1/2013

Top 5 PC-Hersteller – PC-Absatz in Q1/2013

Neue, innovative Konzepte für den PC-Markt der Zukunft

“At this point, unfortunately, it seems clear that the Windows 8 launch not only failed to provide a positive boost to the PC market, but appears to have slowed the market.”

Bob O'Donnell (IDC Program Vice President)

Der PC-Industrie fehle es an neuen, innovativen Konzepten, welche den Computer klar von anderen Produkten unterscheidbar und damit interessant machen. Nicht zuletzt habe nach Ansicht von Bob O’Donnell, seines Zeichen Programm-Direktor für Kunden und Displays, ein geringer Erfolg von Windows 8 die Nachfrage nach Computern nicht positiv beeinflussen können. Tablets hingegen würden auch wegen ihres günstigen Preises zunehmend Druck auf Hersteller und Verkäufer von Budget- oder Mini-Computer sowie -Notebooks, damit also auf den herkömmliche Computerhandel, ausüben.

“While some consumers appreciate the new form factors and touch capabilities of Windows 8, the radical changes to the UI, removal of the familiar Start button, and the costs associated with touch have made PCs a less attractive alternative to dedicated tablets and other competitive devices. Microsoft will have to make some very tough decisions moving forward if it wants to help reinvigorate the PC market.”

Bob O'Donnell (IDC Program Vice President)

Aus Sicht von Donnell gebe es durchaus einige Kunden, die sich mit dem neuen Formfaktor und den Touch-Funktionalität von Windows 8 anfreunden könnten, allerdings hätten die “radikalen” Änderungen der Benutzeroberfläche in Windows 8, zum Beispiel die Entfernung des altbekannten Start-Buttons, und die damit verbundenen Kosten für einen PC mit Touch-Fähigkeit eine abschreckende Wirkung auf den Endkunden. Wenn Microsoft den PC-Markt tatsächlich mit neuer Energie antreiben möchte, so müsste der Konzern zunächst einige harte Entscheidungen treffen.

Wie erwartet war das Wachstum auch in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika beschränkt, wobei der starke zweistellige Rückgang selbst die mutigsten Erwartungen übertroffen habe. Inzwischen seien selbst Windows 8 als Betriebssystem und die damit einhergehenden, ersten touchscreen-fähigen Endgeräte sehr moderat, daher agiert so mancher Einzelhändler und Hersteller vorsichtig und zurückhaltend.

iPad oder Mac?

John Gruber kommentierte diese Zahlen übrigens mit folgender Aussage. Sie würden wenig überraschen, schließlich kauften die Leute heute auch keine Trucks mehr, sondern Autos. Autos seien die Zukunft. Was möchte uns Gruber damit sagen? Die Welt ist mobiler geworden. Wer ein Smartphone oder Tablet besitzt, benutzt dieses weit häufiger als einen stationären Computer oder ein Notebook. Sei es zum Surfen, E-Mails lesen oder schlicht und ergreifend zum Spielen. Das iPhone ist das erste Gerät, welches wir nach dem Aufstehen in die Hände nehmen und das letzte Gerät, welches wir vor dem zu Bett gehen an die Steckdose stecken. Die Frage lautet also nicht, wieso sinken die Absatzzahlen, sondern welche Produkte könnten den PC-Markt in Zukunft wieder ankurberln?

via MacRumors, engl.

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 1 Kommentar(e) bisher

  •  Nikaj sagte am 13. April 2013:

    Die PC-Hersteller haben den Trend verschlafen. Nokia ging es genau so. Wenn man die Konkurrenz nicht ernst nimmt, kann man den Laden gleich schliessen. Die Leute sind mobiler. Sie wollen nicht mehr an einem Ort festgebunden werden (Stationäre PC’s). Für den Businessbereich sind sie noch Wichtig. Das wird aber nicht für immer so sein. Jetzt ist die Zeit gekommen, um intuitive und Zukunftsweisende Geräte zu erfinden oder es werden in naher Zukunft massenschliessungen folgen.

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