News & Rumors: 22. April 2013,

Steve Jobs Schuld an MobileMe-Problemen?

Steve Jobs
Steve Jobs, Foto: Matt Yohe

Weil Steve Jobs kurz nach dem Start von MobileMe die versammelte Mannschaft zusammenrief, den verantwortlichen Manager feuerte und den Mitarbeitern eingeredet haben soll, dass sie alle Schuld am Image-Schaden von Apple hätten, sei das Projekt später nicht so recht auf die Beine gekommen. Dies behauptet nun ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter.

Kritikfähigkeit?

Nicht jeder kann mit Kritik umgehen, und in schöner Regelmäßigkeit melden sich vor allem ehemalige Mitarbeiter zu Wort, die etwas lange nach dem eigentlichen Geschehnis negativ kritisieren oder beurteilen. Zu diesen Leuten gehört offenbar auch Erin Caton, eine Ex-Apple-Software-Ingenieurin, die am MobileMe-Cloud-Projekt mitgearbeitet hatte.

Steve Jobs‘ Führungsstil war gemeinhin nicht der „wattebäuschigste“, dafür aber sehr direkt, fordernd und für sensible Menschen oft auch überfordernd.

Taube Ohren?

Caton allerdings behauptet jetzt, dass die Mitarbeiter einige Zeit vor der Veröffentlichung von MobileMe Vorschläge unterbreitet hätten, wie man die Veröffentlichung reibungslos durchführen könnte, ohne dass es zu Ausfällen gekommen wäre. Dafür allerdings hätte man offenbar Einbußen an Funktionen zum Start hinnehmen müssen oder den Termin auf unbestimmte Zeit verschieben. Laut Caton wurde keiner der Hinweise, den die Mitarbeiter gemacht hatten, von den Verantwortlichen aufgegriffen, geschweige denn soll es Feedback gegeben haben.

Steve Jobs‘ Schuld?

In der Folge wirkte die Anschuldigung durch Steve Jobs für die Mitarbeiter äußerst demotivierend. Caton geht sogar soweit, dass sie den größten Teil der Schuld Steve Jobs anlastet. Denn dieser hätte eine Struktur bei Apple installiert, mit der es Mitarbeitern äußerst schwer gemacht wurde, ihre Bedenken zu äußern. Entweder wollte Jobs die Bedenken nicht hören, oder die Vorgesetzten, an die man sich wandte, hatten die Bedenken nicht weitergegeben, weil sie dachten, dass es nicht „Apple-ähnlich“ sei, wie sie arbeiten würden.

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