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Veröffentlicht am  22.04.13, 10:47 Uhr von  jr

VW Beetle + Apple iPhone = iBeetle

VW iBeetle VW iBeetle

Auf der Shanghai Auto Show stellte VW am Wochenende den iBeetle vor. Die Sonderversion des VW Beetle wird das iPhone in einige Fahrzeugfunktionen integrieren und soll Anfang 2014 auf den Markt kommen.

Es war eine der Tech-Nachrichten am Wochenende: VW will ein Auto namens “iBeetle” bauen. Auf der Shanghai Auto Show wurde das Auto präsentiert und für Anfang 2014 angekündigt. Das “i” steht dabei für eine Einbindung des iPhones in verschiedene Fahrzeugfunktionen bzw. -anzeigen, wie Ölstand, Temperatur, Querbeschleunigung, Fahrzeiten und Benzinverbrauch. Auch sollen Musik, Navigation und das Telefon komfortabel angesteuert werden können. Beispielsweise lassen sich damit Playlists und verschiedene Online-Streams direkt im Auto wiedergeben.

App und Dock für den iBeetle

Der iBeetle verfügt über ein spezielles-iPhone-Dock namens “Cradle” über der Mittelkonsole des Armaturenbretts, in dem das iPhone platziert wird. Die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Smartphone geschieht über eine von VW eigens dafür entickelte App namens “Volkswagen Car Net The Beetle”. Ist das iPhone im Dock, entscheidet sich der Fahrer, ob er das Smartphone “undocked” oder “docked” verwenden möchte – also ohne App oder mit App. Wählt er letzteres, so stehen ihm folgende Funktionen zu Verfügung: “Spotify”, “Expert”, “Trainer”, Reader”, “Postcard”, “Photo”, “Post” und “Milestone”.

Was es damit auf sich hat, beschreiben die Wolfsburger so:

  • Im Menüpunkt „Expert“ bietet die App fünf Funktionen, die das iPhone zum erweiterten Bordinstrument des Beetle machen. Hier stehen ein G-Meter (zum Messen der Querbeschleunigung), eine Öl- und Wassertemperatur-Anzeige des Motors, eine Stopp-Uhr und ein Kompass zur Verfügung.
  • Über den „Trainer“ lassen sich die gefahrenen Zeiten, Distanzen und Verbrauchswerte zwischen zwei Zielen auf verschiedenen Routen miteinander vergleichen. Und auch hier können Tipps über Social Networks wie Twitter und Facebook gepostet werden – etwa welche Strecke zur Uni oder Arbeit schneller zum Ziel führt.
  • Der (Social) „Reader“ listet die aktuellsten Nachrichten von Social Networks wie Facebook auf. Zudem gibt es hier die praktische Funktion, sich die Nachrichten vom iPhone vorlesen zu lassen.
  • Eine ebenfalls kommunikative Funktionalität bietet „Postcard“. Per Touchscreen-Befehl sendet die App dabei die aktuelle Position des Beetle mit einem Landkartenmotiv als digitale Postkarte an Freunde. Absenderkennung: „Sent with the Beetle App“.
  • Ein Foto aus dem Innenraum des Beetle lässt sich mit der Funktion „Photo“ via Kamera des iPhone aufnehmen und an Social Networks verschicken. Einfach aktivieren und den Rest übernimmt die App. Absenderkennung auch hier: „Sent with the Beetle App“.
  • Im Modus „undocked“ steht der Menüpunkt „Milestones“ zur Verfügung. Hier belohnt die App die User mit virtuellen „Milestone-Stickern“ für den Beetle, wenn bestimmte Aufgaben erledigt worden sind. Die App führt so spielerisch durch das Spektrum der möglichen Anwendungen.

Zwei Varianten

Der iBeetle bietet neben der Anbindung des iPhones verschiedene spezifische Ausstattungsfeatures, die den iBeetle auch äußerlich vom Serien-Beetle unterscheiden. Volkswagen wird die iPhone-Integration aber schon ab Herbst 2013 direkt als Zubehörkit für Serien-Beetles anbieten. Unterstützt werden dabei alle Geräte seit dem iPhone 4.

Keine neue Idee

Freilich ist es geschicktes Marketing, wenn man Apple-Geräte in eigene Modelle integriert, doch neu ist die Idee nicht. BMW bietet beispielsweise bereits seit Jahren das iDrive an, das ebenfalls auf Spotify – und das nicht nur vom iPhone aus – zugreifen kann. Doch allein das Wort “Apple” wirkt auf viele Käufer nach wie vor exklusiv und im Trend liegend. Ferrari stellt erst kürzlich das FF Coupé vor – der erste Ferrari mit zwei iPad mini als Entertainmentsystem.

Gerüchte, dass Apple selbst an einem iCar arbeite, gibt es seit Jahren. Mit Hinblick auf obengenannte Unternehmen und vielleicht auch dem Model S des amerikanischen Elektroautoherstellers Tesla, das man fast schalterlos über ein Touchpanel bedient und wichtige Funktionen über sein Smartphone steuern kann, scheinen andere Hersteller dieser iCar-Sehnsucht zuvor gekommen zu sein.

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