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Veröffentlicht am  25.05.13, 13:15 Uhr von  

Apps im Flat-Design für iPhone und iPad – Teil 2

iOS 7 Logo (inoffiziell) iOS 7 Logo (inoffiziell)

Flat-Design wird “vermutlich” eine Neuerung in iOS 7 sein. Grund genug, euch diesen Monat wieder kostenlose Apps vorzustellen, die bereits mit diesem Design arbeiten, und sinnvoll in jedes System integriert werden können.

Anfang April stellten wir eine kleine Zusammenfassung der sechsjährigen iOS-Geschichte vor, von den Anfängen (iPhone OS 1.0) bis zum aktuellen iOS 6.1.3. Dabei gingen wir auf das Interface-Design und dessen zukünftige Entwicklung ein. Angedeutet wird eine Abkehr vom objektnachahmenden Skeuomorphismus, der in Apple-eigenen Apps wie Garage Band oder der Kalender-App seine Blüte hatte, und eine Hinwendung zum modernen Flat-Design, das beispielsweise Microsoft bei seiner aktuellen Windows-Linie anwendet.

Letzten Monat begannen wir mit Teil 1 über Apps im Flat-Design. Darin stellten wir die Apps Any.DO, SwipeList Pink, Event Book, Brewster Address Book und Minimalist Calculator vor, die eine andere Design-Sprache sprechen als die Apps von Apple.

Keynote

Vom 10. bis 14. Juni wird die World Wide Developers Conference (WWDC) stattfinden. Apple kündigte für den ersten Tag eine Keynote an, auf der neue Produkte präsentiert werden. Vorgestellt werden auf jeden Fall OS X 10.9 und iOS 7. Beide Betriebssysteme durchlaufen ab dann die übliche Beta-Testphase, und werden voraussichtlich im Sommer zur Verfügung stehen.

Dass Jonathan Ive einen neuen Design-Weg bei Apple geht, belegen Änderungen am Layout von iOS 6, oder die überarbeitete Podcasts-App. Alles wird zunehmend dem Flat-Stil angepasst. Neustes Beispiel ist die Umgestaltung der Apple-Homepage.

Apps im Flat-Design

In diesem Artikel stellen wir euch weitere kostenlose iOS-Apps vor, die das minimalistische Flat-Design aufweisen. Anspruch auf Vollständigkeit erheben wir weiterhin nicht. Immerhin geht es “nur” um sechs für das iPhone 5 optimierte Apps aus den Bereichen Wetter, Dienstprogramme, Musik, Produktivität und Nachrichten.

The Optimistic Weather

Universal / Entwickler: Nation London Ltd / Sprache: Englisch / Bereich: Wetter / Größe: 12,1 MB / erfordert mindestens iOS 4.0.

Die Universal-App The Optimistic Weather* ist eine nicht ganz bierernste Wetter-Vorhersage, die öden Statistiken entgehen möchte. Gezeigt wird das aktuelle Wetter für den gegenwärtigen Standort. Das kann mitunter deprimierend sein. Mit dieser englischsprachigen App ist die beste aller Wetterlagen allerdings nur einen Klick entfernt, denn The Optimistic Weather macht das morgige Wetter garantiert besser als es der Blick aus dem Fenster aussehen lassen wird. Nette Grafiken und ein paar witzig gemeinte Sprüche gibt es obendrein.

Klock

Universal / Entwickler: Christian Schwegmann / Sprache: Englisch / Bereich: Dienstprogramme / Größe: 1,1 MB / erfordert mindestens iOS 5.1.

Klock* ist eine simple Uhren-App. Die App bietet mit ihrem farbigen Hintergrund, der Uhrzeit am rechten Bildschirmrand und dem laufenden Sekundenzähler am unteren Rand Minimalismus pur. Dass die App eine Weck-Funktion vermissen lässt, ist verkraftbar. Jedoch ist es schade, dass Klock nur im Querformat angezeigt wird. Dennoch ist Klock die derzeit puristischste und, zumindest für mich, schönste Uhren-App im iOS-Land.

Sun

Universal / Entwickler: Jakob Henner / Sprache: Englisch / Bereich: Wetter / webbasierend.

Sun ist eine webbasierte Wetter-App aus dem Hause Pattern. Die Dänen zeigen, dass HTML5-Apps auf dem iPad oder iPhone eine gute Figur machen können. Man öffnet den Link via Mobile Safari und erstellt dann ein Bookmark auf dem Home-Screen. Damit Sun auch ordnungsgemäß funktioniert, muss der Ortungsdienst von Safari aktiviert sein.

Sun ist äußerst minimalistisch gestaltet und zeigt nur die wichtigsten Informationen an, wie man es von Apps im Flat-Design gewohnt ist. Änhlich wie bei Klock gibt es bei Sun einen monochromen Hintergrund und die entsprechende Wetter-Information in Weiß, für bis zu vier Städte gleichzeitig. Zwischen den Städten wird durch eine Wisch-Geste hin- und hergewechselt. Dies wird durch eine Würfelanimation illustriert. Mit einer Pinch-In-Fingerbewegung (zwei Finger auseinanderziehen) gelangt man zu einer Darstellung der Wetter-Vorhersage über die nächsten Tage und mit Pinch-Out in eine Darstellung aller vier Standorte gleichzeitig. Die Wetter-App im Flat-Design macht durch ihr schlichtes Design und die tolle Bedienung großen Spaß!

SoundPrism

Universal / Entwickler: Audanika GmbH / Sprache: Deutsch / Bereich: Musik / Größe: 17,7 MB / erfordert mindestens iOS 4.2.

Eine Musik-App im Flat-Design, die ebenfalls Spaß macht, ist SoundPrism*. Sie basiert auf einer vom Frauenhofer Institut entwickelten Technologie. SoundPrism ist kein Musik-Player, sondern ein komplexes Musikinstrument. Die App bietet ein einfaches, schönes Interface im Flat-Design für eine umfassende Klangerzeugung an, das auf der musikalischen Harmonielehre beruht. Bis zu vier Finger werden von der App erkannt. Akkorde und Melodie werden gleichzeitig gesteuert, wie der Entwickler betont.

Wer sich für innovative Apps zum Erzeugen von Klängen interessiert, dem sei auch NodeBeat* empfohlen. Zwar kostet die App momentan 1,79 Euro (weswegen sie nicht im Rahmen dieses Artikels zu Apps im Flat-Design vorgestellt wird), ist aber jeden Cent wert.

Mailbox

Universal / Entwickler: Orchestra Inc. / Sprache: Englisch / Bereich: Produktivität / Größe: 9,2 MB / erfordert mindestens iOS 6.0.

“Put email in its place” – Das ist die vielversprechende Botschaft von Mailbox. Dies gilt allerdings nur für Google-Mail-Accounts. Die Mail-App im Flat-Design startete Anfang des Jahres. Wer die App nutzen wollte, musste zunächst ein Ticket ziehen, um die Server anfangs nicht zu überlasten. Die App wurde im Handumdrehen sehr beliebt und bekam aufgrund ihres innovativen Bedienkonzepts bei uns eine ordentliche Kritik. Vor ein paar Wochen übernahm Dropbox die App samt Entwicklerteam.

Die App selbst macht was sie soll, und sieht gut aus. Das Postfach soll dadurch sauber gehalten werden, dass Mails in Kategorien unterschieden werden. So kann man Mails als erledigt abhaken, sie einfach löschen oder dank einer Erinnerung später bearbeiten. Erst kürzlich ist die App für das iPad angepasst worden. Das Bedienkonzept wird am besten im folgenden Video deutlich.

Rockmelt

Universal / Entwickler: RockMelt Inc. / Sprache: Englisch / Bereich: Nachrichten / Größe: 12,9 MB / erfordert mindestens iOS 6.0.

Die letzte App mit Flat-Design-Ansätzen, die ich vorstellen möchte, heißt Rockmelt*. Diese Universal-App ist ein sehr gut designter personalisierter Newsfeed-Browser, der fast alles, was das Web an Social-Media-Content abwirft, zusammenwürfeln kann, beispielsweise Inhalte aus Facebook, Twitter, Tumblr, Blogs, Magazinen, Youtube und RSS-Feeds. Hat man etwas Interessantes gefunden, kann man es bequem teilen. Die App macht ihre Aufgabe gut und schnell.

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 5 Kommentar(e) bisher

  •  Daniel sagte am 25. Mai 2013:

    Also wird alles irgendwie etwas abgespeckter und gradliniger werden, oder? Keine großen Spielereien mehr, kein Geschnörkel, sondern pure Technik. Gefällt mir :-)

    Antworten 
  •  Steffen Kangowski sagte am 25. Mai 2013:

    Gaaaaaaaaaaaanz toll! Endlich sehen Apps auf dem iPhone so besch… aus wie auf den Windows-Möhren. Dann kauft doch Nokia!

    Antworten 
  •  Jupp sagte am 25. Mai 2013:

    Ich kann nur hoffen, dass sich Apple nicht dem bescheuerten Win 8 Design annähert! Falls doch, werde ich wohl bei iOS 6 bleiben müssen :-/

    Antworten 
  •  Eddy sagte am 25. Mai 2013:

    Ich finds furchtbar langweilig. Und es kostet vielen Designern den Job. Aber darum hat sich Apple in den letzten Jahren nie geschert. Der Apfel frisst seine Kinder.

    Antworten 
  •  Robert sagte am 25. Mai 2013:

    Das wird sich rächen. Der 3D Effekte vermitteln Habtik. Man kann sie anfassen, im Gegensatz zu einer Zeitschriftenseite.
    Der User weis dann nicht mehr wie er eine App steuern soll.
    Design ist ja nett aber Reduktion ist Ideenlos. Da sieht man dass das Apple Designteam halt immer nur geklaut hat. Vorbei die Zeit an der mann noch transparente Rechner baute.

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