MACNOTES

Veröffentlicht am  10.06.13, 21:08 Uhr von  Alexander Trust

iOS 7 für iPhone und iPad im Flat-Design auf Keynote vorgestellt

iOS-7-Banner im Moscone Center iOS-7-Banner im Moscone Center

Am Abend hat Tim Cook auf der Einführungskeynote zur WWDC 2013 vor Publikum iOS 7 vorgestellt. Das neue mobile Betriebssystem trägt die Design-Handschrift von Jony Ive und wird noch heute in einer Beta-Version an Entwickler ausgegeben.

Apples neues iOS 7 bietet ein komplettes Redesign und diverse neue Features. Die Benutzeroberfläche wurde deutlich entschlackt. Zu Beginn der Präsentation stand allerdings ein Video, in dem Jony Ive über Apples Produkt-Design sprach, das sich auf unseren Alltag auswirkt. Nach der ersten Einblendung des Videos gab es stehende Ovationen für den Apple-Chef-Designer. Dann kam Craig Federighi erneut auf die Bühne, der bereits OS X 10.9 Mavericks präsentiert hatte.

Apps und Icons neu

Das Design der vorinstallierten Apps und deren Icons wurden generalüberholt. Als Standard-Schriftart wird zudem Helvetica Neue Ultra Light verwendet. Für die App-Icons hat man ein Raster entwickelt, um trotz unterschiedlicher App-Themen eine gewisse Basis-Homogenität zu gewährleisten.

iOS 7 versucht sich in den Hintergrund zu stellen, und verwendet dabei nicht nur einfacheres Design, sondern auch durchscheinende UI-Elemente. Bedienelemente bei Videoplayern oder selbst im Messenger deuten die Inhalte dahinter an. Über die Bewegungssensoren wird die Position des Geräts genutzt, um den Hintergrund entsprechend zum Benutzer hin auszurichten.

Notification Center

Alle Apps können die volle Bildschirmbreite ausnutzen. Das Notification Center kann nun auch aus dem Lockscreen heraus aufgerufen werden, bietet einen Überblick über

Control Center

Über eine einfache Geste von unten nach oben auf dem Display zu wischen, kann man das Control Center öffnen. Es beinhaltet die wichtigsten Schalter, wie Wi-Fi, Bluetooth, den Flugzeugmodus, AirPlay und andere mehr, die man schnell erreichen möchte.

Intelligentes Energiemanagement

Im Hintergrund werkelt ein ausgeklügeltes System für die Energieverwaltung. Das System merkt sich, welche Apps man quasi regelmäßig nutzt und erlaubt diesen im Hintergrund ständig Ressourcen zu verwenden. Andere Apps, die man immer nur zu einer bestimmten Uhrzeit öffnet, werden immer auch zu dieser Zeit vom System mit Ressourcen versorgt. Ansonsten spart man Energie, indem man diesen seltener gebrauchten Apps nicht so viele Ressourcen zur Verfügung stellt.

Wetter

Craig Federighi zeigte die Wetter-App live, die Animationen für das Wetter bietet. Mit einer Pinch-Geste kann man von einer Ansicht, zu diversen Wetteransichten unterschiedlicher Städte kommen.

Mobile Safari

Der moble Browser unterstützt ebenfalls den iCloud-Schlüsselbund mit Passwörtern und Personen-Informationen oder solchen für Kreditkarten, um Webformulare auszufüllen. Apps wie 1Password werden darüber womögich überflüssig.
Darüber hinaus haben die Browser-Tabs eine gänzlich andere Ansicht erhalten, eher wie eine Zieharmonika mit Seitenvorschau. Man kann über die Ansicht auch einen Private-Modus einrichten. Tabs kann man mit einer Wischgeste zum linken Rand des Bildschirms einfach schließen.

AirDrop

Apple hat dem Betriebbsystem neue Funktionen zum Teilen von Fotos und Bildern zwischen iOS-Devices hinzugefügt, die im gleichen Netzwerk unterwegs sind. Das Feature lehnt sich an AirDrop an, das man von Mac OS X kennt.

Kamera & Fotos

Die Kamera-App hat nun auch Filter erhalten und den einfachen Wechsel zwischen Video-Kamera, normaler Kamera, oder einer für viereckige Fotos und einer weiteren für Panorama-Bilder.

Die neue Foto-App hingegen bringt eine neue Art der Foto-Verwaltung mit, die Bilder nach Orten und Datum gruppiert, auch großflächiger bis hinein zu einer Übersicht von Fotos in unterschiedliche Jahre sortiert.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 9 Kommentar(e) bisher

  •  steffen sagte am 10. Juni 2013:

    Der erste Eindruck des Designs fällt bei mir leider negativ aus. Alles was iOS von der Konkurrenz abgehoben hat ist nun ist nicht mehr vorhanden. Die neuen Funktionen wie schnelle Einstellungen etc. sind jedoch logische Weiterentwicklungen und sinnvoll. Jony Ive ist meiner Meinung nach die falsche Person für iOS Design.

    Antworten 
  •  apple sagte am 10. Juni 2013:

    sieht total beschissen aus

    Antworten 
  •  Klaus sagte am 10. Juni 2013:

    Das kann ich nicht teilen! Ich finde, nachdem ich die Bilder auf der Apple-Homepage gesehen habe (und nicht die vom Ticker), daß es sehr edel aussieht, das derzeitige iOS sieht daneben wie ein Bonbon-Laden aus. Ich finde es gelungen und bin gespannt wie es sich anfühlen wird!

    Antworten 
    •  facebook_sirdir sagte am 12. Juni 2013:

      Bitte? Edel? Die neuen Icons sehe aus wie von einem 6-Jährigen auf LSD hingekritzelt, da sind die knalligbunten Farben nur das kleinste Problem. Schau dir nur mal das Safari Icon an. ICH würde das hinkriegen und das will was heissen… Dass jeder Pfeil ein anderes Design hat und Knöpfe nicht mehr als solche zu erkennen sind (man darf jetzt probieren… was ist Text, was ist Knopf…) ist dann wohl ein Detail.
      Ive wäre wirklich besser beim Hardwaredesign geblieben…
      Wobei, der neue Mac Pro als schneller Mac Mini geht IMHO auch in die falsche Richtung. Schade, schade.

      Antworten 
      •  at sagte am 12. Juni 2013:

        Also die Icons mögen von dir so wahrgenommen werden, nur Design ist nicht so einfach. Geschmack ist natürlich unterschiedlich, und ich kenn Dich natürlich auch nicht. Allerdings würde ich zumindest bei dem Punkt mal die Stirn runzeln, an dem du sagst, so etwas könnte jeder 6-Jährige. Ich hab auch schon mal mit Illustrator und Co gearbeitet und dabei ist Geometrie mit der dazugehörigen Mathematik noch ein relativ einfaches Hilfsmittel. Nur Formen alleine machen dann noch kein Design. Du musst ja eine Idee verwirklichen, wie alles miteinander zusammenpasst.

        Antworten 
        •  facebook_sirdir sagte am 13. Juni 2013:

          Hast du die beta?
          Es passt überhaupt nichts zusammen. Das mit dem 6-Jährigen war ein Spruch, aber z.B. das Safari Icon würde *ich* hinkriegen und wahrscheinlich gibt es graphisch begabtere 6 Jährige als mich.
          Egal, es gibt wichtigeres als die Icons. Leider sieht es da auch nicht viel besser aus im Moment. Hoffen wir einfach, dass es bis zur final Version noch etliche Änderungen gibt, sonst wird iOS 7 der Anfang vom Ende…

          Antworten 
          •  at sagte am 13. Juni 2013:

            Nicht auf meinem eigenen Smartphone, aber in der Redaktion haben wir einige Geräte mit der Beta. Ich werde heute noch eine Meldung veröffentlichen und Dich darin noch mal ansprechen, weil da geht es um die App Icons. Aber ganz egal ob mir das gefällt oder nicht oder dir. Eine Person ist nicht entscheidend für das Wohl und Wehe. Natürlich werden sich Leute abwenden, aber durch das neue Design wird Apple auch wieder neue Leute ansprechen. Ob das mehr oder weniger sein werden als vorher, muss man abwarten und da kann ich dir dann nicht mehr folgen. Weil du sagst, es gefällt dir nicht, also gefällt es anderen auch nicht. Das ist nicht valide.

  •  Patrick Kormann sagte am 13. Juni 2013:

    Nein, ich halte mich nicht für den Nabel der Welt. Aber ich bin ‘eigentlich’ wohl das, was man als Fanboy bezeichnen würde und kenne auch viele (viele wegen mir…) Apple Nutzer. Niemandem hat das Design bisher gefallen. Ich weiss auch, dass das nicht repräsentativ ist. Ich wage bisher nicht zu sagen, ob es mehr ‘pro’ oder mehr ‘contra’ gibt.
    Ich seh auch den Nutzen nicht wirklich, alles über den Haufen zu werfen, was Apple bisher ausgezeichnet hat. Das neue OS sieht aus wie eine misslungene Mischung zwischen Android und Windows 8 (wieder nur meine Meinung, aber ich kann gerne ausführen was ich meine). Hat Apple das nötig? Wen will man damit gewinnen?

    Dann noch generell: Ich finde es gut, dass Apple immer Wert auf Design gelegt hat. Es sollte aber alles Grenzen haben. Den Mac Pro zu einem (viel) schnelleren Mini zu degradieren, nur weil es gut aussieht (aber auch hier scheiden sich die Geister, ich habe schon Kommentare a la Aschenbecher, Mülleimer, etc gelesen), darin kann ich z.B. keinen Vorteil entdecken. Bisher heiss es, wenn du einen erweiterbaren Mac brauchst, musst du halt den Pro kaufen. Jetzt heisst es: Gibt’s nicht mehr. Du kannst hoffen, dass es das, was du brauchst, irgendwann extern anzustöpseln gibt. OK, abgesehen davon, dass es mehr kostet und weiere Nachteile bietet: Wo bleibt dann das tolle Design, wenn alles mit Kabeln, Netzteilen und Gehäusen vollgestopft werden muss?

    Antworten 
  •  steffen sagte am 13. Juni 2013:

    Wenn man mal ein wenig in diesem Thread (http://forums.macrumors.com/showthread.php?t=1595372) liest, kann man eine eindeutige Tendenz ausmachen. Ist zwar nicht statistisch signifikant, aber man sieht einen Trend.

    Antworten 

Kommentar verfassen

Werbung
© 2006-2013 MACNOTES.DE. Made with insanely great for all things Mac. Apple.de