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Veröffentlicht am  15.06.13, 15:43 Uhr von  

Synology DiskStation DS213+: NAS für PC, Mac und Linux im Test – Teil 2

Synology DiskStation DS213+ Synology DiskStation DS213+

Die Synology Diskstation DS213+ ist bei uns im Test. Im ersten Teil haben wir einen Gesamtüberblick zur Diskstation DS213+ geliefert, diesmal wollen wir einige Einzelfunktionen genauer beleuchten und ein Fazit ziehen.

Die DiskStation DS213+ kann im täglichen Gebrauch überzeugen. Die Optionen sind vielfältig und oft auch für Netzwerk-Laien zu meistern. Ein paar Funktionen der DS213+ sehen wir uns heute genauer an, darunter “QuickConnect”, den Zugriff per WebDAV, die “Cloud Station” und die Medienlösungen für iOS- und Android-Geräte.

QuickConnect

QuickConnect ermöglicht von unterwegs auf gemeinsame Daten zuzugreifen, ohne schwieriges Einrichten. Der Dienst findet sich in der Systemsteuerung. Mit einer erstellten QuickConnect-ID erhält man universell Zugang in freigegebenen Anwendungen für das iPhone und den Mac. Damit kann auf Daten zugegriffen werden, ohne WebDAV selbst einrichten zu müssen. Die DiskStation DS213+ benötigt Zugriff auf den Router. Mittels UPnP werden die benötigten Ports geöffnet, um Anwendungen auch außerhalb des heimischen Netzwerks den Zugriff zu ermöglichen. Die Wahl der Ports erfolgt von Hand oder über ein Auswahlmenü.

Dropbox-Ersatz Cloud Station

Die Synology DS213+ und andere Modelle bieten mit der Cloud Station einen Ersatz für Dienste wie Dropbox oder Box. Cloud Station wird von der Verwaltungsoberfläche aus installiert und aktiviert. Die Apps für OS X, Windows, Linux und iOS* bzw. Android können auf der Website von Synology bzw. in den jeweiligen App Stores geladen werden. Nun kommt das QuickConnect-Feature ins Spiel: Wird die Cloud Station dafür freigegeben, genügt die Eingabe von ID und Benutzernamen inklusive Passwort. Dann werden sämtliche Daten auf allen Geräten synchronisiert.

Für die Cloud wird ein eigener Home-Ordner angelegt, zusätzlich können bereits auf der DiskStation befindliche gemeinsame Ordner einbezogen werden. Auf dem Mac findet man sie im Benutzerordner, sie sind mit dem Cloud-Symbol versehen. In Cloud-Connect-Ordnern oder über die Menüleiste abgelegte Dateien werden sofort auf die DiskStation DS213+ kopiert und beim Öffnen der zugehörigen iPhone-App dort geladen. Einstellungen zur Einbeziehung von Unterordnern, bestimmten Dateitypen, Synchronisation nur über Wi-Fi und SSL-Verschlüsselung sind vorhanden. Dateien können geöffnet, verschoben, gelöscht, per E-Mail versendet oder in anderen Apps geöffnet werden. Cloud Connect erlaubt selbst Anfänger die eigene Cloud einzurichten.

Wer aber leichte Schwierigkeiten bei der Anmeldung umgehen will, sollte bedenken, dass jeder Benutzer erst in den Cloud-Connect-Einstellungen einzeln freigegeben werden muss.

WebDAV

Wer Dateien auf der DiskStation DS213+ mit anderen als Synology-Programmen synchron halten möchte, oder zumindest Zugriff darauf haben mag, kann einen WebDAV-Server einrichten. Der Dienst kann in den Systemeinstellungen normal oder über eine HTTPS-Verbindung aktiviert werden. Zusätzlich kann CalDAV für den Austausch von Kalender-Daten genutzt werden, was ich aber nicht getestet habe. Weiterhin lassen sich an der DS213+ Geschwindigkeitsdrosselungen für bestimmte Nutzer und der Zugriff per Anonymous-WebDAV einrichten. Das Öffnen der Ports am Router kann erneut per Auswahlmenü geschehen.

Ich nutzte für den Zugang auf dem Mac “ForkLift*, einen Dateimanager und WebDAV-Client. Die Hilfefunktion in der Systemsteuerung der DiskStation war notwendig, um für mich als Anfänger Anlaufschwierigkeiten zu beseitigen. Auf dem iPhone war die Einrichtung in “Documents* ebenso mit leichten Schwierigkeiten verbunden, da ich den URL falsch angegeben hatte. Ist die Einrichtung überstanden, funktioniert der Fernzugriff auf Dateien der DiskStation DS213+ per WebDAV tadellos. Über diese Schnittstelle kann man gewohnte Programme weiterverwenden und trotzdem eine Art “Cloud” haben.

Medienserver, DS-Audio und DS-Video

Die Synology DS213+ bietet einen Medienserver, der sich mit DLNA- und UPnP-kompatibler Hardware verbindet, wie z.B. Spielkonsolen, Stereoanlagen oder Fernsehgeräten. Diesen konnte ich mangels kompatibler Hardware nicht testen, die Audio- und Video-Player schon.

DS Audio und DS Video gibt es für die Oberfläche der DiskStation im Browser und als iOS- bzw. Android Apps. Die Audio- bzw. Videostation kann im Paketzentrum heruntergeladen und installiert werden. Werden Inhalte auf der DiskStation in den Ordnern “Musik” oder “Video” abgelegt (es können weitere ausgewählt werden) und mittels Medien-Indizierungsdienst erfasst, sind diese sowohl auf den externen Geräten als auch in der Audio- und Videostation verfügbar. Für iPhone, iPod touch, iPad und Android-Geräte gibt es die beiden Player als Apps. Die Anmeldung erfolgt per URL oder QuickConnect. Die Inhalte sind, zumindest beim Audioplayer, sowohl im heimischen W-LAN als auch unterwegs verfügbar. Der Audioplayer verfügt über Interpreten-, Alben-, Genre- und Playlisten-Ansichten. Die Albencover sind erst während der Wiedergabe zu sehen. Das Streaming im W-LAN funktioniert tadellos, sogar über Mobilfunk im EDGE-Netz war die Musik ohne Aussetzer zu empfangen.

Die Video-App verfügt über Film-, TV-Serien- und Privatvideo-Ordner. Mit einem an die DiskStation DS213+ angeschlossenen DVB-T-Stick können Fernsehprogramme zeitgesteuert aufgenommen werden. Die Aufnahme kann sogar vom Mobilgerät aus programmiert werden.

Fazit

Synology bietet mit der DiskStation DS213+ ein Allround-Talent. Funktionen für Laien und Profis bieten für jeden Anwendungsbereich das richtige Werkzeug. Die erste Einrichtung und spätere Erweiterung funktioniert Dank des übersichtlichen Menüs und der guten Hilfefunktion relativ einfach. Die DiskStation DS213+ kommt mit mehreren Benutzern zurecht und vereinfacht die gemeinsame Nutzung von Daten und Medien.

Während des Testzeitraums habe ich mich sehr an einige Funktionen gewöhnt, die es nicht leicht machen, das Gerät wieder abzugeben. Die Überlegung einer eigenen Anschaffung ist nicht unwahrscheinlich, wobei sich die Frage stellt, ob es für den privaten Gebrauch wirklich die DS213+ sein muss, vielleicht reicht ein günstigeres Modell mit geringerer Performance. Dies wird jedoch jeder für sich selbst entscheiden müssen.

* = Affiliate.

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 6 Kommentar(e) bisher

  •  dmar sagte am 16. Juni 2013:

    Als glücklicher Besitzer genau dieser DS möchte ich für alle MAC User die Info hinzufügen das Time Machine voll unterstützt wird.Der Einsatz als VPN Server macht den Zugriff via WEB auch von unterwegs Interessant.

    Antworten 
    •  at sagte am 16. Juni 2013:

      Danke dafür, aber die fehlt nicht absichtlich, sondern wir hatten sie in Teil 1 des Tests schon untergebracht. Der ist übrigens direkt zu Anfang des Beitrags verlinkt.

      Antworten 
  •  Boris sagte am 17. Juni 2013:

    Funktioniert Time Machine denn auch über WLAN?

    Antworten 
    •  DMAR sagte am 17. Juni 2013:

      aber Natürlich.

      Antworten 
  •  Achim Schroth sagte am 19. Dezember 2013:

    Danke für den interessanten Bericht. Funktioniert sie auch mit Apple TV?

    Antworten 
    •  at sagte am 22. Dezember 2013:

      Ja. Ich nutze eine Synology als Time Machine Backup und das ist grundsätzlich die schwerste Hürde. Alle anderen Services sind deutlich leichter zu implementieren. Die Synology bietet eine graphische Oberfläche zur Installation von Services. Da kann man z. B. eine “Audio Station” auf dem Gerät installieren. Alle Musik, die man dann damit verwaltet, kann man über z. B. DS Audio für iPhone oder iPad dann auf das Apple TV streamen und nutzt das iDevice quasi als Fernbedienung.

      Antworten 

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