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Veröffentlicht am  17.06.13, 15:04 Uhr von  nw

MacBook Air: USB-3.0-Probleme wegen Intel-Haswell-Produktionsfehler?

MacBook Air MacBook Air - 11 und 13 Zoll

Werden die neuen MacBook Air bald zurückgerufen? Ein fehlerhafter Intel-Haswell-Chipsatz könnte zu Problemen mit USB-3.0-Speichergeräten führen, wenn Apple fehlerhafte Chargen von Intel-Chips einbauen lies. Das Szenario ist denkbar, aber noch nicht verifiziert.

Ruhezustand kritisch

Hardware.info berichtete (engl.) erstmals im März über einen möglichen Fehler in Systemen mit den neuen Intel-Haswell-Prozessoren. Computer, die aus dem Ruhezustand aufgeweckt werden, würden Probleme mit USB-3.0-Speichergeräten haben. Zum Beispiel blieben PDF-Dokumente anschließend einfach leer oder die Wiedergabe von Videos fror ein.

Intel bestätigt Fehler

Intel bestätigte (engl., PDF) diesen Fehler offiziell. Es seien ausschließlich USB 3.0-Speichermedien betroffen seien. Letztlich müssten sich Kunden keine Sorgen machen, denn ein Datenverlust infolge dieses Chipsatz-Fehlers sei ausgeschlossen.

“Intel issued a PCN documenting a chipset USB errata and stating that chipsets with the errata will be in production during the initial ramp. But Intel has confirmed that there is no chance of data loss or corruption. This issue has only been observed with a small subset of USB SuperSpeed thumb drives and does not affect other USB peripherals. We take all customer issues seriously and should any customer have a question or concern they can always contact Intel customer support.”

Intel

Das dazugehörige Dokument datiert auf den 4. April 2013! Aus diesem geht hervor, dass die ersten qualifizierten (korrigierten) Daten ab dem 1. Juli 2013 und das erste Post-Conversion-Material (Baupläne) ab dem 15. Juli 2013 verfügbar sein werden. Spätestens ab dem 31. Juli 2013 sollte die fehlerkorrigierte Serie dem Kunden ausgeliefert werden. Apple kann also möglicherweise fehlerhafte Chips geliefert bekommen haben.

Produktionsfehler in Kauf genommen?

Konkret ist zum Beispiel das MacBook Air mit dem Intel Core i5 Haswell-Prozessor von diesem Problem betroffen. Das würde bedeuten, dass Apple wissentlich fehlerhafte Haswell-Chipsätze im MacBook Air verbaut. Eigentlich hätte Apple den Release soweit heraus schieben müssen, bis die Prozessoren garantiert fehlerfrei sind. Ein Austauschprogramm droht.

Apple äußerte sich dazu bisher nicht. Inwieweit Apple schon mit Vorserien-Bauplänen ausgestattet wurde, ist ebenfalls unklar. Wir haben eine Anfrage an Apple geschickt.

Können diejenigen unter euch, die bereits eines der neuen MacBook Air erhalten haben, dieses Problem reproduzieren? Oder hat Apple am Ende Glück gehabt oder war gar nicht davon betroffen?

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 6 Kommentar(e) bisher

  •  Jizz sagte am 17. Juni 2013:

    Unfassbar. Liest der Autor das nicht selber noch nochmal durch was er schrieb, bevor er veröffentlicht?

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    •  nw sagte am 17. Juni 2013:

      Die Frage ist, ob Apple davon betroffen ist oder nicht! Intel hat definitiv und unmittelbar den Fehler bestätigt, respektive einem Verweis auf den S3 sleep mode. Wenn jeder(!) Haswell-Chipsatz betroffen ist, dann bedeutet das, dass die MacBooks auch davon betroffen sein müssen. Entsprechend fehlerbereinigte Chipsätze sollen ab 31. Juli beim Kunden sein, dementsprechend muss man diese Frage aufwerfen dürfen!

      Antworten 
  •  l0l0l0l0l0l sagte am 17. Juni 2013:

    das würde ich auch gerne mal wissen, ich wollte die tage ein 13er MBA bestellen, aber wenn es dieses Bug gibt hm sollte man auf die zeiter Generation chips warten, was meint Ihr?

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    •  nw sagte am 17. Juni 2013:

      Es ist ein heikles Thema: Insbesondere diejenigen, die ihr MacBook auch mal mit Windows nutzen wollen, sollten definitiv vorsichtig sein. Hier wurden nur Tatsachen erwähnt und in einen logischen Zusammenhang mit den neuen MBA gebracht. Wir haben deswegen heute an die Apple Pressestelle eine entsprechende Anfrage gestellt. Ob und inwieweit die MBA davon im praktischen Betrieb betroffen sind, kann mithin nicht abschließend geklärt werden. Daher die Frage an euch, die möglicherweise schon eines der MBA erstanden haben, ob Ihr ein solches Problem reproduzieren könnt.

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  •  Tom-di-Tom sagte am 19. Juni 2013:

    Warum wurde so explizit auf den Core i5 verwiesen? Ist die i7 – Variante nicht betroffen? Warum kommt die Meldung jetzt, da dies doch seit der Vorstellung des Macbook Air während der WWDC bekannt sein sollte?
    Sehr merkwürdig!

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    •  at sagte am 19. Juni 2013:

      Weil der Hinweis auf diesen Fehler seitens Intel schon im April gemacht wurde. Zwischen Keynote und April liegt ein Zeitraum, in dem man durchaus vergessen kann, dass es da mal was gab. Und die Informationen zu sondieren ist so einfach nicht, es heißt zwar immer, es stünde alles im Internet, man müsste es nur suchen, aber das ist ja eher nur ein Sinnspruch. Der Kollege hat versucht bei iFixit, die das MacBook Air auseinander gebaut haben, eine Bezeichnung für den USB-Chip innerhalb der Intel CPU zu finden, denn betroffen sind Desktops mit Chipsatz B85, H87, Q85, Q87 und Z87, die Server-Versionen C222, C224 und C226 sowie die Chipsätze für Notebooks HM86, HM87 und QM87.

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