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Veröffentlicht am  21.06.13, 20:43 Uhr von  

Microsoft Surface Pro im Test: Teil 1

Microsoft Surface in der Verpackung, Foto: Samy Chae Microsoft Surface in der Verpackung, Foto: Samy Chae

Das Surface Pro ist da. Mein eigenes Microsoft-Tablet mit 128 GB Flash-Speicher ist nach einer nervenaufreibenden Wartezeit endlich da. In den kommenden Wochen werde ich, ähnlich wie Kollege Max es für das Lumia Windows Phone getan hat, meine Eindrücke zu dem Tablet mit Windows 8 Pro schildern.

Erworben habe ich das Surface letztlich in meinem Elektronikfachgeschäft um die Ecke. Woran es liegt, dass die Geräte nur so mühselig ausgeliefert wurden, konnte mir keiner recht beantworten. Man fühlt sich ein bisschen an die Zeit erinnert, als das iPhone noch Mangelware war.
Seit Juni 2012 hat Microsoft den Einstieg in die Tablet-Branche gewagt. Aber erst Anfang dieses Monats startete der Hersteller aus Redmond den Vertrieb des X86-Tablets in den meisten europäischen Ländern.

Was ist das Surface Pro?

Microsoft selbst weiß nicht genau, wo das Surface Pro einzuordnen ist, versucht die Vorteile eines Tablets (Touchscreen-Bedienung) mit der Leistungsfähigkeit eines Computers (X86-CPU und Desktop-Betriebssystem) zu verbinden. Alle Windows-Programme kann man auf dem Surface Pro ebenfalls verwenden. Neben Software wie Microsoft Office oder Adobes Creative Suite gibt es viele neue Apps und Games aus dem Windows Store, die für den Touchscreen optimiert sind.

Nicht komplett

Für den “vollen Genuss” muss man vorab einiges an Zubehör erstehen. Nicht im Lieferumfang enthalten sind die beiden Tastaturen Touch-Cover (119 Euro) beziehungsweise Type-Cover (129 Euro). Will man das Gerät an einen externen Monitor anschließen, sind entweder VGA- oder HDMI-Adapter nötig (rund 40 €).

Spezifikationen

Meine Version mit 128 GB Flash-Speicher (über MicroSDHC erweiterbar) kostet zudem knapp 1000 Euro. Dafür bekommt man unter anderem einen Intel i5-3317U Prozessor mit 1,7 GHz und Intel HD 4000 Onboard-Grafiklösung, sowie 4GB RAM, der mit 800 MHz vergleichsweise langsam getaktet ist. Wi-Fi via 802.11 a/b/g/n und Bluetooth 4.0 wird angeboten und neben einem USB3-Anschluss, einer für Mini-DisplayPort und eine Klinkenbuchse, sowie der Anschluss für das Touch- oder Typecover. Verbaut sind zudem 2 Kameras mit je 1 MP.

Endlich auspacken!

Die Verpackung wirkt bullig und trotzdem schlicht. Zwei Teile sind wie in einer Schublade ineinander geschoben. Hebt man dann den Klappdeckel vom inneren Karton, sieht man das Surface Pro bereits. Rechts daneben ist das Netzteil untergebracht, unter dem Surface verstecken sich der Digitizer (Stylus) und eine Kurzanleitung.

Schwer

Nimmt man das Tablet aus der Verpackung, fällt das Gewicht deutlich auf. Wie der Rheinländer sagen würde: „Dat is schon schwer!“ Der Wonneproppen wiegt 907 Gramm. Bei Gebrauch als Tablet, ist das, je länger man es in der Hand hält, ein immer größer werdender Kritikpunkt.

Gut verarbeitet

Positiv fällt die hochwertige Verarbeitung des Magnesium-Gehäuses und des Kick-Stands auf, der sich nach hinten ausklappen lässt. Dieser Klappständer erzeugt ein Geräusch, das laut Microsoft an das “Schließen eines teuren Autos” erinnern soll; es fällt angenehm aus. Man hat keine Angst vor Verschleiß. Die angewinkelten Ränder sorgen für ein gutes, ausbalanciertes Gefühl in der Hand.

Schlechte Netzteil-Ergonomie

Nach dem Auspacken des Surface Pro wollte ich es an die Steckdose anschließen und aufladen. An dieser Stelle zeigte sich ein Manko des Netzteil-Designs. Zwar ist es – nachgemessen – über 2 Meter lang, jedoch hängt der schwere Transformator rund 30 cm von der Steckdose herunter, falls selbige nicht unmittelbar über dem Boden angebracht ist, und zieht den Rest des Kabels mit. Das erschwert das Verlegen enorm, wenn man das Surface Pro aufladen, und zugleich am Tisch arbeiten will; Jammern auf hohem Niveau.

Die Akkulaufzeit wird je nach Art der Nutzung mit vier bis sechs Stunden angegeben. Dies werde ich im Verlauf des Tests noch überprüfen müssen. Der Akku hat 5.676 mAh Leistungskapazität.

Inbetriebnahme

Wenige Sekunden lang wird gebootet und nach wenigen Augenblicken, in denen die 64-Bit-Version von Windows 8 Pro konfiguriert wird und man unter anderem seine E-Mail-Adresse angegeben hat, kommt man in den Genuss des “ClearType”-Displays. Es bietet satte Farben, Full-HD-Auflösung und ist vor allem im Modern UI ein Genuss! Das Touch-Erlebnis ist ebenfalls sehr angenehm, bietet gutes Feedback und keine Verzögerung.

Schaltet man auf den Desktop fällt schnell auf, dass die Größe der Symbole auf 120% angehoben wurde, da sonst bei einem 10,6-Zoll-Display alles viel zu klein wäre. Schade, dass die Auflösung der Programme etwas darunter leidet.

Erstes Fazit

Der erste Eindruck des Surface Pro ist trotz angemerkter Kritikpunkte “hervorragend”. Wer sich mit dem Gedanken anfreunden kann, weniger ein Tablet als vielmehr einen kompakten, leistungsfähigen Laptop vor sich zu haben, wird schnell mit dem Surface Pro warm werden. Als Konkurrent für das iPad sehe ich dieses Gerät nicht.

In der kommenden Woche möchte ich euch meine Erfahrungen mit dem Surface Pro und Apps für den Produktiv-Einatz im Hochschulalltag präsentieren.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 8 Kommentar(e) bisher

  •  alterego sagte am 21. Juni 2013:

    Die Hackintoshler schielen auch schon ganz arg… beim TonyMac gibt es auch einen Thread dazu. Das wäre meine “Eierlegendewollmilchsau”. Dual-Boot. Wenn nur der Digitizer…
    Bin gespannt wie es weitergeht!!!

    Antworten 
    •  alterego sagte am 21. Juni 2013:

      UND … Bitte Onenote mit in die Betrachtung einbeziehen. Das alleine wäre ein Kaufgrund für mich.

      Antworten 
    •  schae sagte am 21. Juni 2013:

      Hallo und vielen Dank für dein Feedback. OneNote war auch für mich ein wichtiger Bestandteil im Alltag in der Uni. Der Beitrag folgt dann in Kürze!

      Antworten 
      •  alterego sagte am 22. Juni 2013:

        Gerne!.

        Antworten 
        •  alterego sagte am 22. Juni 2013:

          Noch ein Bitte: Ich liebe Windows`s Handschriftenerkennung – Die funktioniert! Ich habe auf einem Hackintosh-Tablet vor Zeiten mal ein wenig Erfahrung gesammelt… und Leopard war GROTTENSCHLECHT. Zumindest wenn man noch etwas “Handschrift” in sich hat…wenn Du da auch noch einige Wörter drüber verlieren könntest… ein Vergleich wird wohl an Ermangelung der OSX-Hardware nicht stattfinden können. Oder?!
          - IMHO liegt Windows schon seit Jahren hier GANZ VORNE, hat es aber nicht geschafft die Funktionen mit einem anständigen Formfaktor zu verbinden… Jetzt, ca. 12 Jahre nach meinem Travelmate C301XMi (läuft noch mit WIN7!) ist es (schon) soweit…

          Antworten 
          •  schae sagte am 22. Juni 2013:

            Das mit der Schrifterkennung kriegen wir hin! ;-) Und ja, leider kriege ich selbst keinen Vergleich hin, da leider nur Smartphones besitze, allerdings keine anderen Tablets, tut mir leid! Wenn du sonst noch Ideen hast, die grundsätzlich mal Umgesetzt werden sollten, dann immer her damit! Es gibt so viel über das Surface Pro zu erzählen, da will ich nichts außen vor lassen, was euch/ dich interessiert!

        •  alterego sagte am 22. Juni 2013:

          Als Konkurrenz für iPad sehe ich es auch nicht… eher ein Air mit iPad-Touch. Aber sicher ein “Gerät” mit dem man “offener” an Aufgaben herrangehen kann als mit iOS. Aber, nicht so idiotensicher (oder wers lieber mag: foolproof).

          Antworten 
  •  Luk sagte am 22. Juni 2013:

    Mal wieder keine Ahnung von Technik. 800Mhz sind für RAM nicht langsam sondern das maximale was Ivy Bridge offiziell unterstützt. Man darf das nicht mit dem Marketingnamen verwechseln, denn der ist DDR3L-1600. Seit DDR2 wird der doppelte Takt für den Marketingnamen verwendet um die Leistung besser darzustellen.

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