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Veröffentlicht am  22.08.13, 7:35 Uhr von  Alexander Trust

Wolfenstein: The New Order

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Gestern, am ersten (Presse-)Tag der Gamescom, durften wir bei Bethesda eine Vorabversion vom neuen Wolfenstein: The New Order anspielen. Das letzte Wolfenstein-Spiel ist schon einige Jahre her und es ist fraglich, ob die angestaubte Spielidee heutzutage noch neue Spieler fesseln kann. Entwickelt wird es diesmal von MachineGames.

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Böse Nazis, überall!

Wie auch bei den Vorgängern Wolfenstein 3D (1992), Return to Castle Wolfenstein (2001) und Wolfenstein (2009) werdet ihr wieder in die Rolle des Hauptprotagonisten B.J. Blazkowicz schlüpfen. Diesmal aber nicht in der Zeit des 2. Weltkriegs, sondern im Jahr 1960.

Ihr erwacht aus einem Koma und findet die Welt in der Herrschaft der Nationalsozialisten vor. Wie schon in allen Spielen der Serie vorher werdet ihr wieder Nazis töten müssen, die natürlich geheime und perverse Experimente durchführen und dem Okkultismus verfallen sind. Die Wolfenstein-Reihe wollte aber auch nie realistisch oder historisch korrekt sein. Deshalb und wegen der zahlreich vorhandenen Nazi-Symbolik und der brutalen Gewalt hatte es die Reihe in der Vergangenheit nicht leicht in Deutschland, so wurden die Spiele entweder zensiert oder beschlagnahmt. Wolfenstein: New Order soll laut der Entwickler aber fast unzensiert in Deutschland auf den Markt kommen, wobei „nur“ die Nazi-Symbolik entfernt wird.

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Oldschool-Feeling

Die Demo-Mission bei Bethesda spielten wir am PC. Zusammen mit drei Kameraden mussten wir gleich mal eine hohe Festungsmauer per Seil erklimmen, wobei auf dem Weg nach oben ständig Gegner an den Fenstern erschienen und auf uns feuerten. Am Seil hängend wurden diese von uns erledigt. Oben angekommen ging es dann in die Festung hinein, wir waren dort aber vorerst auf uns alleingestellt. Weiter ging es durch einen Irrweg an dunklen Gängen, in denen Massen an NS-Soldaten lauerten. In klassischer Shooter-Manier wurden diese geschwind erschossen, wobei als Waffen hauptsächlich deutsche Schusswaffen aus der WW2-Ära dienten. Bestimmte Waffen konnte man auch zweimal aufheben und fortan mit einem Sturmgewehr pro Hand Blei regnen lassen. Sicherlich wird es später im Spiel aber noch reichlich durchgeknallte Fantasiewaffen geben.

Zwischendurch mussten auch mal kleine Rätselaufgaben erledigt werden, die sich aber auf Hebel umlegen, Schlüssel finden und Stromkabel kurzschließen beschränkten.

Wie von der Wolfenstein-Serie gewohnt, waren die Kämpfe recht blutig und die stärkeren Gegner schön absurd und krankhaft. Ein verrückter Arzt durfte natürlich auch nicht fehlen.

Ähnlich wie bei der Bioshock-Serie findet man öfters Essen, mit dem man die Lebensenergie wieder füllen kann. Auch tote Soldaten lassen manchmal kleine Medipacks übrig. Richtig, denn die Lebensenergie regeneriert sich nicht durch einfaches Warten bis 100% hoch, wie bei vielen anderen Shootern heute. Stattdessen regeneriert sie sich nur bis ca. 20%, den Rest muss man mit Essen oder Medipacks auffüllen.

Technisch gesehen gab es auf den ersten Blick nichts groß zu bemängeln. Natürlich sollte man kein Battlefield 4 erwarten, die Grafik wirkte schon etwas angestaubt. Aber für ein Wolfenstein reicht das allemal, und Fans werden sicherlich einen Blick darauf werfen wollen.

 Fazit

Man merkt gleich, dass sich das Spiel etwas altmodisch anfühlt, so wie Shooter eben früher waren. Keine Regeneration, keine Waffenmodifikationen (zumindest nicht in der Demo), ein paar kleine Rätsel und viele Gegner. So war Wolfenstein aber immer schon und das wollten die Entwickler wahrscheinlich beibehalten. Ebenso beibehalten wurden all die Hakenkreuze, die mäßig schlaue Gegner-KI, die klischeehaften, verrückten Nazis als traditionelle Feindfiguren und der Blutgehalt. Das Hauptaugenmerkt liegt nach wie vor klar auf Action. Leider werden die Freunde von unzensierten Spielen hierzulande wieder importieren müssen.

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