News & Rumors: 26. August 2013,

Call of Duty Ghosts Interview

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Während der Gamescom hatten wir die Möglichkeit mit Eric Biessman über Call of Duty Ghosts zu sprechen. Da wir euch natürlich die Informationen nicht vorenthalten möchten und Markus sich sehr viel Mühe gegeben hat, veröffentlichen wir hier das Interview zum Lesen. Zwar haben wir das ganze auch gefilmt, aber wir haben für den Text entschieden, da man bei dem Video nicht viel versteht. Wir haben uns es schon als Todo gesetzt, nächstes mal eine entsprechende Kamera zu kaufen.. Nichtsdestotrotz werden wir euch das Video trotzdem in diesem Artikel zeigen.

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Eric Biessman ist Senior Creative Director bei Raven Software, welche unter anderem auch für den Mehrspielermodus tätig waren. Er kennt sich bestens aus, auch zwischen den Studios (Infinity Ward und Treyarch). Aber lest am besten selbst!

EG:

Werden in den Singleplayer-Missionen mehrere Wege zum Ziel führen?

Eric Biessman:

Ich denke, unser Schwerpunkt bei diesem Spiel war, die Geschichte einer bestimmten Person zu erzählen. Es geht sehr um die Geschichte dieser Person. Die kurze Antwort ist also „nein“. Die lange Antwort ist, dass wir wirklich die Geschichte dieser Person erzählen und sicherstellen wollen, dass sie filmreif inszeniert ist.

EG:

Wird es große technische Unterschiede zwischen den Current-Gen und den Next-Gen-Versionen von CoD Ghosts geben?

Eric Biessman:

Ja. Unser Ziel war, sicherzustellen, dass das Spiel eine solide Steuerung hat, dass es sich gut anfühlt, dass das Gameplay gleich ist – egal auf welcher Plattform man spielt. Wir haben das Spiel wirklich so gemacht, dass es sich gleich anfühlt, egal auf welcher Konsole man es spielt oder ob man es am PC spielt – es spielt sich genauso. Aber: die tolle Sache an den Next-Gen-Systemen ist, dass sie es uns ermöglichen, neue Technologien einzubauen wie Tesselation, Subdivision Surfaces, Displacement, HDR Lighting…also all diese technischen Wörter, von denen unsere Programmierer sehr detailliert erzählen könnten, wie toll sie sind. (grinst)

EG:

Also eine viel bessere Grafik und ebenfalls eine bessere Performance.

Eric Biessman:

Ja, genau.

EG:

Wird es einen Coop-Modus geben, so wie in Modern Warfare 2 und 3?

Eric Biessman:

Ja, es gibt einen Coop-Modus in Ghosts. Wir haben ein neues Feature, das wir „Squads“ nennen. Wenn man also den Multiplayer startet, erstellt man seinen Charakter, bestimmt, wie er aussieht und entscheidet, wie er sich spielt. Und dieser Charakter wird einer deiner Squadmates. Beim Spielen schaltet man dann mehr Squadmates frei, und all diese Charaktere erscheinen dann auch im Coop-Modus. Im Grunde genommen kann man solo, kooperativ und gegen andere Spieler mit Squads spielen. Und im Coop-Modus im speziellen kannst du mit bis zu vier Spielern im Team gegen die KI spielen, mit Gegnerwellen, also im Survival-Stil. Das ist vier-Spieler-Coop, speziell für diesen Modus. Aber: mit der KI deines Squads könntest du gegen Bots spielen, oder wir könnten unseren Clan zusammentrommeln und sechs von uns könnten gegen Bots spielen, oder du und deine Bots könnten gegen mich und meine Bots spielen. Es gibt daher definitiv einen kooperativen sowie einen kompetitiven Aspekt, eine Vielzahl an Möglichkeiten. (grinst)

EG:

Wenn Sie gerade ein Call of Duty-Spiel veröffentlicht haben, planen sie dann schon das nächste?

Eric Biessman:

Tja, das ist eine gute Frage. (grinst) Ich glaube, dass man immer Dinge im Hinterkopf hat, die man als Nächstes verwirklichen will. Ich weiß nicht, ob ich sagen würde, dass wir schon das nächste Spiel planen, aber…sobald man mit einem Spiel anfängt, hat man eine Menge Ideen. Und diese Ideen besprechen wir, probieren sie im Spiel aus, und wenn sie nicht gut genug sind, verwerfen wir sie wieder. Und es gibt immer wieder Momente, wo wir uns denken: „Ach, das hätten wir noch machen können“, oder es kommt uns eine tolle Idee, aber wir sind schon zu weit in der Entwicklungsphase. Dann sagen wir: „OK, sparen wir uns das für später auf“. In der Hinsicht gibt es also immer schon Ideen für das nächste Spiel.

EG:

Wieviel Zerstörung wird es im Multiplayer geben? Gibt es z. B. einstürzende Gebäude, so wie in Battlefield 3 und 4?

Eric Biessman:

(grinst) Ich denke, Call of Duty hat einen anderen Gameplay-Schwerpunkt. Es ist schnell, etwas intimer und etwas konzentrierter als andere Spiele. Was die dynamischen Ereignisse angeht wollten wir es so machen, dass ihr weiterhin eine Map taktisch lernen und beherrschen könnt. Wenn ihr eine Map kennt, spielt ihr besser. Wenn ihr sie auswendig lernt, spielt ihr besser. Deshalb wollten wir mit der Zerstörung auch nicht zu weit gehen, weil wir wollen, dass die Spieler die Maps lernen können. Wir wollten den Spielern aber die Möglichkeit geben, z. B. eine Deckung zu errichten, wo vorher keine war, um besser geschützt zu sein. Oder ein Loch in eine Wand zu sprengen, um eine bessere Sicht zu haben. Das verändert die Map nicht so drastisch, dass man seine Taktik gleich überdenken muss, aber es verändert die Map stark genug, dass ein schlauer Spieler seinen Nutzen daraus ziehen kann. Außerdem variiert der mögliche Grad der Zerstörung von Map zu Map stark. Ich weiß nicht, ob ihr heute schon die Möglichkeit hattet, zu spielen, aber eine der Maps heißt „Strikezone“. Wenn ihr es dort schafft, das Care Package zu verdienen, es aufzusammeln und die Aufgabe bewältigt, zerstört eine Explosion die ganze Map und tötet das gegnerische Team, wovon wiederum euer Team profitiert. Außerdem wird dadurch die Map völlig verändert und das Gameplay ändert sich entsprechend, das ist also ein Beispiel für einen hohen Grad an Zerstörung. Und dann haben wir, wie gesagt, Maps, in denen ihr Deckung errichten oder zerstören könnt.

EG:

Kann man auch Wände zerstören?

Eric Biessman:

Nicht jede Wand. Wir haben es für den Spieler sehr offensichtlich gemacht, mit welcher Deckung oder Wand er interagieren kann.

EG:

Wird es irgendwann noch ein Modern Warfare-Spiel geben, oder ist die Serie beendet?

Eric Biessman:

Das ist eher eine Frage für die Business-Abteilung. Wisst ihr, jetzt, zum Release der neuen Konsolen, haben wir uns dafür entschieden, dass Ghosts etwas Neues sein soll. Wir wollten, dass es ein neues Setting, eine neue Welt und neue Charaktere hat. Wir sind sehr zufrieden mit dem Spiel und wir hoffen, dass es euch auch gefällt!

EG:

Und die letzte Frage: Könnten Sie sich ein Call of Duty vorstellen, das in der fernen Zukunft spielt? Vielleicht im Weltraum, mit Science-Fiction-Setting?

Eric Biessman:

Ich persönlich könnte mir das gut vorstellen, ich denke das wäre eine tolle Idee! (grinst)  Aber vom geschäftlichen her kann ich dazu nichts sagen, denn ich habe natürlich nicht die nötige Kenntnis der Dinge. Die Idee gefällt mir aber sehr gut! (lacht)

Übrigens: Wir hatten uns auch Interessiert wie es persönlich bei den Entwicklern aussieht. Duellieren sich Infinity Ward und Treyarch? Ja das tun sie tatsächlich – aber in einer freundschaftlichen Art. Jeder gönnt dem anderen seinen Erfolg und es kommt nicht selten vor, dass sich die Studios untereinander treffen um gemeinsam zu zocken.
Als Entwickler hat man übrigens keine Vorteile: Die Prestige Edition müssen sie genauso kaufen, wie wir auch. Ja – das hat uns interessiert :)

Hier das Video dazu – leider in schlechter Quali, deshalb haben wir das Interview als Text veröffentlicht:

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 1 Kommentar(e) bisher

  •  Mucha (27. August 2013)

    Super guter Bericht!!


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