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Veröffentlicht am  14.09.13, 11:23 Uhr von  

Im Test: Withings Pulse, ein Schrittzähler und Pulsmessgerät

Smart Tracker Withings Pulse, Foto: Masaki Okumura Smart Tracker Withings Pulse, Foto: Masaki Okumura

Wir haben den Withings Pulse getestet. Das Gerät ist Schrittzähler, Herzfrequenzmessgerät, Entfernungs- und Höhenmesser in einem, zudem bietet er eine Schlafzyklus-Analyse. Ziel ist ein Bewusstsein für die eigene (In-)Aktivität zu schaffen und somit besser auf genügend Bewegung zu achten.

Technische Spezifikationen

Der Withings Pulse wiegt 8 Gramm und hat die Abmessungen 43x2x8 mm (HxBxT). Die aufgezeichneten Daten werden auf dem Touchscreen mit OLED-Display und einer Auflösung von 128×32 Pixeln angezeigt. Mithilfe verschiedenster Sensoren lassen sich die gelaufenen Schritte, zurückgelegte Strecke und Höhenmeter, verbrannte Kalorien, Herzfrequenz, Schlafdauer- und Qualität ermitteln. Dabei soll der Akku, wohlgemerkt Tag und Nacht im Einsatz, satte zwei Wochen halten. Aufgeladen wird über einen Micro-USB-Anschluss.

Lieferumfang und Einrichtung

Enthalten ist ein Gürtel-Clip für tagsüber und ein Schlaf-Armband für nachts, sowie ein Micro-USB-Ladekabel. Jedoch kann man den Withings Pulse auch einfach in die Hosentasche oder den Rucksack stecken.
Wie schon bei der WLAN-Waage aus dem Hause Withings findet die Einrichtung mit der Withings-Gesundheitsbegleiter-App über Bluetooth mit einem iPhone, iPad (mini), iPod touch (mindestens iOS 5) oder einem Android Smartphone ab Version 2.3.3 statt. Software-Updates werden ebenfalls über die App und Bluetooth installiert. Nach dem Erstellen eines Accounts ist der Withings Pulse einsatzbereit.

Der Alltag mit dem Pulse

Empfohlen sind 10.000 Schritte am Tag. Mit einem kurzen Blick lässt sich der aktuelle Stand überprüfen und gegebenenfalls handeln. So lässt man doch einmal das Auto stehen um sein tägliches Pensum zu erfüllen. Einige Male hab ich die Schritte selbst mitgezählt. Die Werte stimmten nahezu immer mit denen des Pulse überein.

Fängt man an zu rennen/joggen merkt der Pulse dies nach ca. einer Minute und zeichnet den Lauf auf. Währenddessen bekommt man die Dauer und die zurückgelegte Strecke angezeigt.
Die zurückgelegten Höhenmeter und die Entfernung sind beim Wandern und für Radtouren interessant. Auch berechnet der Pulse die verbrauchten Kalorien anhand der eingegebenen Körperdaten. Dabei werden die aktiv verbrauchten Kalorien bei Aktivität gezählt.

Zudem lässt sich die Herzfrequenz messen. Bei der Überprüfung mit einem Blutdruckmessgerät konnte ich lediglich geringe Diskrepanzen feststellen. Durch regelmäßige Messungen lässt sich so der Ruhepuls ermitteln, ein Indiz für körperliche Fitness.

Schlafanalyse

Sagt man dem Pulse, dass man nun schlafen geht, zeichnet dieser die Schlafzyklen auf. Er erkennt wann man einschläft und wieder aufwacht, ebenso werden Unterbrechungen erkannt und gezählt. Damit lässt sich gut erkennen, ob man nicht doch etwas früher schlafen gehen sollte.

Alle Daten werden zuerst über Bluetooth mit der Withings-App synchronisiert und landen anschließend im Online-Dashboard. Besonders interessant ist das Heatmap-Diagramm mit Wochenübersicht über die Aktivitäts- und Schlafzyklen. Auch auf dem Pulse selbst lassen sich die Daten der letzten Tage über Wischgesten einsehen. Die versprochenen zwei Wochen Akkulaufzeit kann ich, zu meiner eigenen Überraschung, bestätigen. Der Withings Pulse ist nicht wasserdicht, somit für das Schwimmen ungeeignet.

Fazit

Der Withings Pulse kann für seine 99€ einiges bieten. Er zählt die Schritte, die zurückgelegten (Höhen-)Meter, verbrannte Kalorien, misst die Herzfrequenz und analysiert den Schlaf. Mithilfe dieser Daten lässt sich Inaktivität gut erkennen und darauf reagieren, Verbesserungen direkt ablesen. Den Schrittzähler und die Aufzeichnung der Schlafdauer empfand ich als hilfreich. Beeindruckend, das geringe Gewicht (8 Gramm) und die trotzdem verblüffende Akkulaufzeit von zwei Wochen. In grellem Sonnenlicht ist das Display des Pulse unter Umständen nur schwer lesbar.
Der Withings Pulse kann durchaus mehr als nur eine technische Spielerei sein. Dass ich mich zu wenig bewege war mir bewusst, konkrete Zahlen verdeutlichen das jedoch und helfen schrittweise etwas aktiver zu werden.

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 1 Kommentar(e) bisher

  •  Simon sagte am 19. September 2013:

    Interessantes Gerät. Das einzige, was mich daran stört, ist die Onlineauswertung – denn mein kontinuierlich gesendeten”Gesundheitsdatenl” geht keine Firma etwas an.

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