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Veröffentlicht am  31.12.13, 2:46 Uhr von  

CASEual thinSkin im Test

CASEual thinSkin CASEual thinSkin - Weinrot

Man schickte uns ein CASEual thinSkin in Weinrot für ein iPhone 5s oder 5. Das iPhone-Case kostet knapp 30 Euro beim Hersteller und bereitete mir schon vor dem Test Kopfzerbrechen.

CASEual bietet das thinSkin in verschiedenen Farben an: Neben Weinrot sind dies Schwarz, Weiß, Blau, Grün und Pink. Dabei sind Blau und Grün relativ kräftig, wirken also eher wie Apfelgrün (Granny Smith z. B.) und Hellblau (HTML-Color-Code ungefähr #0088cc).

Kunststoff, oder doch Plastik?

Das thinSkin ist 0,4mm dünn, wiegt 11 Gramm und besteht aus zwei Teilen, je einer für die Ober- und Unterseite des iPhones. Das Material ist aus einem Kunststoff, der sich leider nicht besonders hochwertig anfühlt und zudem nicht rutschfest ist. Wer vielleicht gerade etwas gegessen hat und zum Handy greift, oder wessen Hände zum Schwitzen neigen, der wird mit der Oberflächentextur des CASEual thinSkin keine Freude haben. Laut Anbieter handelt es sich um ein “umweltfreundliches” Polycarbonat Polymer.

Zwei Hälften

Gedacht ist, dass man die beiden Teile des thinSkin auf seinem iPhone anbringt. Auf der Rückseite ist ein Loch für die Kamera und den Blitz ausgeschnitten, auf der Vorderseite lässt man Platz für den Home-Button und den Bereich, in dem der Lautsprecher für Gespräche zu finden ist. Natürlich gibt es an Ober- und Unterseite, sowie den Seiten des thinSkin zudem Aussparungen für die entsprechenden Buttons. An der Stelle des Displays ist eine durchsichtige Folie in das Case eingelassen.

Der Hersteller verspricht, dass das CASEual thinSkin vor Kratzern, Schmutz und Staub schützt. Ersteres stimmt. Doch ich sehe bei der Art der Anbringung gerade das Problem, das neuralgische Stellen erzeugt, an denen sich trotzdem Staub und Schmutz sammeln werden.

Denn: Gedacht war, dass man beide Teile auf das iPhone aufklebt. Die Innenseiten der beiden thinSkin-Teile sind am Rand mit einem dünnen Klebefilm versehen. Die Anbringung wäre im Prinzip relativ einfach, weil das thinSkin tatsächlich recht gut auf das Smartphone passt. Doch der Klebstoff kann gar nicht so fest kleben, dass an den Rändern und den Öffnungen sich nicht doch Schmutz sammelt. Wir alle kennen das Phänomen: Selbst wenn sich oberflächlich am Rand der Schmutz fangen würde, würde man spätestens beim Säubern kleinste Teile davon beim Wischen unten den Rand schieben. An den Rändern, an denen die Buttons des iPhone 5/5s sich treffen gibt es zudem den geringsten Kontakt und beim in die Tasche stecken oder sogar nur in der Hand halten gibt es winzige Spalte, in denen sich Dreck sammeln wird.

Kleben? Nein!

All die vorher beschriebenen Schwachstellen kann man schon ausmachen, noch ehe man das thinSkin überhaupt auf dem iPhone angebracht hat. Anbringen heißt in diesem Fall aufkleben. Doch kann ein Zubehör-Hersteller von mir (oder einem potenziellen Kunden) nicht verlangen, dass ich ein teures Smartphone mit irgendeinem billigen Klebstoff verunstalte. Der Klebstoff stammt von 3M und soll “rückstandslos” entfernbar sein.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Hersteller seine Idee einer Schutzhülle vorher ausgiebig getestet hat. Wie reagiert der Klebstoff zum Beispiel unter Wärmeentwicklung, im Sommer oder im Urlaub? Löst er sich dann auf und die Hülle klebt nicht mehr? Oder bildet er trotz Versprechens unschöne Rückstände auf dem Metallgehäuse des iPhone 5s? Laut Hersteller sei das thinSkin hitzebeständig bis zu 85° C. Gilt das auch für den Klebstoff?

Im Lieferzustand ist eine dünne Schutzschicht über dem Klebstoff angebracht, die man erst abziehen muss. Ohne das zu tun, habe ich das thinSkin um das iPhone 5s gelegt und war aber auch mit dem “Look and Feel” überhaupt nicht einverstanden.

Apple bietet für wenig mehr Geld Hüllen aus Leder mit einem Futter aus Stoff, in dem das teure iPhone gut aufgehoben ist. Diese fühlen sich deutlich wertiger an als ein thinSkin. Für den Displayschutz könnte man bei Bedarf noch eine Display-Schutzfolie nutzen.

Fazit

Es gab selten Momente, in denen ich Produkte total abgelehnt habe. Aber das Material, das mich nicht glücklich macht, und die Notwendigkeit das CASEual thinSkin auf das iPhone 5s aufkleben zu müssen bereiten mir mehr als Kopfschmerzen. Ich will und kann entsprechend keine Kaufempfehlung für dieses Produkt aussprechen.

Da unser Testmuster noch intakt ist, würde ich dem Leser, der die beste Begründung abliefert, warum er oder sie es trotz der Kritik doch haben möchte, anbieten unser Muster an seine/ihre Adresse zu verschicken.

App(s) und Produkte zum Artikel

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 6 Kommentar(e) bisher

  •  Chris Thumb sagte am 4. Januar 2014:

    Sorry, aber was ist das denn für ein schlechter Stil, Produkte und deren Eigenschaften derart zu kritisieren, ohne dass die Kritik fundiert ist?

    “Ich bin mir nicht sicher, ob der Hersteller seine Idee einer Schutzhülle vorher ausgiebig getestet hat.”
    Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie können Sie es dann mit negativem Beigeschmack in Frage stellen?

    “Wie reagiert der Klebstoff zum Beispiel unter Wärmeentwicklung, im Sommer oder im Urlaub? Löst er sich dann auf und die Hülle klebt nicht mehr? Oder bildet er trotz Versprechens unschöne Rückstände auf dem Metallgehäuse des iPhone 5s? Laut Hersteller sei das thinSkin hitzebeständig bis zu 85° C. Gilt das auch für den Klebstoff?”
    Lauter Fragezeichen aber keine Antworten und trotzdem wird es negativ hinterfragt???

    “Doch kann ein Zubehör-Hersteller von mir (oder einem potenziellen Kunden) nicht verlangen…”
    Verlangt doch gar keiner. Der Hersteller hat etwas entwickelt und bietet es an. Der Kunde bestimmt, ob er das Produkt kauft oder nicht….

    Sorry, ich habe nichts mit dem Hersteller zu tun und habe das Produkt auch selbst nicht, solch schlechte Berichterstattung ist aber schlicht unprofessionell!

    Gruß

    Antworten 
    •  at sagte am 6. Januar 2014:

      Dinge zu hinterfragen ist also unprofessionell. So so. Träum weiter.

      “Der Hersteller hat etwas entwickelt und bietet es an. Der Kunde bestimmt, ob er das Produkt kauft oder nicht…”

      Ja und Kritiken und Rezensionen sind dazu da, um sich ein Bild von Produkten zu machen. Letztlich bin auch ich nur ein möglicher Kunde, und meine Meinung über das Produkt ist nicht gut.

      Dass es sich hier nicht um “Berichterstattung” handelt, sondern um eine Meinungsäußerung ist dem Chris T. offenbar beim Lesen entfallen. Das Obermaterial der Hülle ist nicht rutschfest, das birgt die Gefahr, das Gerät fallen zu lassen, wenn man es nicht fest genug hält oder schwitzige Hände hat. Da sind andere Materialien von anderen Hüllenherstellern deutlich besser. Dass ich deiner Meinung nach das eine mit dem anderen nicht vergleichen darf ist lächerlich.

      Außerdem fühlt sich das Obermaterial sehr unschön an, wie ich erwähnte. Ich kann es auch gerne direkter formulieren, aber die Hersteller neigen dazu, wenn man ihre Produkte mit denen aus 1-Euro-Läden vergleichen “würde” direkt mit der gerichtlichen Keule zu schwingen.

      Die Hülle ist schon durch ihre Bauart dazu angetan, wenn nicht sofort, dann doch spätestens nach einiger Zeit nicht mehr staubfest zu sein. Die Aussparungen um die Buttons sind zu groß; sie sind in jedem Fall da, z. B. ob um die Lautstärke-Regler oder den Home-Button. Andere Hersteller haben deutlich bessere Lösungen gefunden, Apple selbst bspw. mit seinen neuen einseitigen Lederhüllen, aber z. B. auch athos oder SwitchEasy. Nur Apple verspricht ja auch keinen Staubschutz. Sie bieten Hüllen mit Buttons an, die über den eigentlichen Knöpfen liegen und den Druck einfach an den echten Knopf darunter weitergeben, der aber staubgeschützt ist.

      Der einzige Halt, den diese Hülle am Smartphone hat, ist der Klebestreifen. Erstens ist dieser wie alles andere auf der Welt Alterungsprozessen ausgesetzt und verliert ganz normal über die Zeit seine Klebekraft, so wie Küchen- oder Badhaken, an denen Topflappen und Handtücher aufgehangen werden.
      Zudem muss sich der Klebestreifen in der Hülle dann jeden Tag aufs Neue mit den Kräften auseinandersetzen, die auf ihn einwirken. Rein in die Hosentasche, wieder raus, rein in den Mantel, wieder raus… zwischen den Händen mit der Hülle hantieren, zwei, drei Stunden Daddeln, SMS tippen, usf. – könnte man machen – aber wie gesagt, das Obermaterial möchte ich nicht lange zwischen meinen Händen halten, weil es sich nicht gut anfühlt.

      Ich kenne nur wenige Leute wie Dich, die sich freiwillig vor den Lobby-Karren der Industrie spannen, wie du ja angibst. Kauf dir deine Produkte und lass bitte anderen ihre Meinung.

      Antworten 
  •  Susi sagte am 6. Januar 2014:

    Hallo at, ich hab mir das thinskin vor einer Woche in schwarz gekauft und bin sehr zufrieden! Beim anschließenden Lesen dieses Artikels war ich sehr verwundert!

    Ich bin sehr zufrieden mit meinem Kauf!

    Die schwarze Optik finde ich stilvoll, aber wenn dein Angebot noch gilt, dann fände ich dunkelrot auch sehr toll.
    Wenn du mir dein rotes Case überlässt, berichte ich dir gerne ob es Kleberückstände auf meinem Handy gab.

    MfG Susi

    .

    Antworten 
    •  at sagte am 7. Januar 2014:

      Wird gemacht. Wir haben dir eine E-Mail geschickt.

      Antworten 
  •  Susi sagte am 14. Januar 2014:

    Hallo at, herzlichen Dank für das zugeschickte Case! Alles hat wunderbar geklappt! Ich konnte das schwarze Case ohne Rückstände von meinem Handy entfernen und bin jetzt stolze Besitzerin eines dunkelroten Handys ;-) Sieht toll aus!

    Antworten 
    •  at sagte am 14. Januar 2014:

      Viel Spaß damit. Freut mich, dass es dir gefällt.

      Antworten 

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