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Veröffentlicht am  20.01.14, 21:09 Uhr von  me

Zoom TAC-2: Erstes Thunderbolt-Audio-Interface für Endverbraucher

Zoom TAC-2 Zoom TAC-2 - Vorderansicht

Immer mehr Hersteller setzen die Thunderbolt-Technologie ein, die Apple und Intel im Jahr 2011 erstmals in Macs verbaut haben. Nun stellt der japanische Audio-Komponenten-Hersteller Zoom mit dem TAC-2 das erste Thunderbolt-Audio-Interface für Konsumenten vor.

Thunderbolt-Audio

Hersteller von professionellen Audio-Interfaces mit High-End-Wandlern und vielen Kanälen gibt es beispielsweise von Apogee oder RME. Zoom stellt mit dem TAC-2 ein Gerät für Endverbraucher vor, das sich aufgrund der erstklassigen Wandler und der vielseitigen Anschlussmöglichkeiten durchaus an ambitionierte Anwender bzw. Profis richten dürfte. Durch die Thunderbolt-Verbindung soll das Gerät über extrem geringe Latenzen verfügen und erheblich mehr Energie für seine High-End-Komponenten und die Phantomspeisung von Mikros zur Verfügung stellen können. So soll das TAC-2 mittels Thunderbolt ganze 10 Watt und 18 Volt (anstatt 2,5 Watt und 5 Volt wie bei USB 2.0) zur Verfügung haben.
Im Inneren des TAC-2 sind ein Burr-Brown PCM 4202 A/D-Wandler und ein AKM AK4396 D/A-Wandler verbaut. Die Wandler arbeiten mit maximal 24bit/192kHz bei bis zu vierfachem Upsampling. Das Gerät verfügt über zwei Kanäle und ist durch das asynchrone Datentransfersystem jitterfrei.

Für den Schreibtisch und unterwegs

Das TAC-2 soll über ein robustes, kompaktes Gehäuse verfügen und nicht viel wiegen, was es neben dem Einsatz auf dem Schreibtisch für mobile Zwecke brauchbar machen soll. Die Steuerung erfolgt über einen Multifunktionsdrehknopf auf der Oberseite, Rückmeldung gibt das Gerät über LEDs. Neben der Thunderbolt-Schnittstelle verfügt das TAC-2 über zwei XLR/Klinke-Kombibuchsen als Mic/Line-Eingänge und einen Hi-Z-Klinkeneingang für den Anschluss von E-Gitarren oder Bässen. Das Monitoring-Signal wird über zwei Klinkenausgänge wiedergegeben, ein zusätzlicher Kopfhörerausgang ist vorhanden.
Auf dem Schreibtisch dürfte sich das Interface mit Sicherheit auch als DAC zum qualitativen Musikhören eignen, was bei guten Audio-Interfaces immer eine nette Nebeneigenschaft ist, falls man gerade mal nicht Musik aufnehmen, sondern lieber konsumieren möchte.

Zusätzliche Software zu Steuerung

Die kostenlose Software “TAC-”-MixEfx” dient zur Steuerung der Routing-Möglichkeiten und dem Einschleifen von Effekten wie Hall oder Echo. Ebenso für jeden Eingang vorhanden sind Funktionen wie Hochpassfilter, Phasenumkehr oder Auto-Gain. Vorgenommene Einstellungen können auf drei Speicherplätzen gesichert werden.

Die offizielle Vorstellung des TAC-2 findet auf der NAMM 2014 in Anaheim, in den USA statt. Die Musikmesse findet vom 23. bis zum 26.01.2014 statt. Das TAC-2 soll laut UVP des Herstellers 399,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer kosten.

Die meisten Peripherie-Geräte, die Thunderbolt nutzen, sind eher im höheren Preissegment angesiedelt, Kabel kosten um die 40-50 Euro. Vielleicht hat sich die Technologie deshalb bisher eher schlecht bei den Kunden als Standard etabliert. Für Profis, vor allem im Audio- und Video-Bereich, bringt Thunderbolt trotz des hohen Preises Vorteile mit sich: Verbesserte Stromversorgung der Peripheriegeräte und doppelt so schnelle Datenübertragungsraten wie bei USB 3.0.

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