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Veröffentlicht am  9.05.14, 17:54 Uhr von  Daniel

Apple kauft Beats und könnte dabei so viel besser investieren

Beats Logo

Apple wird den Kopfhörerhersteller Beats Electronics übernehmen. Spätestens seit dem Facebook-Statement des Beats-Gründers und Musikers Dr. Dre sollte klar sein, dass der Deal aller Voraussicht nach in trockenen Tüchern ist. Der Produzent gab in einem Clip nämlich bekannt, dass er der erste Milliardär des Hip-Hops sei, was wohl mit den gut drei Milliarden Dollar zu begründen ist, die Apple für das Unternehmen zahlen wird. Doch ist der Kauf von Beats Electronic wirklich eine richtige Entscheidung von Tim Cook und Co? Ich habe da meine Zweifel.


Auf dem ersten Blick scheint der Deal aus der Sicht von Apple gerechtfertigt zu sein. Beats Electronics ist für die derzeit wohl populärsten Kopfhörer verantwortlich, nutzt prominente Stars auf der ganzen Welt gekonnt als Werbeträger und inszeniert sich als Premiumanbieter für Audiogeräte, der sogar den Schritt in die Branche der Musik-Streaming-Dienste wagte. Doch längst nicht alle Verbraucher sind von Beats-Kopfhörern so angetan wie der Mainstream. Der Bass fällt beim Hören mit Beats-Modellen zu stark dominierend aus. Somit werden die Mitten gedämmt und das eigentliche Musikstück kommt nicht optimal zur Geltung. Mit der Musikrichtung Hip-Hop, die Dr. Dre schließlich bedient, eignen sich die Beats-Kopfhörer in der Regel schon. Bei anderen Genres ist der Einsatz jedoch kaum zu empfehlen.

Beats

Stiftung Warentest: Beats Kopfhörer fallen durch

Doch Kritik kommt nicht nur beim Sound auf. Auch die Verarbeitung lässt zu wünschen übrig. Die Modellreihen Solo und Studio verfügen allesamt über einen Bügel aus Kunststoff, der direkt mit der Muschel verbunden ist. Diese können leicht brechen und drücken sehr stark auf dem Kopf, sodass ein mangelhafter Tragekomfort. In puncto Qualität kann also die Frage gestellt werden, inwieweit Apple eine Akquisition von Beats Electronics mit den eigenen Ansprüchen an die Verarbeitung von tragbaren Produkten begründet und ob die Vorstellungen überhaupt übereinstimmen.

Das Kaufargument Beats Music?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgt durch die Übernahme des Unternehmens von Dr. Dre und Jimmy Iovine auch eine Fortführung des vor wenigen Monaten gestarteten Streaming-Services Beats Music durch Apple. In den USA hagelte es jedoch bereits Kritik am Spotify- und Pandora-Konkurrenten und auch sonst sind kaum gravierende Unterschiede zu den populären Anbietern zu erkennen. Fraglich bleibt also, ob Apple hierbei einen Deal vereinbaren konnte, der sich in Zukunft als rentabel erweisen wird. Was meint Ihr hierzu? Schreibt uns doch eure Meinung in die Kommentare.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 6 Kommentar(e) bisher

  •  Frank Behrend sagte am 9. Mai 2014:

    Völlig gestört. Der Hype um Beats beruht ja nur auf künstlich aufgebauschtem Image und entbehrt jeglicher objektiver Grundlage – zumindest, was die Ramsch-Kopfhörer angeht…

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  •  Master P sagte am 9. Mai 2014:

    Beats Kopfhörer sind wie im Artikel beschrieben nur für den “ich möchte cool sein” Mainstream, wer einen wirklichen Anspruch an Klangqualität, so wie an Haptik und Verarbeitung hat, greift zu anderen Produkten, wie zum Beispiel von Bose.
    Die übernahme ist meiner Ansicht nach nicht sehr sinnvoll, gerade für solch eine horrende Summe, auch wenn die rund 3 Mrd. bei einem 150 Mrd. Cash Vermögen nicht sonderlich wehtun werden.

    Antworten 
  •  Birne sagte am 9. Mai 2014:

    Die Fa. Apple macht offensichtlich nach dem Abgang Jobs, eh was sie will.
    Angefangen mit dem “mega intiutiven” und “wunderschönen” IOS7. *lol*
    Da passt doch Beats genau ins Portofolio.
    Viel Krach und nix dahinter.

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  •  Benu sagte am 10. Mai 2014:

    ja, es gibt sicher bessere kopfhörer oder headphones was klang angeht, dass die haptik nicht der bringer ist, ist nicht bei allen modellen der fall, im gegenteil, die executives sind extrem stabil und dazu bequem.

    es ist auch eine art statussymbol wie eben auch apple durch design und preis. warum man mehr geld für kopfhörer zahlen sollte für design trotz gleichem klang?
    naja warum sollte man eine rolex kaufen wenn eine 10€ uhr die zeit auch nicht anders anzeigt?

    wer apple mag… ich habe kein iphone aber es ist umgänglich und hat die art wie wir leben verändert.

    und in einer zeit wo jedes lied mit genug bumbum erfolgreich wird, ist beats audio doch recht verbraucher orientiert.

    ich bin kein fanboy, nur realist.

    naja außer vllt von Michael Fisher…

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  •  Ben sagte am 10. Mai 2014:

    Also der Deal scheint keineswegs “in trockenen Tüchern” zu sein. Das Facebook-Posting wurde auch wieder entfernt (bei YouTube gibt es das Video noch) – und ich glaube immer noch nicht dran.

    Für mich machen die Herren in dem Video eher den Eindruck, als feierten sie über das Gerücht ab – eine “offizielle Bestätigung” sieht anders aus.

    Aber für die versammelte Weltpresse ist die Sache ja schon gelaufen – und die meisten Apple-Sites plappern fröhlich nach. Traurig.

    Antworten 
  •  Michael Broeffel sagte am 13. Mai 2014:

    Hier geht es weder um Kopfhörer noch um einen hippigen
    Musiker und DJ Dr.Dre.
    Apple braucht einzig und allein die jetzt offene Tür zu den
    Musikstudios um ein Steamingangebot in den iTunes Store
    zu bringen. Keiner der großen Labels wollte mit Apple
    einen Vertrag machen weil sie höllische Angst vor der
    Firma haben. Nochmal so einen Machtverlust wie iTunes
    wollten sie nicht. Jobs hatte schon versucht alles notwendige
    zu tun um auch streaming zu ermöglichen. Nada…

    Auch ist dieses Angebot für den noch kleinen Laden recht
    hoch , aber die Verträge werden es schnell zeigen wenn
    Apple mit seinen 800 Millionen iTunes-Kunden kommt.
    Spotify und Pandore werden schon zittern.

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