News & Rumors: 10. September 2014,

Apple Watch Smartwatch vorgestellt

Apple Watch
Apple Watch - Smartwatch

Der Hersteller aus Cupertino hat auf seinem Special Event sein eigenes Konzept für eine Smartwatch vorgestellt, die Apple Watch. Sie wird Anfang 2015 in den Handel kommen, und zwar zu Preisen ab $349.

Im Rahmen seiner Keynote hat Apple zunächst das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus, Apple Pay und noch einmal iOS 8 vorgestellt, ehe man nach dem Ableben Steve Jobs‘ erstmals wieder einem „One more Thing“ äußerst viel Zeit widmete.

iWatch heißt Apple Watch

Die ehemals iWatch getaufte, clevere Armbanduhr aus dem Hause Apple wird Apple Watch genannt. Offenbar ist Jony Ives Kommentar aus der letzten Woche, „die Schweiz könne einpacken“, genau in Richtung „Swatch“ gerichtet gewesen. Denn Apple vermarktet seine Smartwatch nun unter dem Namen Apple Watch und nicht unter der strittigen Bezeichnung iWatch. Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch, der in den 90er Jahren populär war, hatte mit markenrechtlichen Streits gedroht, weil man selbst die Marke iSwatch besitzt. Apple selbst hatte schon im letzten Jahr eine ganze Reihen von Markenzeichen-Anmeldungen in vielen Ländern der Erde vorgenommen, weshalb alle Welt angenommen hatte, man würde eine iWatch produzieren.

Dass allerdings der Name iWatch noch gegenwärtig ist, zeigt selbst Steve Jobs. Dieser hat in einem Videobeitrag in den Abendnachrichten von ABC World News ebenfalls iWatch statt Apple Watch gesagt.

Tatsächlich wird Apple seine Smartwatch in drei Editionen anbieten, die mehr oder minder auf die Bereiche „Sport“, „Luxus“ und „Casual“ zutreffen sollen. Gleichzeitig wird Apple die iWatch in zwei unterschiedlichen Größen bereitstellen, 38 und 42 mm. Kombiniert man diese mit unterschiedlichen Armbändern aus Kunststoff (Sport), Leder (Casual) und Metall (Luxus).

Die Gehäuse der Sport-Editionen sind aus eloxiertem Aluminium gefertigt, das in Silber oder Spacegrau angeboten wird. Das passende Armband ist aus einem weichen, flexiblen Kunststoff gefertigt und wird in fünf unterschiedlichen Farben angeboten. Damit die Uhren für „Sportler“ und „Sportlerinnen“ möglichst leicht sind, verwendet Apple neben den leichten Materialien für Armbänder und Gehäuse außerdem ein speziellen „Ion X-Glas“, das besonders kratzfest sein soll.

Weiterhin bietet Apple die Apple Watch „Edition“-Reihe an. Das Uhren-Gehäuse dieser hochwertigen Edition ist aus 18-karat Gold gefertigt. Das Display dieser Variante wird von Saphirglas umgeben. Neben Leder-Armbändern gibt es das Gold-Gehäuse ebenfalls mit Plastik-Sport-Armband, für aktive Persönlichkeiten mit dem entsprechenden Geldbeutel.

Die „Standard“-Ausführung der Apple Watch wird mit einem Gehäuse aus rostfreiem, poliertem Stahl angeboten. Passend dazu werden diverse Armbänder aus Metall, Leder oder Kunststoff angeboten. Diese Ausführung wird ebenfalls mit Saphirglas ausgestattet.

Apple Watch Bedienoberfläche

Neben einem Drehrad am rechten Rand der Apple Watch gibt es noch einen Button an derselben Stelle. Doch vor allem bietet die Smartwatch aus Cupertino einen Touchscreen, der Aktionen auf unterschiedliche Art und Weise interpretiert. Ein normales Tippen wird von einem kräftigen Drücken unterschieden, wohl weil der Hersteller in der Armbanduhr eine Technologie verwendet, die erst im August patentiert wurde. Offizielle bestätigt hat Apple dies nicht, aber die Funktionsweise der Uhr lässt diesen Schluss zu.

Das Rädchen am Rand kann als Zoom-Ersatz verwendet werden und hat zudem einen mechanischen Klick, der als Alternative für den Home-Button interpretiert werden darf. Apple stellte am Abend (unserer Zeit) im Flint Center in Cupertino diverse Funktionen der Apple Watch vor, die davon Gebrauch machen. Eine Maps-App oder eine Fotos-Anwendung machen gleichermaßen davon Gebrauch.

Die Präsentation der Apple Watch hat neben der Nutzung von Fitness- und Gesundheits-Daten den Gebrauch im Alltag zum Ziel gehabt. Mittels Apple Pay lässt sich sogar über die Armbanduhr bezahlen. Weiterhin kann man zwischen den Uhren direkt kommunizieren über einen Messenger, der das simple Zeichnen von Nachrichten erlaubt oder den Austausch der Puls-Frequenz vornimmt. So wird der Puls von Person A gemessen und kann als Nachricht über Vibrationen dem Gesprächspartner übermittelt werden. Alternativ kann man neben Puls und Gezeichnetem auf Emojis oder Text als Ergebnis der Diktat-Funktion zurückgreifen.

Die Apple Watch wird, wenn es der Betreiber per App zulässt, das Öffnen von Hotelzimmer-Türen per Smartwatch erlauben. Analog dazu ist entsprechend die Automatisierung im eigenen Haushalt oder das Öffnen und Schließen des eigenen Autos denkbar. Während der Präsentation der Apple Watch wurde kurz eine App von BMW indirekt gezeigt, die den Ladestand des Akkus des eigenen Elektro-Autos anzeigte.

Für Linkshänder und Rechtshänder

Apples Smartwatch wird ohne Probleme von Links- wie Rechtshändern getragen werden können, das bestätigte der Anbieter bereits. Dazu kann man die digitale Armbanduhr umdrehen und die Bänder an den Seiten tauschen. Damit würden automatisch die Position der digitalen Krone und des Action-Buttons geändert.

Nachteile der Apple Watch?

Darüber hinaus gibt es allerdings auch Nachteile, die man nicht verschweigen sollte. Die Apple Watch in der ersten Generation ist nicht wasserdicht, sondern nur Wasser abweisend. Auch kann die Apple Watch nicht den Schlaf seines Trägers überwachen.

Außerdem hat Apple sich nicht über die Batterielaufzeit der Uhr geäußert. Angesichts der Tatsache, dass das Produkt erst 2015 auf den Markt kommt, hat man bis dahin noch Zeit, und benötigt sie offenbar, um an diesem Punkt Optimierungen vorzunehmen.

Update: Mittlerweile ist bekannt, wann (24. April) und zu welchem Preis (ab 399 Euro), die Apple Watch in Deutschland verkauft werden wird.

Apple Watch

 Apple Watch SportApple WatchApple Watch Edition
MaterialAluminiumEdelstahlGold
BodenKompositKeramikKeramik
GlasIon X-GlasSaphirglasSaphirglas
Gewicht (Gehäuse)25g/30g40g/50g55g/69g
ArmbandKunststoffKunststoff, Leder, EdelstahlKunststoff, Leder
Preisab 399 Euroab 649 Euroab 11.000 Euro
Die drei Apple-Watch-Modelle im Schnellvergleich. Bei dem günstigeren Sport-Modell kommen durchweg günstigere Materialien zum Einsatz.

Die Auflistung der Armbänder bezieht sich lediglich auf die direkt käuflichen Kombinationen. Grundsätzlich lassen sich separat zusätzliche Armbänder erwerben, so dass zum Beispiel die Apple Watch Sport ebenfalls mit einem Lederarmband ausgestattet werden könnte.

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