News & Rumors: 18. November 2014,

TRUSTe: Online-Shopping-Siegel für die Katz?

TRUSTe
TRUSTe - Logo

Das Marketing-Unternehmen TRUSTe hat als eines seiner Produkte ein Siegel für Online-Shops im Angebot, das gleich auf mehrere Standards aus den USA und Europa setzt, um die Sicherheit von Kundendaten zu verbürgen. Nun scheint es, als wäre das Alles die letzten Jahre überhaupt nichts Wert gewesen.

Vergleich mit FTC

TRUSTe hat in den USA mit der dortigen Handelskommission einen Vergleich geschlossen. Die US-Institution hatte eine Untersuchung angestrengt – nun musste TRUSTes Geschäftsführer Chris Babel allen Kunden eine bittere Wahrheit mitteilen, die als Ergebnis des Vergleichs mit der Federal Trade Commission (FTC) von seinem Unternehmen akzeptiert wurde.

TRUSTe hat Sicherheit von Kundendaten nicht überprüft

TRUSTe hat versäumt die Sicherheitsmechanismen einiger angeschlossener Unternehmen zu überprüfen, und zwar im Zeitraum von 2006 bis 2013. Es sind laut Eigenauskunft in einer Pressemeldung zum Vergleich mit der FTC all jene Kunden betroffen gewesen, die mit TRUSTe einen mehrjährigen Vertrag geschlossen hätten. Dies träfe auf lediglich 10% aller angeschlossenen Unternehmen zu. Doch das Ausbleiben der Überprüfung der Zertifikate bedeutet, dass eben diese 10 Prozent in den Folgejahren getrost gegen die Bedingungen hätten verstoßen können, und so zum Beispiel trotzdem Geschäfte mit Kundendaten machen.

TRUSTe hat Gemeinnützigkeit „vorgegaukelt“

Darüber hinaus hat TRUSTe 2008 seine Unternehmensform von einem gemeinnützigen Unternehmen in ein privatwirtschaftliches gewechselt. Zu diesem Zeitpunkt versäumte man es die angeschlossenen Partner anzuweisen, die TRUSTe-Siegel auf deren Webseite zwingend auszutauschen. Auf den „alten“ Siegeln wurde den Kunden noch vorgegaukelt, es handele sich bei TRUSTe um eine gemeinnützige Organisation.

Geldstrafe und drastische Auflagen für TRUSTe

Die FTC hat TRUSTe zum einen eine Geldstrafe in Höhe von $200.000 aufgebrummt. Darüber hinaus bekommt das Unternehmen die Auflage, keine Falschaussagen mehr bezüglich seiner Zertifizierungsprozesse oder deren Zeiträume zu machen. Bei Zuwiderhandlung droht abermals eine Strafe für jedes einzelne Vergehen in Höhe von $16.000. Doch damit noch nicht genug. Weiterhin muss TRUSTe der FTC in den kommenden 10 Jahren Auskunft über alle jährlich stattgefundenen Zertifizierungsprozesse geben.

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