News & Rumors: 8. Januar 2015,

Electronic Frontier Foundation veröffentlicht keine iOS-App

Electronic Frontier Foundation
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Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat bereits eine Android-App veröffentlicht, mit der man Nutzer für eigene Aktionen begeistern möchte. Eine solche App für iPhone und iPad wird es bis auf Weiteres jedoch nicht geben, weil sich die Organisation nicht mit Apples Entwickler-Bedingungen einverstanden erklärt.

Jeder Entwickler, der im App Store Apps veröffentlichen möchte, muss den Bedingungen Apples zustimmen. Die EFF tut das explizit nicht und verzichtet damit auf den Release einer eigenen App. Man stößt sich gleich an 6 Punkten innerhalb der Bedingungen.

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EFF stößt sich an Entwickler-Bedingungen

In jedem Fall will man Abschnitt 10.4 nicht akzeptieren, der Entwicklern untersagt, über die Entwickler-Bedingungen öffentlich zu sprechen. Die EFF argumentiert, die Entwickler-Bedingungen selbst seien von Apple in Abschnitt 10.1 explizit als „nicht“ geheim (confidential) eingestuft werden, entsprechend absurd sei die Forderung.

In Abschnitt 2.6 wird das Reverse Engineering untersagt. Laut EFF haben Gerichte dies für die Interoperabilität von Software auf verschiedenen Plattformen jedoch als „Fair Use“ im Sinne des US-Urheberrechts eingestuft.

Abschnitt 7.3 stößt der EFF böse auf, weil man darin Entwickler darauf festlegt, dass Apps, die mithilfe des offiziellen SDK erstellt wurden, ausschließlich im App Store veröffentlicht werden dürfen. Selbst wenn Apple die App ablehnte, dürfte man sie nicht in konkurrierenden App Stores wie Cydia (für Jailbreak-User) veröffentlichen, ohne dass Apple dagegen vorgehen könnte.

Abschnitt 3.2 (e) richtet sich in der Sache gegen den Jailbreak, soll aber verhindern, dass Entwickler in irgendeiner Form mit Apples Software oder Technologie hantieren, oder versuchen es anderen Leuten zugänglich zu machen.

Laut

Abschnitt 6.1

gilt, dass Apple jedes kleine Update erst abnicken muss, und handelt es sich dabei nur um den kleinsten Bugfix oder das Stopfen einer Sicherheitslücke. Laut EFF wird damit die Sicherheit des Nutzers gefährdet, weil Entwickler nicht schnell genug reagieren könnten.

Zu guter Letzt stößt sich die EFF noch an Abschnitt 8, in dem beschrieben wird, dass Apple quasi jederzeit jeder App ohne Angabe von Gründen den Stecker ziehen kann. Dies geschieht über das Ungültigmachen von Zertifikaten.

EFF zweigespalten über Apple

Eine eindeutige Position zu Apple hat die EFF nicht. Man kann also nicht sagen, dass die EFF Apple nur gut oder nur böse findet. Denn tatsächlich hatte die Organisation Apple im letzten Jahr mehrfach explizit gelobt wegen des Datenschutzes von Nutzerinformationen und der Sicherheit von Nachrichten und Kommunikation bei iMessage und Facetime. In Punkto Jailbreak lag man jedoch mit Apple immer schon im Clinch.

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