News & Rumors: 13. Januar 2015,

Reaktion Apples auf Missbrauch des Rückgaberechts bei iPhone- und iPad-Apps

iTunes App Store
iTunes App Store - Screenshot

Nutzer, die über Gebühr vom neuen Rückgaberecht in Apples App Store Gebrauch machen, werden in der Folge dazu angehalten zuzustimmen, dass ihnen dieses Rückgaberecht bei zukünftigen Käufen von Apps für iPhone, iPod touch und iPad nicht mehr zusteht.

Wie jetzt bekannt wurde hat Apple begonnen, Nutzern, die über Gebühr vom 14-tägigen Rückgaberecht Gebrauch machen selbiges zu entziehen. Dazu wird dem Nutzer ab einer bestimmten Storno-Quote eine Meldung beim Kauf einer App eingeblendet. Diese Einblendung informiert darüber, dass der Nutzer die App nur kaufen kann, wenn er zustimmt, dass sein 14-tägiges Rückgaberecht nicht mehr gilt. Damit entspricht Apple einer EU-Richtlinie und begeht keinesfalls Kundenprellung.

Unklar ist bislang lediglich, ab welcher Storno-Quote Nutzern diese Meldung angezeigt wird.

App Store - Hinweis auf Rücktritt vom Rückgaberecht

App Store – Hinweis auf Rücktritt vom Rückgaberecht

Entwickler sind die Dummen

Dass Nutzer das Rückgaberecht nicht dazu nutzen sollten, Apps und Inhalte für Lau zu bekommen, sollte vor allem im Hinblick auf die Entwickler und Inhalteanbieter geschehen. Denn selbst wenn Apple den Kunden den Kaufpreis zurückerstattet, erhalten die Developer ihren Anteil von 30% Provision nicht zurück. Das ist jedoch in anderen App Stores und beim Download von digitalen Videospielen und Software üblich.

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 4 Kommentar(e) bisher

  •  Jan (14. Januar 2015)

    Wie ist denn die Aussage zu der Provision zu verstehen?
    Ich kaufe eine App, davon erhält der Developer 70% und Apple 30%.
    Gebe ich sie zurück erhalte ich 100%, und sowohl Dev als auch Apple gehen leer aus hätte ich angenommen.
    Behält Apple tatsächlich die 30% ein, für die dann der Developer aufkommen muss?
    Das hieße ja, bei einer zurückgegebenen App zahlt der Developer 30% drauf, sozusagen eine Strafgebühr dafür, dass die App nicht so awesometacular ist, dass sich der Kunde entscheidet sie zu behalten.

  •  Alexander Trust (14. Januar 2015)

    Ja so ist das, aber so funktioniert das in Teilen auch in den anderen App Stores dieser Welt, auch bei digitalen Videospielen. Weshalb die Verkaufszahlen alleine gar nicht immer so relevant sind, wenn man die Stornoquote nicht kennt. Nur darüber spricht keiner. Allerdings muss man auch sagen, dass dies bei Apple sehr klar formuliert wurde in den Entwickler-Bedingungen, wohingegen andere Bedingungen sehr vage bleiben.

    Bei Android ist von Bankgebühren die Rede, die einbehalten werden können, und bei Software jenseits der $10 in jedem Fall einbehalten werden, weshalb sich Entwickler nicht alles Geld, was aus dem Rückerstattungskonto gebucht wird, automatisch und sofort zurückbuchen sollen (vgl. Absatz 3.7, https://play.google.com/about/developer-distribution-agreement.html). Darüber hinaus heißt es in Absatz 7.2, wenn Google die App deaktivieren musste, weil sie jmd. verleudmet, Urheberrechte verletzt, Persönlichkeitsrechte, usf., dann hat der Verkäufer Google alle Kosten zu erstatten, auch etwaige Banktransaktionsgebühren. Google behält sich dann vor, den Betrag von zukünftigen Verkäufen einzubehalten.

    Hier ist ein Beitrag, der die Situation bei Apple beschreibt: http://techcrunch.com/2009/03/25/apples-iphone-app-refund-policies-could-bankrupt-developers/

  •  Jan (15. Januar 2015)

    Sehr interessant, hätte ich nicht gedacht. Da reicht wohl die Markmacht um sich die Verträge mit den Developern „schönzuschreiben“.
    Vielen Dank für die ausführliche Antwort, spätestens jetzt würde ich eine App nur zurückgeben, wenn sie tatsächlich nicht funktioniert wie beschrieben.

  •  Alexander Trust (15. Januar 2015)

    Mit dem Einfluss hast du sicherlich Recht.


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