News & Rumors: 21. Januar 2015,

Microsoft stellt HoloLens vor, holographische VR-Brille

Microsoft HoloLens
Microsoft HoloLens

Auf einem Windows-10-Event hat Microsoft heute Früh (Ortszeit) ein neues Gadget namens HoloLens vorgestellt. Die durchscheinende Brille ist ein eigenständiger Computer mit Windows 10, der es Trägern erlaubt kabellos in ihrer Umgebung herumzugehen und Hologramme wahrzunehmen.

Microsoft hat mit der Vorstellung von HoloLens mit Sicherheit einige Leute überrascht. Noch dazu geht der Anbieter aus Redmond einen anderen Weg als beispielsweise Oculus Rift, das mittlerweile Facebook gehört, oder andere VR-Projekte. Denn Microsoft bindet den Nutzer nicht an ein Kabel und integriert die Umgebung in das virtuelle Erleben mit HoloLens mit ein, statt sie komplett auszuschließen und eine zweite Realität schaffen zu müssen.

So viel zur Theorie. In der Praxis handelt es sich um eine durchscheinende VR-Brille, an der Microsoft schon mehrere Jahre geforscht und entwickelt hat. Unterstützt wurde man dabei von Wissenschaftlern der NASA. Darin enthalten ist neben einer CPU und einer GPU noch eine neue HPU (Holographic Processing Unit), die Umgebungsdaten auswertet und immer weiß was der Nutzer gerade durch die HoloLens sieht und entsprechende Bilder anzeigt.

Gesteuert wird die HoloLens einerseits durch Gesten des Benutzers mit seinen Händen und zudem durch Sprachsteuerung. So kann der Nutzer ein spezielles Menü in einer Software via Sprache öffnen, dort ein Werkzeug auswählen, das er dann über die holographische Ansicht nutzen kann. Gesten zum Zoomen und Drehen von Objekten, wie man sie von Touchscreen-Geräten wie dem iPhone oder iPad kennt, unterstützt die Microsoft HoloLens ebenfalls.

Software vorgestellt

Auf der Bühne wurde von einer Microsoft Mitarbeiterin bereits die Software HoloStudio vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen speziellen Editor, mit dem man 3D-Objekte anfertigen kann und diese nach Abschluss thereotisch über einen 3D-Drucker ausgeben. Ein Quadrocopter, den die Mitarbeiterin auf diese Weise anfertigte, wurde so angefertigt und ebenfalls auf der Bühne präsentiert. Dabei war es jedoch wie so oft in Koch-Shows, dass manche Dinge bereits „vorbereitet“ waren. Denn die Elektronik konnte in dem Editor freilich (noch) nicht designt werden, sondern nur das Modell. Entsprechend fehlt noch der Schritt vom 3D-Druck zum fertigen Quadrocopter, den Microsoft am Abend einfach übersprang.

Wer während der Präsentation genau aufgepasst hat, der hat aber bereits erste weitere Apps wie bspw. Netflix entdeckt. Auf diese Weise würde Microsoft und könnten Inhalte-Anbieter die teuren Fernsehgeräte abschaffen und sich stattdessen auf die HoloLens zurückziehen, mit der man ein Bild auf jede freie Fläche projizieren kann.

Weiterhin wurden Beispiele aus dem Ingenieurswesen (Design von einem Motorrad-Tank am halbfertigen Zweirad), dem Gesundheitswesen (Operationen lernen ohne echte Modelle) oder sogar dem Bereich der Unterhaltung, speziell von Videospielen gezeigt. Dass auf einmal die eigene Wohnzimmerwand aufbricht und sich dahinter die Welt von Minecraft versteckt – so lautet die Vision von Microsoft.

Preis und Verfügbarkeit unbekannt

Welche Auflösung die HoloLens verwendet, ist bislang noch nicht bekannt. Zu welchem Preis sie angeboten werden wird und ein Veröffentlichungsdatum. Da die HoloLens auf Windows 10 setzt, ist mit einer Veröffentlichung nicht vor 2016 zu rechnen.

Das Versprechen von Microsoft lautet außerdem, dass die HoloLens total autark agiert. Laut Alex Kipman von Microsoft, werden weder irgendwelche Marker benötigt, um Räume abzumessen, noch externe Kameras und es soll außerdem kein Smartphone oder PC nötig sein, der die Rechenleistung übernimmt.

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 2 Kommentar(e) bisher

  •  Winzig Weich (22. Januar 2015)

    Oje, ich sehe schon wie Leute sich verletzten weil ihnen Bluescreens den Weg versperren. ;-)

  •  Alexander Trust (22. Januar 2015)

    ;) Na ja, die Brille ist ja durchscheinend, d. h. man sieht noch was und der Bluescreen wäre nur ein Hologramm. Man tät sich höchstens am Schrank stoßen, den man auf dem Weg zum Bluescreen vor lauter Begeisterung ignoriert.


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