News & Rumors: 12. Februar 2015,

Apple lässt Foxconn-Mitarbeitern Millionen US-Dollar zurückzahlen

Foxconn
Fließband-Produktion bei Foxconn

Der iPhone-Hersteller Apple hat Mitarbeitern bei Zulieferer-Firmen wie Foxconn oder Pegatron insgesamt fast 4 Millionen US-Dollar zurückzahlen lassen. Diese mussten den Zulieferern eine Gebühr entrichten, um den Job in den Fabriken überhaupt erst zu bekommen.

Apples Jeff Williams, Senior Vice President of Operations, hat mitgeteilt, dass Apple bereits im Oktober Änderungen an den Vorgaben für die Zusammenarbeit mit Zulieferer-Betrieben wie Foxconn oder Pegatron vorgenommen hat, was deren angestellte Mitarbeiter betrifft. Apple ist der Ansicht, dass die Firmen für die Kosten der Einstellung und Schulung der Mitarbeiter aufkommen müssen und nicht die Arbeitnehmer.

Laut Bloomberg hatte Apple schon vorher formuliert, dass die Zulieferer-Betriebe auf überhöhte Gebühren verzichten sollten, die in vielen Fällen einem Monatsgehalt oder mehr entsprachen. Die neuen Änderungen Apples an den Bedingungen zur Zusammenarbeit wurden von den Zulieferer-Betrieben nicht gut aufgenommen, trotzdem sollen sich alle daran gehalten haben.

Apple lässt Mitarbeiter entschädigen

Die Zulieferer-Betriebe wurden öffentlich durch Williams angezählt. Es sei vor kurzem ein Bericht (der 9te dieser Art) veröffentlicht worden, der Fehlverhalten anhand von Stichproben aufdeckt. Dabei wurden 633 Untersuchungen in über 19 Ländern angestellt, bei Zulieferer-Firmen, die für Apple arbeiten lassen. Dies entspricht 182 Untersuchungen mehr als noch 2013. Damit werden rund 1,6 Millionen Arbeiter abgedeckt. Das darin aufgedeckte Fehlverhalten würde den Unternehmen laut Williams zum ersten mal angerechnet.

Apple hat darauf bestanden, dass durch die Zulieferer, in Fällen, in denen diese Gebühr einem Monatsgehalt entsprach oder mehr, die Mitarbeiter die Gebühr zurückerstattet bekämen. Es soll sich um eine Summe von 3,96 Millionen US-Dollar handeln, die insgesamt mehr als 4500 ausländische Mitarbeiter betrifft, vorwiegend in Asien.

Diese Erstattung findet jedoch nicht erst seit heute statt, sondern Apple unternimmt diesen Schritt seit 2008. In dieser Zeit wurden mehr als 30 000 Mitarbeitern beinahe 21 Millionen US-Dollar zurückgezahlt. Die Dunkelziffer von Fällen, in denen dies nicht bekannt und moniert wurde, ist nicht überliefert.

Aus dem von Apple veröffentlichten Bericht geht außerdem hervor, dass 92 Prozent aller Betriebe sich an die Regel hielten, dass ihre Mitarbeiter pro Woche nicht mehr als 60 Stunden arbeiten dürften (2013 waren es noch 95 Prozent). Im Schnitt hätten die Mitarbeiter 49 Stunden pro Woche gearbeitet, wobei diejenigen, die mehr als 40 Stunden aktiv waren, im Schnitt bei 55 Stunden landeten.

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