News & Rumors: 27. März 2015,

Tim Cook enttäuscht von Anti-Homosexuellen-Gesetz in Indiana

Tim Cook
Tim Cook, Foto: Apple.

Apples CEO Tim Cook zeigte sich auf Twitter enttäuscht über die Entscheidung in Indiana ein Anti-Homosexuellen-Gesetz einzuführen und appellierte an den Gouverneur von Arkansas ein ähnliches Gesetz nicht zu verabschieden.

Gesetz in Indiana diskriminiert Homosexuelle

Im US-Bundesstaat Indiana gibt es seit kurzem ein neues Gesetz, das es Ladenbesitzern erlaubt Schwule und Lesben ihrer Geschäfte zu verweisen – Alles unter dem Deckmantel „religiöser Freiheit“. Denn das Gesetz lautet „Religious Freedom Restoration Act“. Fühlt sich ein Geschäftsinhaber in Indiana von Homosexuellen in seiner Religion angegriffen, kann er ihnen Hausverbot erteilen und ein Geschäft mit ihnen ablehnen. Gouverneur Mike Pence hatte den „Religious Freedom Restoration Act“ Anfang der Woche unterzeichnet und ihm damit zu Gesetzeskraft im Bundesstaat Indiana verholfen.

Gouverneur von Arkansas will ähnliches Gesetz unterzeichnen

Ein ähnliches Gesetz hat bereits den Senat im US-Bundesstaat Arkansas durchlaufen und wird dem dortigen Gouverneur Hutchinson zur Unterzeichnung vorgelegt werden, der bereits angekündigt hatte, es unterschreiben zu wollen. Er ist der Meinung, dass das Gesetz der religiösen Freiheit eine hohe Priorität beimisst und dies als Teil der Ausgewogenheit ansieht.

In den USA wird die religiöse Freiheit als Teil der Geschichte des Landes sehr groß geschrieben. Während dies durchaus positive Erscheinungen hat, gibt es in den USA aber sehr viele Sekten, die aus eben denselben Gründen teils sogar offen mit Verschwörungstheorien gegen den Staat opponieren und in der Vergangenheit Bombenanschläge verübten. Andere lehnen die Evolutionstheorie ab und nehmen entsprechend Einfluss auf das Bildungssystem. Nun wird mit der „religiösen Freiheit“ in den USA die Homophobie offen ausgelebt.

Tim Cook enttäuscht

Apples Tim Cook zeigt sich auf Twitter enttäuscht. Apple sei offen für Jedermann. Man hoffe nun, dass sich der Gouverneur von Arkansas zu einem Veto entscheide.

Cook ist nicht der einzige Vertreter des Silicon Valley, der das neue Gesetz in Indiana ablehnt. Mark Benioff, Geschäftsführer von Salesforce kündigte an, dass eigene Unternehmen würde weder Mitarbeiter noch Kunden nach Indiana schicken um dort Diskriminierung ausgesetzt zu werden. Man wolle notfalls wirtschaftliche Sanktionen gegen den Bundesstaat ausüben, in der Form, dass man am Standort, in den man 2007 investiert hat, auf Marketing-Events und Konferenzen verzichten wird, die der Wirtschaft vor Ort Geld einbrächten. Seine Firma könnte eine solche Gesetzgebung nicht unterstützen.

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