Kommentar: 27. Mai 2015,

Hallelujah: OS X 10.10.4 Beta ohne „discoveryd“

MacBook Pro 15
MacBook Pro 15 mit OS X Yosemite

In einem Kommentar muss man gemeinhin seine Meinung zum Ausdruck bringen. Doch ich möchte zunächst meine Freude darüber mitteilen, dass Apple in der Beta 4 von OS X 10.10.4 den fehlerbehafteten DNS-Hintergrunddienst „discoveryd“ entfernt hat.

Offenbar hat Apple einsehen müssen, dass nicht alles in OS X Yosemite so funktioniert, wie man sich das vorstellt. In der jüngst veröffentlichten Beta 4 von OS X 10.10.4 fehlt ein Hintergrunddienst namens „discoveryd“, der bei hunderten und tausenden Nutzern zu Fehlern mit der Internetverbindung geführt hat. Wann immer der eigene Browser, ganz egal wie er heißt (Safari, Chrome, Firefox, etc.) unter OS X Yosemite gemeldet hat, er könne eine Webseite nicht aufrufen, war die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Problem mit „discoveryd“ zusammenhing. Gleiches galt für die Verweigerung der Funktion von Mail-Programmen, RSS-Readern und Co. Der Service „discoveryd“ verarbeitete systemweit DNS-Anfragen und war damit, wie es scheint, häufig überfordert.

100% CPU-Auslastung von „discoveryd“

Denn öffnete man in einem Fall, da die Webseiten mal wieder nicht aufgerufen werden konnten, die Aktivitätsanzeige, stellte man fest, dass „discoveryd“ 100% CPU-Auslastung produziert. Sobald man den Service „abgeschossen“ hatte, erholten sich alle DNS-basierten Dienste wie Mail, RSS-Reader und eben Browser.

In der jüngsten Beta von OS X 10.10.4 wird anstelle von „discoveryd“ nun „mDNSResponder“ verwendet, wie Benjamin Mayo anmerkt, ein Service, der bereits unter OS X Mavericks und davor im Einsatz war. Man kann nur vermuten, warum Apple diesen Schritt getan hat. Doch nur, weil der Service in der aktuellen Beta ausgetauscht wurde, bedeutet dies nicht, dass er nicht in der Zukunft zurückkehrt. Apple hatte vor, die DNS-Verwaltung zu erneuern, und sich offenbar zu viel vorgenommen.

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