News & Rumors: 4. Juni 2015,

Mit Barzahlung GEZ-Gebühr boykottieren?

News
News

Norbert Häring ist Wirtschaftsjournalist. Er möchte aus Protest die GEZ-Gebühr in bar bezahlen, und ruft alle Deutschen auf, es ihm gleichzutun.

Im Februar 2015 hat Norbert Häring seine Einzugsermächtigung bei der GEZ widerrufen. Auf eine Aufforderung, das Geld doch bitte zu überweisen, antwortete Häring im März dieses Jahres schriftlich, er möchte den Rundfunkbeitrag bar bezahlen. Der Wirtschaftsexperte zitiert in dem Schreiben an die GEZ den Paragraphen 14 des Bundesbankgesetzes, der vorsieht, dass in Deutschland Euro-Banknoten das „einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel“ sind. Häring hofft, dass die GEZ auf dieser Begründung fußend die Barzahlung akzeptieren „muss“. Fall man auf die Banküberweisung oder den Bankeinzug bestehen wollte, sollte die GEZ ihm die gesetzliche Grundlage dafür schildern.

Gebühren würden Gebühren auffressen

Seit seinem Schreiben vom 22. März 2015 wartet Häring auf Antwort von der GEZ. Er vermutete daher in seinem Blog, dass die Institutionen es auf sich beruhen lässt, weil die Bareinzahlung von GEZ-Gebühren mit erheblichen Gebühren bei Banken verbunden ist, die vom Empfänger zu leisten wären. Ein Leser, der sein „Barzahlungsexperiment“ verfolgte, wies Häring jedoch darauf hin, dass die nicht gezahlten Gebühren auf seinem Konto angehäuft würden, bis sie in etwa eine Summe von 170 Euro erreichen. Erst dann würde der Beitragsservice die Gebühren zwangsvollstrecken. Häring hofft, dass es soweit kommt, damit er klagen kann.

Aufruf zum Mitmachen

Entsprechend formuliert Häring einen Aufruf zum Mitmachen. Würde jeder Bürger auf sein Recht zur Barzahlung pochen müsste entweder die GEZ Stellen zur Entgegennahme der Gebühren einrichten, was mit erheblichem Gebührenaufwand verbunden wäre, oder würde eventuell versuchen die Gebühren mittels Inkasso und Gerichtsvollzieher einzutreiben. Dann allerdings würde Häring dagegen klagen.

Trotz dieses Experiments ist Häring grundsätzlich für öffentlich-rechtlichen Rundfunk, sieht aber durch die Zwangsabgabe eine indirekte Steuer, die sozial unausgewogen ist, weil sie die Wenigverdiener genauso hoch belastet wie Reiche.

Artikel bewerten

Ähnliche Beiträge

Apple arbeitet an Prototyp für Siri-Lautsprecher Berichten zufolge testet Apple derzeit einen ersten Lautsprecher-Prototypen, der mit Sensoren zur Gesichtserkennung ausgestattet ist. Genau wie bei Am...
Gerücht: Apple an Motorradhersteller Lit interessi... Nach den Gerüchten über eine mögliche Übernahme oder Partnerschaft mit McLaren gibt es nun neue Berichte, nach denen Apple am Motorradhersteller Lit M...
Deutsche Umwelthilfe droht Apple wegen Elektroschr... Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat ein Rechtsverfahren gegen Apple eingeleitet. Nach eigener Aussage weigert sich Apple, Elektroschrott zurückzunehmen...
Keine News mehr verpassen! Unsere App für iOS und Android mit praktischer Push-Funktion.






Zuletzt kommentiert



 6 Kommentar(e) bisher

  •  Robin (5. Juni 2015)

    Interessante Variante, aber nicht notwendig.

    Ich habe letzten Oktober den Beitragsbescheid gemäß Urteil des LG Tübingen 19.05.2015 für nichtig erklärt. Fordern Sie beim Beitragsservice einfach mal einen g ü l t i g e n Bescheid an, damit Sie dem widersprechen und den Klageweg bestreiten können. Seither habe ich weder vom Beitragsservice noch sonst einem dazu etwas gehört.

  •  Robin (5. Juni 2015)

    Urteil LG Tübingen vom 19.05.2014 nicht 2015!

  •  Stefan (7. Juni 2015)

    Eine total dumme und kindische Aktion. Wie würden wohl Zeitungsverlage reagieren, wenn man die Abo-Gebühr auf diese Weise bezahlen möchte?????

  •  Alexander Trust (7. Juni 2015)

    @Stefan: Bei Zeitungsverlagen meldest du dich freiwillig an und unterschreibst einen Vertrag, in dem du vorher allem zustimmst. Bei der GEZ hat dich niemand gefragt. Rein rechtlich sollte da also bei Herrn Häring die Argumentation nachvollziehbar sein. Er sucht nach einem Weg, dem Zwang zu entkommen. Nicht weil er die GEZ nicht bezahlen will, sondern weil er sie ungerecht findet.

  •  Onkel-latto (7. August 2015)

    Hallo Leute,

    ich habe dem Beitragsservice mit der Aufforderung zu Barzahlung geantwortet. Die Antwort kam prompt. In diesem Schreiben schließt der Beitragsservice die Barzahlung zum einen definitiv aus und zum zweiten verweisen die auf die Barzahlung bei einer Bank. Die dabei entstehenden Gebühren müsse ich selbst tragen.

    Meine Frage nun, was ist an der Barzahlung wirklich dran? Müssen die mir die Möglichkeit geben, bei einer Barzahlung keine Gebühren zu entrichten?

  •  Alexander Trust (7. August 2015)

    @Onkel-latto: Ich bin kein Anwalt, aber ich denke, das müssten sie nicht.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>