Kommentar: 24. Juni 2015,

Affiliate-Marketing: Base mobbt Partner aus Programm

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Die Affiliate-Marketing-Abteilung des Mobilfunk-Anbieters Base scheint Spaß daran zu haben, seine Partner aus dem Programm zu mobben. Nur weil Webseiten kein entsprechendes Banner veröffentlichen wollten, wurde ihnen der Zugang nun gekündigt.

Affiliate-Marketing ist zeitaufwändig für Webseiten, die in erster Linie Content produzieren, so wie beispielsweise Macnotes. Anders ist es bei Preissuchmaschinen wie Idealo oder Guenstiger oder Gutschein- oder Gewinnspielwebseiten, die XML-Feeds mit Katalogdaten abonnieren und die Preise und Beschreibungen automatisiert in ihre Systeme einpflegen. Es gibt sogar Affiliate-Programme, die entsprechende APIs für die Verarbeitung von Daten bereitstellen.

Macnotes bietet jedoch in erster Linie Inhalte an. Wir sind keine Schnäppchenseite wie MyDealz. Wenn Saturn aber einen iPod shuffle im Angebot hat für nicht mal 24 Stunden, so wie just heute im Late-Night-Shopping, und ich aber keine Zeit finde, macht es nur wenig Sinn, einen vollständigen Beitrag dazu zu formulieren. Wenn E-Plus mal ein Smartphone im Angebot hatte und dieses etwas länger dauerte, haben wir schon mal einen Beitrag dazu veröffentlicht.
Wir könnten zusätzlich noch einen Preisvergleich anbieten oder einen Überblick über Mobilfunktarife, doch in jedem Fall würde es sich dabei vorwiegend um „Textlinks“ handeln. Die sind dem Affiliate-Team von Base aber zu wenig. Der Anbieter schrieb irgendwann in den letzten Wochen seine Affiliate-Partner anonymisiert an, und bat darum, ein Banner XY auf der eigenen Webseite einzubinden und einen Screenshot davon anzufertigen. Ich gebe offen zu, diese Mail habe ich überlesen – bei täglich bald tausend E-Mails von Schutzhüllenhersteller XY, Presseabteilungen diverser Hardware- und Zubehör-Hersteller, Spam, und ja auch von Affiliate-Anbietern, muss man Prioritäten setzen. Nur wenn man alle davon gleichermaßen auswertet, kann man die redaktionelle Arbeit nicht mehr gewährleisten.

„Hallo lieber BASE Partner,

alles hat einmal ein Ende… und so endet nun auch unser Frühjahrsputz.

In den letzten Monaten hatten wir Dich gebeten, uns einen
Screenshot Deiner Einbindung eines BASE Banners per E-Mail zu zusenden.

Wie wir Dir auch im Laufe der Aktion mitgeteilt haben,
müssen wir mit Partnern, die daraufhin kein Interesse zeigen, die
gemeinsame Partnerschaft beenden. Leider haben wir von Dir bisher keine
E-Mail erhalten.

Aus diesem Grund müssen wir Dich nun weiterschlafen lassen
und Dir leider auch mitteilen, dass wir die Partnerschaft mit Dir
beenden.

Gerne kannst Du Dich an uns wenden, sollten Dir
Herausforderungen die Möglichkeit geraubt haben, uns Deine
Wiederaufnahme der Bewerbung mitzuteilen.

Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg.
Dein BASE Affiliate Team“
BASE Affiliate-Team

Dazu kommt, dass im Fall von Macnotes der Werbevermarkter IQdigital die Bannerwerbung bei uns koordiniert und wenn über ihn keine Buchungen anstehen, wird unser Adsense-Code ausgeliefert. Es gibt sicherlich einige Webseiten, die einen Werbevermarkter nutzen, allein im konkurrierenden Umfeld von Macnotes kenne ich einige. Doch in jedem Fall sind wir also bei der Unterbringung zusätzlicher Werbebanner eingeschränkt handlungsfähig, was nicht heißt, dass ich das Banner untergebracht hätte, nur um das Base-Affiliate-Team zufriedenzustellen.
Es kann meiner Meinung nach Partner nicht derart „erpressen“, dass es, wenn diese keine Bannerwerbung anzeigen, sie aus dem Programm wirft. Dann verzichten wir eben auf die Möglichkeit, für Base zu werben, das macht die Haus- und Hof-Zeitung Curved.de sowieso viel besser.

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 9 Kommentar(e) bisher

  •  Olaf (24. Juni 2015)

    Eine solch hochnäsige und unverschämte Behandlung von Partnern ist mir bis jetzt in keinem anderen Affiliateprogramm passiert. Man sollte die Partner motivieren mit einem und für einen zu arbeiten anstatt diese abzuschrecken. Gute Partner gewinnt man und vor allem hält man durch gute Kommunikation und ein faires miteinander. Sind Partner nicht motiviert einen Link, ein Banner oder Ähnliches online zu stellen, dann werden sie ihre Gründe haben. Man sollte hier nach den Gründen fragen und diese beseitigen anstatt den Partner zu verprellen.

  •  Alexander Trust (25. Juni 2015)

    @Olaf: Dem kann ich nur zustimmen.

  •  Max (25. Juni 2015)

    Im Zusammenhang mit Eplus wundert mich sowieso nichts mehr.
    Wenn ich sehe wie der Handelspartner vor Ort behandelt wird, kann ich nur noch den Kopf schütteln!

    Das Verhalten von Eplus scheint Methode zu haben, wenn es zwischenzeitlich auch die WEB-Partner trifft.

  •  Karl (29. Juni 2015)

    Tja, hoffentlich wird der Lden einfach mal boykottiert von anderen Affiliates… damit die merken, dass es nicht nach deren Nase geht. Eplus sollte mal Affiliate-Manager einstellen die von der Thematik Affiliate Marketing Ahnung haben…

  •  Christian (29. Juni 2015)

    Habt ihr denn überhaupt Sales und Klicks über das PP von Base?
    Ich nehme mal an, dass die nur die ganzen inaktiven Accounts löschen wollen. Ich denke eine kurze Mail reicht und alles ist wieder in Ordnung. Ich selbst habe die Banner Mail auch bekommen Und wurde noch nicht rausgeworfen, da ich Sales und Klicks generiere. Im übrigen gab es sogar noch ein Anreiz von Base im Form von 5 Euro, damit man aktiv wird.

  •  Alexander Trust (29. Juni 2015)

    @Christian: Es ist okay, wenn sie das so handhaben wollen. Ist ja schließlich ihr Laden. Ich hab ja im Text geschrieben, dass man so viele Webseiten aus unterschiedlichen Gründen nicht berücksichtigt. Affiliate-Marketing ist nicht nur für Powerseller da, die hunderte Artikel pro Monat verkaufen, sollte es jedenfalls nicht. Wir können mit regulärer Bannerwerbung, die über unsere Agentur vermittelt wird, mehr Geld verdienen als bei niedriger Konversion, die es nunmal in diesen Segmenten gibt. Stammleser haben schon ein Handy, es kommt selten zum Abschluss, und das muss man dann berücksichtigen. Über Textlinks bei speziellen Angeboten kann man das machen, für unsere Webseite, aber das kommt 2, 3 mal im Jahr vor.

    Nur hier ging es ja gar nicht darum. Es war klar, wer das Banner nicht einbindet, fliegt. Das grenzt an Erpressung, irgendwie, oder wie siehst du das?

  •  Christian (29. Juni 2015)

    @Alexander: Ich hab den Banner nicht integriert und bin trotzdem noch drinne. Das mit dem Banner war nur ein Testberichte welche Publisher aktiv Sind Und welche nicht. Da ihr weder den Banner kurz eingebaut habt noch aktiv in Form von Sales / Klicks das PP von Base bewerbe wurdet ihr als inaktiv für das PP eingestuft mit der Option Euch jederzeit wieder anzumelden. Ich finde das vollkommen in Ordnung, da die Reduzierung auf die aktiven Accounts eine bessere Betreuung gewährleistet wird. Das hoffe ich zumindest.

  •  Alexander Trust (29. Juni 2015)

    @Christian: Ja, das ist natürlich das übliche Scheinargument. Zeilen in Tabellen in der EDV machen sehr viel Arbeit. #hust Standardisierte E-Mails werden nicht besser oder schlechter, ob man sie an 100, 1000 oder 10 000 Leute schickt. Den Text entwerfen sie einmal. Ich kenne kein Affiliate-Programm, bei dem die Newsletter personalisiert werden, außer natürlich der Name über eine Serienbrief-Funktion. Auf Rückfragen müssen die Mitarbeiter sowieso spontan reagieren, das hat nichts mit dem Versand zu tun. Nur wenn man die Leute dann aus dem Programm kegelt, werden sie auch nicht 1, 2 mal im Jahr eine Rückfrage stellen.

    Ich werde mich sicher nicht an einem Freitag anmelden, wenn E-Plus übers Wochenende ein Angebot hat, um dann festzustellen, dass von den Marketing-Männchen keiner mehr arbeitet. Das hab ich mehr als einmal erlebt, nicht nur im Bereich Telekommunikation, und macht Affiliate-Marketing so kompliziert für Webseiten mit wenig Konversionen. Ich erwähnt im Text, dass wir hier nicht MyDealz sind und nicht sein wollen. Diese Firmen wollen schließlich etwas von uns, nämlich Werbung. Ich habe das mal bei Saturn erlebt und bei O2 und bei einem Anbieter von Onlinegames… es gab ein Angebot, ich surfte im Netz nach dem Affiliate-Programm, meldete uns an und musste auf manuelle Freischaltung warten. Spontan konnten wir also das Angebot nicht wahrnehmen, es war vorbei. Dann wirst du danach akzeptiert, und es gehen Monate ins Land, bis mal wieder ein Angebot für dich passt. Wir werden unseren Lesern hier keine DVDs, Waschmaschinen oder Fernseher als Angebot präsentieren. Und auch bei kurzfristigen Angeboten, die eben nur 24 Stunden laufen, ist ein Tweet manchmal besser, nur die Konversion ist halt gering. Nur „mich“ stört das nicht, denn Kleinvieh macht auch Mist, und schließlich sammelt man dann, bis die Auszahlungsgrenzen erreicht sind. Nur wenn du vorher vom Anbieter gekickt wirst, weil ihm deine Handvoll Konversionen im Jahr zu wenig sind, dann ist das halt so. Sinnvoll finde ich das wie beschrieben nicht.

  •  gbkom (4. Juli 2015)

    Also den Spruch „Aus diesem Grund müssen wir Dich nun weiterschlafen lassen und Dir leider auch mitteilen, dass wir die Partnerschaft mit Dir beenden.“ finde ich mehr als nur frech. So geht man nicht mit Partnern um.

    Wenn die wissen wollen, wo ihre Banner stehen, dann sollen die selber nachsehen…
    jm2c

    P.S.: Tolle Site! Danke Alexander!


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