Pixel C: Android-Tablet von Google vorgestellt

Alexander Trust, den 30. September 2015
Google Pixel C
Google Pixel C

Google hat neben den beiden neuen Smartphones Nexus 5X und Nexus 6P ein neues Tablet vorgestellt. Das Pixel C bietet, wie gemutmaßt, ein 10,2 Zoll großes Display.

Das Pixel C nutzt nicht etwa Chrome OS, sondern Android 6 Marshmallow als Betriebssystem. Trotzdem bietet das Produkt ein ähnliches Design wie bisherige Pixel-Notebooks mit Chrome OS.

Es bietet bei einer Auflösung von 2560 x 1800 Pixel und eine Pixeldichte von 308 ppi. Die Helligkeit wird mit 500 nits angegeben. Angetrieben wird das Tablet von Nvidias X1 Vierkern-Prozessor und einer individuell gefertigten Maxwell-GPU. Darüber hinaus bietet das Tablet 3 GB RAM.

Tastatur von Magneten gehalten

Als Zubehör zum Tablet verkauft Google eine ansteckbare Tastatur, die entweder eine Leder- oder eine Aluminium-Oberfläche nutzt. Die Tastatur wird zum Preis von 149 US-Dollar angeboten. Das Keyboard wird magnetisch am Gehäuse gehalten. Es ist möglich, die Tastatur auf zwei Arten an das Tablet zu stecken, sodass man das Gerät entweder wie ein Tablet, oder aber ein Laptop aufstellen kann. Ein Trackpad fehlt auf der Tastatur jedoch, weshalb man das Touchscreen-Display als Alternative für die Steuerung eines eventuellen Cursors nutzen muss.

Die Tastatur ist dem 10,2-Zoll-Formfaktor wegen nicht auf normalem Desktop- oder Laptop-Niveau. Die Pfeiltasten sind verkleinert und es gibt keine Funktionstasten auf ihr. Die Enter-Taste ist ähnlich derjenigen auf Apple-Tastaturen ein schmales Rechteck hochkant gestellt. Ist die Tastatur angesteckt, merkt die Software dies und passt die Bedienung entsprechend an. Außerdem kann man die Tastatur im Winkel von 100 bis 135 Grad nutzen. Trennt man die Tastatur vom Tablet und nutzt sie als Deckel für das Pixel C, dann wird sie per Induktion automatisch über das Tablet geladen. Google gibt an, dass die Tastatur bis zu zwei Monate mit einer vollen Ladung aushält.

Audio und Anschlüsse

Google spendiert dem Tablet einen USB-C-Anschluss, der genutzt werden kann zum Laden oder zur Datenübertragung. Darüber hinaus nutzt es vier Mikrofone um die erweiterte Sprachsteuerung zu unterstützen und bietet zwei Lautsprecher.

Erster Eindruck

Ausländische Journalisten hatten bereits die Gelegenheit, das Gerät auf dem Special-Event auszuprobieren und sind bislang nicht beeindruckt. Bei Ars Technica heißt es, das Tablet sei plump und bei der Vermarktung als Laptop-Ersatz würde das Fehlen des Trackpads negativ zu Buche schlagen. Doch Androids Support für Trackpads sei insgesamt eher bescheiden und bislang ein Laptop mit Chrome OS die bessere Wahl.

„Overall, the Pixel felt clunky. The lack of a trackpad on hardware like this is really disappointing, but Android’s trackpad support is awful anyway. (…) We’ve thought that with every new Nexus tablet though, and Google’s tablet support never seems to get any better. We’d rather have a Chrome OS laptop.“
Ars Technica

Preis und Verfügbarkeit

Das Pixel C wird rechtzeitig vor Weihnachten in den Handel kommen, also dem iPad Pro Konkurrenz im Weihnachtsgeschäft machen und zudem günstiger angeboten werden. In der Basisausstattung mit 32 GB Speicher kostet das Tablet 499 US-Dollar. Die Verdopplung des Speichers auf 64 GB kostet 100 Dollar mehr.


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