News & Rumors: 14. Dezember 2015,

Steuersparmodell Apples in Irland weiter auf dem Prüfstand

Tim Cook
Tim Cook, Foto: Apple.

Die untersuchenden Gremien haben ihre Prüfung von Apples Steuersparmechanismen in Irland sowohl verlängert als auch ausgeweitet.

Eine lang angelegt Untersuchung zu Apples Steuersparmodell in Irland wurde ausgeweitet. Die EU-Kommission möchte weitere Informationen von Irlands Regierung einholen. Dies berichtet die Financial Times. Somit wird die Untersuchung sehr wahrscheinlich ins kommende Jahr hinein ausgeweitet. Ursprünglich war für dieses Jahr eine Entscheidung erwartet worden. Angesichts der neuerlich eingegangenen Fragen scheint dies unmöglich. Entsprechend sagte ein Regierungssprecher, dass man annimmt 2015 kein Ergebnis der EU-Kommission mehr zu erhalten.

Sollte die Untersuchung zu Ungunsten Apples ausgehen, würde das Unternehmen aus Cupertino Milliarden an Euros an Steuern nachzahlen müssen. Der iPhone-Hersteller hatte von der Regierung ein Angebot erhalten, sollte man eine Niederlassung in Irland eröffnen, würde man statt der üblichen 12,5% Unternehmenssteuer nur 2,5% zahlen müssen.

Irland womöglich schuldig

Ziel der Untersuchung ist herauszufinden, ob dieses Abkommen rechtmäßig ist. Sollte ein negatives Urteil gefällt werden, dann wäre allerdings nicht Apple schuldig, sondern Irland, das ein solches Angebot unterbreitet hat. Apple müsste lediglich Steuern nachzahlen, rückwirkend für die letzten 10 Jahre. Schon im April hatte Apple seine eigenen Aktionäre auf diesen Umstand hingewiesen, und davor gewarnt, dass es zu einer solchen Nachzahlung kommen könnte. Analysten hatten jedoch schon bemerkt, dass Apples Gewinn sich deswegen nur wenig reduzieren würde.

Irland hatte außerdem bereits Änderungen angekündigt, sodass neben Apple auch andere Technologie-Firmen, die besonders besteuert wurden, in absehbarer Zeit den gleichen Unternehmenssteuersatz von 12,5 Prozent werden zahlen müssen.

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