News & Rumors: 30. Dezember 2015,

Spotify vor $150 Millionen Sammelklage

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Der Musik-Streaming-Service Spotify sieht sich möglicherweise einer Sammelklage ausgesetzt. Musiker David Lowery strebt eine solche vor dem Bezirksgericht Kaliforniens an und möchte Spotify zudem verbieten Musik zum Streaming anzubieten, ohne vorher zu fragen.

Spotify betreibt in manchen Fällen eine sogenannte „präemptive“ Strategie, wenn es darum geht, Musik auf der Plattform anzubieten. Und zwar bietet man diese bereits seinen Kunden an, noch ehe man sich mit den Rechteinhabern auf ein Geschäft geeinigt hat. Möglich wird dieses Vorgehen wohl nur, weil einige der großen Musikstudios direkt in der Plattform investiert sind.

Musiker klagt

David Lowery (Cracker, Camper Van Beethoven) hat nun in Kalifornien vor dem Bezirksgericht Klage eingereicht (vgl. Klageschrift, PDF). Lowerys Argumentation zufolge verbreitet und reproduziert Spotify Musik ohne den Urheber ausfindig gemacht zu haben, um diesen zu entlohnen und/oder über die Absicht der Verbreitung der Musik in Kenntnis zu setzen.

Das Branchenmagazin Billboard berichtet, dass Spotify derzeit dabei sei, eine Einigung mit der National Music Publishers Association (NMPA) wegen des Vorwurfs der „vorsorglichen“ Verbreitung von Musik, ohne bereits erzielte Lizenzvereinbarung, zu erzielen. Spotify hat laut einem Insider für dieses ungesicherte Vorgehen einen internen Fonds angelegt, in dem zwischen 17 und 25 Millionen US-Dollar „gebunkert“ würden, um entsprechende Forderungen abzugelten, wenn man mit den Lizenzgebern irgendwann zu einer Einigung gekommen ist.

Spotify PR-Mitarbeiter Jonathan Prince versuchte gegenüber Ars Technica die Wogen zu glätten. Gerade in den USA sei es nicht einfach, den Urheber mancher Musik ausfindig zu machen, weil entsprechende Datensätze unvollständig seien oder komplett falsch. Aus diesem Grund würde man Rücklagen bilden, um unmittelbar nach Bekanntwerden des Urhebers diesem die zustehenden Tantieme zu zahlen.

Erst fragen, dann nutzen

Damit bestätigt Prince das Vorgehen Spotifys gegen das Musiker David Lowery hofft in einer Sammelklage vorgehen zu dürfen. Geht es nach ihm, muss Spotify erst fragen, bevor es die Musik auf seiner Plattform nutzen kann.

Er ist der Meinung, dass die Klage gegen Spotify schnell einen Streitwert von 150 Millionen US-Dollar erreichen kann, wenn sich ihm andere Geschädigte anschließen dürften.

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