News & Rumors: 3. Mai 2016,

Brasilien: WhatsApp soll 72 Stunden lang gesperrt werden

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100 Millionen Nutzer von WhatsApp in Brasilien müssen drei Tage lang ohne den Messenger auskommen, denn ein Gericht hat von den fünf größten Netzbetreibern gefordert, dass sie die Daten von WhatsApp auf Eis legen. Der Grund: WhatsApp konnte und wollte keine Nutzerdaten rausrücken, die im Rahmen einer Ermittlung zum Drogenhandel angefragt wurden.

Verschlüsselung ist schuld

Der Messenger WhatsApp, der mittlerweile zu Facebook gehört, erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. In Brasilien wird man nun drei Tage lang ohne ihn auskommen müssen, denn WhatsApp wollte den Ermittlern nicht helfen, einen Fall im Drogenhandel aufzuklären. Das ist für sich genommen nichts Neues, denn auch schon im letzten Jahr hat sich WhatsApp geweigert, Kundendaten herauszugeben, was eine Sperre von 48 Stunden zur Folge hatte, die aber schon wegen Unverhältnismäßigkeit am nächsten Tag wieder aufgehoben wurde.

Im aktuellen Fall kann sich WhatsApp bzw. Facebook darauf berufen, dass sie nicht einmal dann helfen könnten, wenn sie das wollten. Denn seit dem letzten Update sind alle Versionen von WhatsApp mit einer Punkt-zu-Punkt-Verschlüsselung ausgestattet, laut Hersteller kann niemand außer den Kommunizierenden die Nachrichten lesen oder die Telefonate mithören.

Verschlüsselung ist Behörden ein Dorn im Auge

Überhaupt sind Ermittlungsbehörden und Regierungsvertreter nicht gut auf Verschlüsselungen zu sprechen, die sie nicht umgehen können. Nicht nur in Brasilien kam es daher schon zu Schritten wie dem Vorschlag, verschlüsselte Technologien zu verbieten. Auch in den USA und in Großbritannien sind derartige Gesetzesentwürfe auf dem Weg.



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