News & Rumors: 10. Juni 2016,

LTE: Schnell genug als DSL-Ersatz

Belkin N150
Belkin N150 - Wireless Router

In Deutschland hat man sich viel vorgenommen: Breitband für alle. Die Rahmenbedingungen sind dabei eher schwammig formuliert – für Telekommunikationsanbieter ist daher die einfachste Lösung, auf Mobilfunk zu setzen. Und tatsächlich: LTE kann durchaus schon heute als Festnetzersatz dienen.

Internet Zuhause – wie?

Es gibt mittlerweile einige Technologien, mit denen man Zuhause ins Internet kommt. Immer noch weit verbreitet ist DSL, das über die Telefonleitung kommt. Problematisch ist hieran aber, dass der Ausbau von DSL in vielen Gebieten zu wünschen übrig lässt. Weiterhin ist Internet über das Fernsehkabel möglich. Aber auch hier muss der Kabelanbieter für den entsprechenden Ausbau sorgen. Am einfachsten geht es drahtlos via Mobilfunk.

Mit LTE ins Netz

LTE ist der aktuelle Standard beim Mobilfunk. Aber man kann nicht nur mit einem Handy im LTE-Netz surfen. Die meisten Router besitzen einen USB-Anschluss, an den man einen Surfstick nebst SIM-Karte anschließen kann. Über den kann man dann drahtloses Internet beziehen. Für alle, bei denen LTE die einzige Möglichkeit ist, an schnelles Internet zu kommen, gibt es sogar schon LTE-Router.

LTE erlaubt derzeit Geschwindigkeiten von bis zu 150 MBit/s. Damit ist LTE eine ernstzunehmende Alternative zum „klassischen“ Festnetz-Internet. Einziger Stolperstein ist nur der Mobilfunk-Tarif, den man dafür benötigt. Der sollte hinreichend groß dimensioniert sein, damit es beim drahtlosen Surfen keine bösen Überraschungen gibt.

Das Handy als Router?

Die meisten Smartphones bieten die Möglichkeit, einen WLAN-Hotspot zu etablieren. Das Smartphone dient dann als Router, andere Geräte können sich via WLAN einklinken. Technisch gibt es dabei keinen Unterschied zu einem LTE-Router, wohl aber in der Abrechnung. Die Nutzung des mobilen Internets auf dem Smartphone ist meist gut abgesteckt und der gewählte Tarif passend dazu gebucht. Am Highspeed-Traffic ist derzeit der größte Hebel zu finden, wenn man den monatlichen Preis drücken will.

Auf den Traffic achten

Denn so schnell wie LTE auch ist – die meisten Tarife haben nur wenige Gigabyte an Highspeed-Internet pro Monat. Überschreitet man das Limit, wird gedrosselt. Je nach Anbieter wird das mobile Internet dann richtig langsam und erinnert an ISDN-Zeiten. Gerade Zuhause braucht man aber meist mehr Volumen als unterwegs.

Welches Netz ist das Richtige?

In Deutschland gibt es aktuell nur drei Netze: Telekom, Vodafone und E-Plus/o2. Alle drei bieten auch LTE an. Welches Netz dabei „das richtige“ ist, hängt von der individuellen Netzabdeckung ab. Am besten man probiert vorher mit Handys aus, welcher Anbieter den besten Empfang bietet – dazu eignen sich LTE-fähige Smartphones von Freunden bei den verschiedenen Anbietern. Auch gibt es Karten, die die Netzabdeckung anzeigen.

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