News & Rumors: 1. Juli 2016,

Spotify: Apple macht uns das Leben schwer

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Der Platzhirsch unter den Streaming-Diensten, Spotify, moniert derzeit, dass Apple unfaire Methoden einsetze. Es geht um ein App-Update, das im Review-Prozess nicht durchgekommen ist. Offenbar ist Spotify auch bereit, die Justiz mit dem Fall zu bemühen.

Knackpunkt: Premium-Zugang

Um die lange Geschichte kurz zusammenzufassen: Spotify wollte ein Update veröffentlichen und Apple hat bei der Prüfung der App festgestellt, dass die App gegen die Richtlinien verstößt. Spotify passt das gar nicht und schwingt nun die Wettbewerbskeule.

Wer hätte das gedacht, aber so einfach ist es dann am Ende doch nicht. Ein bisschen Licht ins Dunkle bringt ein Bericht von Recode, bei dem auch Teile eines Briefes veröffentlicht wurden, die Spotify an die Rechtsabteilung von Apple geschickt hat. Die komplexere Version der Geschichte ist, dass Spotify eine Promo-Aktion gestartet hat, bei der man drei Monate lang einen Premium-Account für 99 Cent bekommt. Apple war mit der Bewerbung der Aktion nicht einverstanden und bat Spotify, das Angebot nicht weiter in der App zu bewerben.

Spotify wollte daraufhin sämtliche In-App-Käufe abschalten und den Nutzer zum Bezahlen für den Premium-Zugang auf die Webseite locken. Das allerdings steht im Widerspruch zu den App-Store-Richtlinien. Zwar dürfe man Dienstleistungen auch außerhalb der App verkaufen, aber man darf nicht den User mit einem Button, externen Link oder sonstigen Methoden dahinschicken. Bezahlvorgänge müssen in der App stattfinden unter Verwendung der zur Verfügung stehenden APIs. Aus dem Grund hat Apple das Update abgelehnt.

Spotify sieht darin jedoch ein Wettbewerbsproblem und wirft Apple vor, das Update nur deshalb abgelehnt zu haben, weil es Spotify ist und Apple stattdessen lieber Apple Music unterstützen will.

Wenn Spotify den Premium-Dienst außerhalb der App kauft, bedeutet das, dass Apple auf 30% der Einnahmen durch den Kauf verzichten muss. Das dürfte wohl der heimliche Grund für obige Klausel sein. Im Umkehrschluss bedeutet es aber auch für Spotify, dass Premium-Zugänge, die ohne Apples Zutun verkauft wurden, 30% mehr Umsatz bedeuten.

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