Empire: 9. September 2016,

Smartwatch oder Fitnessarmband?

Microsoft Band 2
Microsoft Band 2

Jüngst stellte Apple die Apple Watch Series 1 und 2 vor und da stellt sich natürlich die Frage: Benötigt man wirklich eine ausgwachsene Smartwatch? Denn es gibt auch viele Fitnessarmbänder, die dieselben Funktionen erfüllen. Wir klären euch auf.

Der Reiz eines Fitnessarmbands

Es kommt immer darauf an, was man machen möchte. Fitnessarmbänder können, wie der Name schon vermuten lässt, vor allem für sportliche Aktivitäten eingesetzt werden. Sie zählen üblicherweise die Schritte, können verbrannte Kalorien messen, zum Teil auch den Puls feststellen. All das ist sinnvoll, wenn man sich sportlich betätigt, denn so kann man seine Übungen optimieren und sieht, wann man an seine Grenzen stößt.

Moderne Vertreter koppeln sich mit dem Smartphone. Per App können die Trainingserfolge ausgewertet werden. Zuweilen sind sie in der Lage, verschiedene Funktionen zu übernehmen, die Bluetooth hergibt. Dazu könnte zählen, dass Anrufe zumindest angezeigt werden.

Funktionell gibt es viele Unterschiede zwischen den Armbändern, besonders, was die Kommunikation mit dem Smartphone angeht. Billige Vertreter können meist nur mit Android-Smartphones kommunizieren. Bei den hochwertigeren ist der Hersteller bemüht, auch iOS und Windows Phone so gut es geht zu unterstützen. Dafür ist in den meisten Fällen eine App notwendig. Bei iPhones ist übrigens vor allem Apple der Bremsklotz, denn dem Hersteller liegt nicht allzu viel daran, dass die Konkurrenz Ähnliches bietet wie die Apple Watch. Dank der offenen Natur von Android, kann Google andererseits nicht viel dagegen tun, das zu unterbinden.

Was ist mit der Smartwatch?

All das kann eine Smartwatch wie die Apple Watch ebenfalls, nur sind die Geräte meist teurer. Das liegt daran, dass sie noch mehr können. Smartwatches unterscheiden sich von Fitnessarmbändern in zweierlei Hinsicht: Erstens ist ihre primäre Funktion, eine Uhr zu sein, während Fitnessarmbänder das allenfalls nebenbei beherrschen. Andererseits können Smartwatches per App erweitert werden. Im Falle der Apple Watch – und für Android: Smartwatches, die auf Android Wear basieren – ist die Integration mit dem Smartphone viel tiefer als das bei bei Fitnessarmbändern der Fall wäre.

Letztendlich lässt sich die Frage, ob man eine Smartwatch benötigt oder ein Fitnessarmband reicht, mit einer Gegenfrage beantworten, deren Antworten in beiden Fällen dieselbe ist: Werden Apps benötigt? Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass Apps die Funktionen erweitern, aber mehr als ein Second-Screen für das Smartphone ist die Smartwatch dann trotzdem nicht. Dafür ist der Bildschirm viel zu klein und die Rechenleistung zu beschränkt.

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