Empire: 13. Oktober 2016,

Programmierer – was macht er eigentlich?

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Der Berufswunsch vieler Schulabsolventen ist bekanntlich „irgendwas mit Medien“ – was heutzutage als Euphemismus für „ich habe keine Ahnung“ durchgehen kann. Wie wäre es denn als Programmierer? Man sitzt doch ohnehin „den ganzen Tag vorm Computer“, wie man sich zu Schulzeiten immer wieder anhören musste…

Was macht der Programmierer?

Wie der Name schon sagt, ist der Programmierer derjenige, der neue Programme schreibt oder vorhandene auf neue Anforderungen hin anpasst und optimiert. Das klingt zunächst relativ einfach, aber dennoch ist das ein Job, der viel Konzentration, entsprechendes Know-How und ein glückliches Händchen beim Lösen von Problemen erfordert. Denn beim Programmieren kommt es auf saubere Lösungen an, die unter allen Umständen funktionieren. Wird ein Fall nicht abgedeckt, kann sich das Programm unberechenbar verhalten, das heißt dann im Volksmund „Bug“.

Softwareentwicklung ist ein weites Feld

Während der Programmierer nur derjenige ist, der letztendlich in die Tasten haut und dem Computer Anweisungen gibt, was er tun soll, ist das Feld der Softwareentwicklung breiter gefächert. Denn dazu gehört das Konzept, das Management und die Grafik – jedenfalls dann, wenn ein Endanwender etwas von der Software zu Gesicht bekommen wird.

Die Softwareentwicklung bietet viel Spielraum für Kreativität und kollegiale Zusammenarbeit. Schließlich sind diejenigen, die das Konzept festlegen nicht automatisch die, die es umsetzen müssen. Der Programmierer weiß am besten, was machbar ist und was nicht. Ihm obliegt es häufig auch, zu entscheiden, ob eine gewünschte Design-Entscheidung überhaupt sinnvoll ist.

Ausprobieren, Fehler melden

Einen ziemlich wichtigen Teil der Software-Entwicklung nimmt das Qualitätsmanagement ein. Zwar kann man Software mit speziellen Testläufen ausprobieren und auf Fehlerfreiheit hin untersuchen. Doch wenn die Tests fehlerbehaftet sind oder nicht alle Eventualitäten abdecken, sind auch diese nicht hilfreich. Deshalb wird Software idealerweise von Personen getestet, die mit der Entwicklung nichts zu tun hatten, aber das Endprodukt dennoch verwenden werden. Der Grund dafür ist einfach: Der Programmierer und sein Team waren nicht selten von Anfang an dabei, wie die Software entstanden ist. Sie laufen schnell Gefahr, den Blick für das Wesentliche zu verlieren: Verrutsche Eingabeboxen werden zur Nebensache, wenn die Ursache für die zahlreichen Abstürze endlich gefunden ist, da die Arbeit nach Priorität sortiert wird.



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