Empire: 17. Oktober 2016,

Mac Pro kaufen: Ist der Eimer-Mac sein Geld überhaupt wert?

Der neue Mac Pro
Der neue Mac Pro

In Kürze steht eine Mac-Keynote an, wenn man den Gerüchten Glauben schenken möchte. Hoch im Kurs steht das MacBook Pro als Kandidat für ein Upgrade, aber auch andere Macs sind so langsam in die Tage gekommen. Vor allem beim Mac Pro fragt man sich – nicht erst jetzt -, ob er sein Geld überhaupt wert ist.

Ein Rechner für professionelle Ansprüche

Apple wird oft vorgeworfen, die professionellen Kunden aus den Augen verloren zu haben. Spätestens seit dem iPhone drehe sich alles nur noch um den Consumer-Markt. Alles soll möglichst einfach zu benutzen sein, die Zeit der Desktop-Rechner sei ohnehin vorbei. 2013 stellte das Unternehmen dann einen neuen Mac Pro vor. Typische Apple-Preise und ein extravagantes Design zeichneten den Mac aus. Dabei ist gerade das eigentlich nichts Neues.

Schaut man sich ein bisschen in der Vergangenheit um, waren „komische“ Designentscheidungen seit eh und je etwas, wofür Apple bekannt war. Nehmen wir den PowerMac G4 Cube als Beispiel: Es handelte sich dabei schon um einen Mac, der auf den Tisch gestellt werden wollte. In gewisser Hinsicht beruft sich der Mac Pro wieder auf diese Werte, denn auch er möchte nicht unter dem Tisch stehen, sondern auf dem Tisch.

Apple hat es bei dem Gerät vor allem auf diejenigen abgesehen, die mit dem Mac Geld verdienen wollen, sei es in kreativen Berufen oder für den Videoschnitt. Man kann den Eimer-Mac mit RAM vollstopfen, bekommt auf Wunsch große SSD-Festplatten und schnelle Prozessoren. Sicherlich bezahlt man ein Stück weit die Marke und das Design. Aber der Mac Pro kann auch in anderen Disziplinen punkten.

Wie ein Laptop – nur ohne Bildschirm

Was viele nicht auf dem Schirm haben, ist die Möglichkeit, den Mac Pro mitzunehmen. Es handelt sich per klassischer Definition nicht um einen tragbaren Computer, aber portabel ist er trotzdem. Man benötigt lediglich einen Bildschirm, eine Maus und eine Tastatur, wobei die Peripherie auch kabellos sein kann. Dazu ein Kaltgerätekabel und fertig ist der tragbare Mac. Aufgrund seiner ansonsten kompakten Ausmaße lässt er sich in Taschen und Rucksäcken transportieren. Kreative können somit ihr wichtigstes Arbeitsmaterial überall hin mitnehmen – oder zuhause weiter arbeiten.

Alles eine Frage der Finanzen

Das lässt sich Apple natürlich gut bezahlen. Der Mac Pro ist in zwei Konfigurationen zu haben, mit Quad-Core-Prozessor und mit 6 Kernen. Das kostet in der Basis-Ausführung 3399 Euro oder 4599 Euro. Als Build-to-Order kann man noch Komponenten aufstocken wie den Prozessor, den Arbeitsspeicher oder die Grafikkarte. In der Vollausstattung kostet das Schmuckstück dann problemlos über 11.000 Euro – ohne Maus und Tastatur.

Was die Zielgruppe aber an dem Gerät schätzt, ist seine Zuverlässigkeit, seine Geschwindigkeit, der Support von Apple, natürlich auch das Design und die Tatsache, dass man ihn aufrüsten kann. Eigentlich ist es schon beinahe eine Schande, dass das Aufrüsten als Feature durchgeht, aber die Diskussion über den Fokus auf Consumer-Produkte hatten wir ja schon.

Apple bietet eine Reihe von Möglichkeiten an, wie man den Mac Pro finanziert bekommt. Angenommen, das Geld sitzt gerade nicht so locker, weil man bei CMC Markets nicht lernte, wie binäre Optionen gehen, kann man den Mac für gehobene Ansprüche auch finanzieren oder leasen. In dem Fall ist der Kaufpreis nicht auf einmal zu bezahlen, sondern kann monatlich abgestottert werden.

Und wenn dann nach Jahren ein neues Modell angekündigt wird – die aktuelle Generation ist bereits drei Jahre alt -, hat der Mac Pro noch immer einen guten Restwert und kann mit einem überdurchschnittlich guten Preis wiederverkauft werden.

Auf anderem Wege zu Geld kommen

Selbst wenn man das macOS-Ökosystem bevorzugt, muss es aber nicht unbedingt gleich der Mac Pro sein. Apple hat auch günstigere Geräte im Angebot. Mit dem Gesparten könnte man Apple aber dennoch etwas Gutes tun und in das Unternehmen investieren. Apple wird an der Börse gehandelt und jeder, der das möchte, kann Aktien kaufen. Experten sagen voraus, dass die Aktie derzeit stark unter ihrem eigentlichen Wert verkauft wird, weshalb Aktionären empfohlen wird, ihre Anteile zu behalten oder aufzustocken. Das wäre auch dahingehend eine gute Idee, dass im kommenden Jahr der 10. Geburtstag des iPhones gefeiert wird. Wenn Apple tut, was Beobachter erwarten, und wieder greifbare Innovationen springen lässt, dürfte sich das positiv auf den Wert auswirken.



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