Empire: 21. November 2016,

MacBook Pro vs. MacBook Air: ein ungleicher Kampf

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Das neue MacBook Pro mit macOS Sierra, Bild: Apple

Am 27. Oktober 2016 zeigte Apple endlich sein neues schlankes Macbook Pro, welches seit ein paar Tagen auch nach Deutschland versendet wird. Nun stellt sich die Frage, für wen sich das neue Modell eignet und ob nicht auch das Macbook Air noch eine günstigere Alternative ist. Ob Sie sich für ein MacBook Air oder ein MacBook Pro entscheiden sollten, hängt vor allem von Ihrem geplanten Einsatzzweck ab. Um Ihnen die Entscheidung abzunehmen, haben wir die beiden neuesten Ausgaben miteinander verglichen. Vorweg sei gesagt: Einen echten Gewinner gibt es nicht.

Grundsätzliche Unterschiede in der Ausrichtung

Das neueste MacBook Pro mit Touch Bar aus einem dünnen OLED-Streifen richtet sich vor allem an Personen, die das Gerät auch beruflich nutzen möchten – in einem „Pro-fessionellen“ Umfeld eben, wie der Name schon sagt. Das MacBook Air hingegen ist ein Gerät, mit dem dies zwar auch möglich ist, der große Kundenfang geschieht jedoch bei typischen Konsumenten, die soziale Netzwerke, YouTube und andere Anlaufstellen im Internet als wichtigste Aufgabe eines Apple-Notebooks ansehen.

Warum diese Unterteilung gegeben ist, wird bei einem Blick auf die Hardware schnell offensichtlich:

– CPU

Im MacBook Pro steckt zwar ebenso wie im MacBook Air ein Core i5. Im ersteren Gerät verbaut Apple jedoch ein Modell aus der Skylake-Generation, die Air-Variante muss noch mit dem Vorgänger auskommen. Dazu kommt eine deutlich höhere Taktrate im Pro-Modell, wovon rechenintensive Anwendungen profitieren.

– RAM

Als Arbeitsspeicher stellt Apple dem MacBook Air minimal 4 GB und maximal 8 GB zur Seite. Die Pro-Ausgabe von Ende 2016 kommt auf mindestens 8 GB und bis zu 16 GB. Applikationen mit einem hohen Speicherbedarf oder umfangreiches Multitasking profitieren von diesem Plus an Arbeitsspeicher.

– Festplatte

Immerhin: Sowohl im MacBook Air als auch MacBook Pro stecken SSD-Festplatten. 512 GB dürfen diese beim MacBook Air groß sein, das MacBook Pro schafft Raum für bis zu 1 TB. Ob der durchschnittliche Anwender eine Kapazität wie diese in Zeiten der Cloud benötigt, sei dahingestellt.

– Display

Ein eklatanter Unterschied besteht in dieser Disziplin: Das 13,3 Zoll große MacBook Pro löst in sehr hohen 2.560 * 1.600 Pixel im 16:10-Bildformat auf. Dieselbe Größe des MacBook Air hat zwar dasselbe Seitenverhältnis, kommt dabei aber nur auf 1.440 * 900 Pixel.

– Gewicht

Ein Punkt für das MacBook Air! 1,35 Kilogramm bringt das 13,3 Zoll große Modell auf die Waage, das MacBook Pro schafft 1,37 Kilogramm. Im Alltag werden Sie diesen Unterschied natürlich nicht bemerken. Deutlich leichter ist nur das 11,6 Zoll große MacBook Air mit 1,08 Kilogramm.

Dies sind nur die technischen Eckdaten. Dazu kommt beispielsweise die Touch Bar mit OLED-Display, dessen Nutzen Apple bereits mehrfach demonstriert hat.

Alles klar: Das MacBook Pro gewinnt!

Nein, so einfach ist es nicht – das zeigt schon ein Blick auf die Preise. In Apples offiziellem Onlineshop geht das MacBook Pro bei 1.699 Euro los und endet bei 3.199 Euro für das Topmodell im 15-Zoll-Format. Gleichzeitig beginnt das MacBook Air bei 1.099 Euro, das größere Modell entzieht der Brieftasche 1.349 Euro. Das Topmodell des MacBook Air ist noch immer günstiger als die Einsteigervariante des MacBook Pro und kann außerhalb des Apple Shops auch über andere Anbieter, wie Cyberport, teils sogar günstiger erworben werden.

Sie konsumieren Inhalte oder führen leichte Arbeiten aus? Dann reicht das MacBook Air vom letzten Jahr. Professionelle Anwender greifen zum MacBook Pro für wesentlich mehr Geld, das dafür aber auch deutlich mehr Dampf im Gehäuse hat und die Touch Bar mitbringt.



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