Empire: 8. Januar 2017,

Ungetrübter Copter-Spaß: Drohnenversicherung bleibt Pflicht

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Phantom Drohne

Ob Quadrocopter, Hexacopter oder Multicopter – wen das Drohnenfieber einmal gepackt hat, der lässt davon nicht mehr los. Immer mehr der unbemannten Fluggeräte sind im Luftraum unterwegs. Dabei dienen die Drohnen nicht ausschließlich gewerblichen Zwecken, sondern finden immer mehr private Anhänger. Auch wenn das außergewöhnliche Hobby riesigen Spaß bedeutet: es bleibt immer mit Risiken verbunden. Daher hat der Gesetzgeber eine Versicherungspflicht für Drohnen eingeführt.

Die Privathaftpflichtversicherung zahlt nicht oder nur unzureichend

Viele Halter eines unbemannten Flugobjektes, welches in der Fachsprache als UAV – unmanned aerial vehicle) bezeichnet wird, sind sich ihrer Versicherungspflicht nicht bewusst. Oftmals gehen sie auch von falschen Voraussetzungen aus und nehmen an, dass die Drohne durch ihre Privathaftpflicht ausreichend versichert ist. Dieser Trugschluss kann Drohnenhalter teuer zu stehen kommen. Denn im Schadenfall haftet diese Versicherung gar nicht bzw. der Versicherungsschutz ist eher lückenhaft. Der Grund dafür liegt in der Besonderheit der Drohne. Sie unterliegt der sogenannten Gefährdungshaftung, die in der Luftfahrt Anwendung findet. Diese spezielle Rechtslage legt nahe, eine gesonderte Drohnen Versicherung abzuschließen.

Haftpflichtversicherung für Drohnen enthält nicht zwangsläufig auch eine Kasko

Die gesetzliche Pflichtversicherung der Drohnen nach §43 (2) des Luftverkehrsgesetzes (LuftVG) umfasst zunächst die Haftpflichtversicherung. Damit sind Schäden an Dritten, zum Beispiel an Personen oder Gegenständen, abgedeckt. Da die meisten Drohnen jedoch sehr kostspielig sind und mit modernster Kameratechnik ausgestattet wurden, lohnt oftmals der Abschluss einer zusätzlichen Kaskoversicherung. Auf diese Weise wird das Equipment, wie etwa teure Kameras oder der Copter selbst, gegen Schäden versichert. Versicherungsgeber bieten immer Tarife für die private Nutzung bzw. für die gewerbliche Nutzung der UAVs an. Kommen die Drohnen sowohl privat als auch kommerziell zum Einsatz, muss immer der gewerbliche Tarif gewählt werden.

Verschiedene Voraussetzungen nehmen Einfluss auf Tarifhöhe

Die Leistungen in einem Schadenfall hängen maßgeblich vom gewählten Tarif ab. Diese weichen mitunter stark voneinander ab. Einfluss auf die Tarifhöhe können beispielsweise das maximale Startgewicht der Drohne, ihre Nutzungsart oder der Wohnsitz des Halters nehmen. Auch interessant bleibt, ob das unbemannte Flugobjekt auch Indoor betrieben wird, außerhalb von Modellflugplätzen oder ob Video- und Fotoflüge damit durchgeführt werden. Kommt die Drohne auf öffentlichen Veranstaltungen zum Einsatz, gelten zusätzliche Klauseln. Ähnlich der Pkw-Haftpflichtversicherung kann darüber die Mitbenutzung durch andere, also in diesem Fall weitere Piloten, die Tarifhöhe verändern. Desweiteren steht die Frage im Raum, ob die Drohne mitunter auch auf internationalen Wettbewerben betrieben wird. So gelten etwa andere rechtliche Voraussetzungen für das Betreiben einer Drohne in der Schweiz als beispielsweise in den USA. Der Geltungsbereich des Versicherungsschutzes muss dementsprechend dem Einsatzort angepasst werden.

Fazit: Das Steuern von Drohnen im gewerblichen als auch im privaten Bereich unterliegt gesetzlichen Vorgaben. Eine davon ist die Versicherungspflicht der unbemannten Fluggeräte. Spezielle Drohnen Versicherungen berücksichtigen das Luftfahrtgesetz. Die allgemeine Privathaftpflichtversicherung reicht im Regelfall nicht aus. Um das eigene Equipment gegen Schäden zu versichern, kann zusätzlich eine Kaskoversicherung für die Drohne abgeschlossen werden.



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