Empire: 12. Januar 2017,

Erfolgreich im Internet: Fleiß wird belohnt

Google
CC0

Wer hat sich noch nicht gefragt, warum manche Webseiten erfolgreicher sind als andere? Liegt es am Design? Daran, wie die Texte verfasst sind? Meistens sind das nur beiläufige Gründe, denn die meisten Besucher kommen nicht, weil das Design so schön ist, sondern weil eine Suchmaschine ihnen nahelegt, dass sie dort am ehesten finden, wonach sie suchen. Aber darauf hat man einen gewissen Einfluss – das ist jedoch eine Fleißaufgabe.

Die Macht der Suchmaschinen

Wer etwas im Internet sucht, der befragt eine Suchmaschine. Soweit, so normal. Damit dürfte sich jeder identifizieren können, denn das macht jeder so. Und da wiederum können sich Webmaster zunutze machen, um die Eigenschaften der Suchmaschinen auszunutzen. Das Problem dabei: Die Eigenschaften sind nicht wirklich öffentlich bekannt. Denn es ist Teil des Geschäftsgeheimnisses, wie Google und Co. ihre Ergebnisse sortieren. Wäre es bekannt, würde jeder die Webseite so bearbeiten, dass sie möglichst weit oben erscheint und das ist nicht im Sinne der Nutzer und damit auch nicht im Sinne der Suchmaschine.

Selbst ist der Webmaster: A/B-Tests

So gut wie alles, was man über Suchmaschinen zu wissen glaubt, basiert auf Erfahrungen, die bestimmte Personengruppen gesammelt haben. Die Tätigkeit dazu nennt sich Suchmaschinenoptimierung, der Fachbegriff ist SEO für Search Engine Optimization. Das benötigt eine Menge Zeit und gelingt am einfachsten durch A/B-Tests.

A/B-Tests bezeichnen eine Konstellation, bei der verschiedene Konzepte ausprobiert werden. Dabei werden die meisten Parameter unverändert gelassen, jedoch unterscheidet sich einer und mit dem wird erprobt, wo die Unterschiede im Ranking liegen. Das Problem an der Sache ist nun jedoch, dass Ranking-Veränderungen nicht über Nacht auftreten. Das bedeutet, dass man nicht nur Ideen benötigt, die etwas bringen könnten, sondern auch ausreichend Zeit, um die Wirkung zu erleben.

Indikator für gutes Ranking: Sichtbarkeitsindex

Der Sichtbarkeitsindex ist ein Wert, der angeben soll, wie gut eine Webseite bei einem durchschnittlichen Suchbegriff gefunden wird. Je höher er ist, umso wahrscheinlicher hat die Webseite eine gute Position. Da es sich – im Gegensatz zum früheren „PageRank“ – um keine Größe handelt, die von den Suchmaschinen ermittelt wird, sondern von extern, hat die Messung gewisse Schwächen. Je nach Anbieter sind die Werte nicht einmal gleich, auch nicht tendenziell. Es kann beispielsweise vorkommen, dass eine Domain bei einer Keyword-Kombination gut rankt, die der Sichtbarkeitsindex nicht erfasst. Da die Kombination aber in ihrer Nische sehr bekannt ist, kommen dennoch viele Besucher.

Für eine Allerweltswebseite gibt der SI jedoch einen guten Aufschluss darüber, ob die Seite in der Gunst von Google liegt oder nicht. Neben dem allgemeinen SI gibt es von vielen Anbietern auch noch einen für mobile Geräte, weil Google hierbei neuerdings ebenfalls Unterschiede macht. Apropos Unterschiede: Schon seit einigen Jahren gibt es nicht mehr die Top-Position. Das konkrete Ranking hängt von vielen Faktoren ab, etwa dem Standort, zum Teil den Interessen. Das alles ist, was die Dienstleister nur schwer erfassen können, weshalb eine gewisse Vorsicht geboten ist, wenn man sich den Sichtbarkeitsindex anschaut.

Was Design und Wording mit dem Ranking zu tun hat

Eingangs stellten wir die rhetorische Frage, ob die Nutzer wegen des Designs oder der Art der geschriebenen Texte auf die Webseite kommen: Nicht direkt. Aber indirekt können beide Faktoren schon über das Ranking in Suchmaschinen entscheiden. Ein zweckmäßiges, gut sichtbares Design, das noch dazu effizient programmiert ist und damit schnell lädt, sendet positive Signale. Auch gut lesbare Texte stimmen Google zufrieden. Hier haben es Bot und Nutzer leichter, Informationen zu finden.



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