Empire: 2. April 2017,

Sind Prepaid-Tarife mittlerweile die besten Smartphone-Angebote?

SIM-Karte, Bild: CC0
SIM-Karte, Bild: CC0

Ein Smartphone benötigt eine SIM-Karte. Soweit ist die Mathematik relativ einfach. Schwerer tut man sich dann schon mit der Auswahl des passenden Tarifs. Vertrag oder doch Prepaid? Haben Prepaid-Tarife nicht so einen gewissen Ruf? Und wenn schon – sie haben viele Vorteile. Trotz allem.

Warum sich ewig binden?

Es gibt von der Sache her zwei Möglichkeiten, mobil zu telefonieren (und zu surfen). Entweder man greift zu einem Vertrag oder zu einem Prepaid-Tarif. Letztere haben einen gewissen Ruf, der schon ziemlich alt ist und schon längst nicht mehr gilt. Er stammt noch aus der ersten Boom-Zeit der Handys um die Jahrtausendwende. Damals waren Prepaid-Tarife sehr gefragt, besonders bei Kindern, weil das Kostenrisiko so schön überschaubar ist – wenn das Guthaben aufgebraucht ist, kann man nicht mehr telefonieren. Dafür boten Verträge mehr Leistungen und zuweilen auch günstigere Leistungen.

Das ist mittlerweile anders. Verträge gibt es vor allem bei den großen Mobilfunkbetreibern und die haben zwar ebenfalls viele Leistungen, aber diese lassen sich die Anbieter ausgesprochen gut bezahlen. Nur selten nutzt man sie in der Form, dass es sich lohnen würde, jeden Monat so tief in die Tasche zu greifen und das ist genau der Punkt, an dem Prepaid-Tarife wieder interessant werden.

No-Frills-Anbieter drücken die Preise

Erst war es Tchibo, später Simyo und im Laufe der Zeit wurden es immer mehr sog. No-Frills-Anbieter, die auf Guthabenbasis Mobilfunktarife anboten. Ihre Marktlücke: Übersichtliche Tarifstrukturen. Später wurde daraus ein Preiskampf, der noch heute anhält. Inzwischen gibt es unzählige Anbieter, wie auf verschiedenen Webseiten zu entnehmen ist.

No-Frills bedeutet dabei keinesfalls, dass man auf irgendwas Wichtiges verzichten muss. Mobile Daten, All-Net-Flats und sogar attraktive Angebote für das Ausland sind durchaus vorhanden und selbst eine Rufnummernportierung ist möglich. Die Anbieter haben längst erkannt, dass es ein wichtiges Verkaufsargument ist, wenn man seine Telefonnummer einfach mitnehmen kann, denn so entfällt das notwendige Übel, Freunden, Bekannten und Familie die neue Rufnummer mitzuteilen. Im Gegensatz zu früher sind nicht einmal unterschiedliche Netze dafür ein Hindernis – im Umkehrschluss kann man aus der Vorwahl aber auch nicht mehr ableiten, in welchem Netz gefunkt wird. Das wiederum ist aber auch kein Problem mehr, weil sich preislich allenfalls noch bei sehr alten Tarifen Unterschiede ergeben zwischen netzinternen und netzexternen Gesprächen.



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