Empire: 5. April 2017,

Tod der Wissenschaft. Warum Computer die Wissenschaft kaputt machen

virus-1889413

Wir leben in einem Zeitalter, wo die Computer die meisten Denkaufgaben übernehmen. Sie analysieren und berechnen in der Regel viel schneller, als die Menschen. Kein Wunder also, wenn man heutzutage das Gehirn eher abschaltet und lieber bei umständlichen Denkaufgaben den Computer befragt. Die Digitalisierung spielt deshalb auch für die Wissenschaft eine wichtige Rolle. Bestimmte Ergebnisse werden schneller erzielt, als beispielsweise zu Zeiten wo es noch richtig gute Genies wie Albert Einstein gab. Damals brauchten sie noch Jahrzehnte um ihre Theorien zu belegen und ihre Gedanken in anwendbare Formeln zu übertragen.

Ist die weitere Computer-Entwicklung wirklich ein Anlass zur Sorge?

Die Antwort auf diese Frage kann mit Ja beantwortet werden. Obwohl schon in den 40er Jahren die ersten Rechner für wissenschaftliche Aufgaben eingesetzt wurden, ist die zukünftige Entwicklung auf jeden Fall Anlass zur Sorge. Die hervorragenden Rechenleistungen der Computer können durchaus auch auf falschen Ergebnissen beruhen. Rechner und auch künstliche Intelligenz verleiten dazu, den eigenen Denkapparat aus Bequemlichkeit auszuschalten. In der Forschung und Wissenschaft allerdings wäre es viel besser, die digitalen Ergebnisse zu hinterfragen, um auch wirklich reale Ergebnisse zu bringen. Misserfolge von Computern können beispielsweise verhältnismäßig einfach durch Fehler in der entwickelten Software entstehen.

Bei der theoretischen Physik beispielsweise müssen Probleme numerisch gelöst werden, da sie viele davon einer analytischen Lösung entziehen, wie das der Fall bei Dreikörperproblemen ist oder bei den Bewegungsverläufen von Sternsystemen. Es sind also unbedingt sehr umfangreiche und spezielle Programme notwendig, die unzählige Befehlszeilen beinhalten. In der Regel werden hierzu die speziell entwickelten Funktionen mit den Infos aus den allgemeinen Programmbibliotheken kombiniert. Es ist einleuchtend, dass sich bei der Entwicklung von solchen Programmen durch die Programmierer leicht Fehler einschleichen können.

Die aktuelle Wissenschaft in der Computer Ära

Laut Wikipedia in Bezug auf die digitale Revolution geht man davon aus, dass im Jahr 2002 zum ersten Mal mehr digitale Informationen gespeichert wurden, als in der analogen Form. Die fast komplette Digitalisierung fand also im Prinzip zur Millenniumswende statt. Seitdem ist die Wissenschaft einem tiefgreifenden Wandel ausgesetzt. Computer sind seit diesem Zeitpunkt nicht nur Forschungsinstrumente, sondern auch ideale Werkzeuge für Prognosen und Experimente. Computersimulationen ist in der Technik und natürlich auch in der Wissenschaftsforschung eines der heißesten Themen in den meisten Forschungsdebatten. Die Simulationen setzen weltweit ein gewaltiges Potenzial in Hinsicht auf die Weltverändungen frei.

Computersimulationen in der Wissenschaft erklären uns im Prinzip so gut wie alles, was wir wissen möchten. Seitdem die Rechner viel leistungsfähiger sind, sind die Simulationen sicherlich so ähnlich, wie das Forschen in der eigentlichen Matrix. Einzelne Befunde werden miteinander verknüpft und schaffen die unglaublichsten virtuellen Welten. Sie lassen Rückschlüsse auf unerreichbare Gegenden zu, sowie natürlich auch in die Zukunft und in die gewünschte Vergangenheit. Computersimulationen sind dazu da, bestimmte Lücken im Wissen zu stopfen oder um einzelne Informationen zu einem Ganzen zu bilden. Dabei können unterschiedliche Wege in Bezug auf Kosten und Schnelligkeit (als Beispiel) getestet werden. Allerdings sind nicht in jedem Fall die Experimente mit dem Computer auch mit wirklich realen Ergebnissen zu verwechseln. Die Simulationen sind, zumindest bis jetzt noch, als Experimentierfelder zu vergleichen. Sie ermöglichen bestimmte Bereiche, bei denen vorherige Experimente so gut wie unmöglich waren. Ansonsten können durch die Computersimulationen notwendige Veränderungen vorgenommen werden, die für die Realität relevant sind. Das beste Beispiel hierfür ist unter anderen die Astrophysik. Nur an einem Computer lässt sich simulieren, mit welchen Parametern Gravitationswellen entstehen und wie schwarze Löcher funktionieren.

Computersimulationen sind für die Wissenschaft aktuell eine große Herausforderung

Computersimulationen sind für die Forschung und Wissenschaft zwar sehr wichtig, aber bis jetzt sind viele Experimente aufgrund der gesammelten Beobachtungen und Daten noch räumlich oder auch in zeitlicher Hinsicht begrenzt. Szenarien, die von Computer stammen,  können wie bei den experimentell gewonnenen Fakten durchaus mit Fehlern behaftet sein. Grund dafür sind falsche oder unklare Parameter und eingegebene Daten. Auch 3D-Animationen können falsche Ergebnisse bieten, da sich dabei Messunsicherheiten beispielsweise nur schlecht erkennen lassen. Für die Zukunft der Wissenschaft steht der Tod zumindest in Hinsicht auf Computersimulationen noch lange nicht vor der Tür. Es handelt sich bei diesem Aufgabengebiet um ein sehr komplexes und noch nicht vollständig verstandenes Zusammenspiel. Für die Forschung und Wissenschaft ist es also eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft.

Der digitale Wertewandel im Wissensmanagement

Das ganze Wissen ist im heutigen Zeitalter mit nur einem einzigen Klick für so gut wie jeden zugänglich. Für viele Unternehmer und Forscher ist es deshalb schon lange nicht mehr rentabel, neue Instrumente in dieser Hinsicht zu entwickeln. Die bereits vorhandene Infrastruktur vom digitalen Wissen ist für viele der beste Ausgangspunkt für weitere Forschungen. Der digitale Wertewandel beruht also auf einer klaren Transparenz, was das Wissen angeht. Wichtig sind jetzt im Prinzip nur noch die Innovationslieferanten und ein flexibler Zugang. Das neue Wissensmanagement setzt also auf offene Netzwerke, Transparenz und natürlich auch zum freien Zugang. Kein Wunder also, wenn mittlerweile immer mehr auf den Tod der Wissenschaft hingewiesen wird.

Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe. Sie können auch ihn direkt über Facebook erreichen.



Artikel bewerten

Keine News mehr verpassen! Unsere App für iOS und Android mit praktischer Push-Funktion.

Zuletzt kommentiert








Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>