Empire: 26. Mai 2017,

Das Apple-Ökosystem: Ein Traum für Programmierer?

Programmierung auf einem iMac, Bild: CC0
Programmierung auf einem iMac, Bild: CC0

Apple hat trotz seines eher hoch angesetzten Preispunktes Erfolge beim Verkauf von Hardware. Das betrifft nicht nur das iPhone, sondern auch den Mac, der trotz ansonsten sinkender Verkaufszahlen im PC-Markt eine Stagnation oder sogar ein Wachstum zu verzeichnen hat. Nicht ganz unschuldig daran sind auch die Apps und Programme, die es für die Plattform gibt und da macht Apple den Entwicklern das Leben relativ einfach.

Ein und dieselbe Plattform

Eine Plattform ist nur so gut wie die Programme, die für sie existieren. Diese Erfahrung mussten schon viele machen, die iOS und Android Konkurrenz machen wollten und auch Linux weiß, was das bedeutet. Die Nutzer verlangen nach „ihrer“ Software und wenn sie auf einem System nicht läuft, dann ist es uninteressant. Bei Apple kommt sicherlich noch ein gewisser Coolness-Faktor dazu, was Macs, iPhones und deren Preise angeht, aber natürlich auch das Versprechen, dass man sich bei einem Wechsel kaum umgewöhnen muss. Microsoft Office und die Adobe-Suite sind sowohl für Windows als auch für den Mac verfügbar.

Unterhält man sich mit Entwicklern, so stellt man fest, dass auch sie das Apple-Ökosystem gut finden. Häufig hört man, dass einer der großen Vorteile ist, dass Apple eine einheitliche Plattform anbietet. macOS, iOS, watchOS und tvOS basieren allesamt auf demselben Code, denselben Frameworks, derselben API. Schreibt man ein Programm für macOS, braucht es nur wenige Anpassungen (vor allem an der Benutzeroberfläche) und es gibt bereits eine vorzeigbare Version für das iPhone. Die eigentliche Logik kann über weite Teile dieselbe sein.

Man fühlt sich wie Zuhause

Während Androiden an „ihrem“ System die Freiheit schätzen, hat Apple relativ strikte Vorgaben, was Apps angeht. Sie sollen natürlich funktionieren und möglichst nicht abstürzen, aber sie sollen auch noch den logischen Grundsätzen folgen, die das System vorgibt. Um das zu erreichen, wird jede App vor der Veröffentlichung durch Apple geprüft. Ob man es glaubt oder nicht, aber das ist ein weiterer Punkt, den Apple-Entwickler mögen: Denn am Ende folgt jede App und jedes Programm einer gewissen Logik, was die Bedienung angeht und der Nutzer findet sich schnell zurecht. Außerdem kann auf diese Weise nahezu garantiert werden, dass (wenigstens iOS) frei von Schadsoftware bleibt.

iPad mit Nachrichten-App, Bild: CC0

iPad mit Nachrichten-App, Bild: CC0

Einfach ans Programmieren kommen

Darüber hinaus sind die notwendigen Tools, um für Apple zu entwickeln, allesamt kostenlos. Größtenteils läuft alles über Xcode ab, das kostenlos im App Store zu haben ist. Es handelt sich dabei um eine IDE, einen Debugger, einen Compiler und im Grunde genommen alle Tools, die zum Veröffentlichen von Apps und Programmen notwendig sind. Als Sprache der Wahl setzt Apple seit Mac OS X, also schon fast 20 Jahren, auf Objective-C. Neu hinzugekommen ist Swift, eine neue objektorientierte Sprache, die das Erlernen stark vereinfachen soll.

Entwickler für Apple-Plattform sind gefragt

Wer Programmieren kann und sich mit dem Apple-System auskennt, ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Das liegt in erster Linie daran, dass iOS einen nicht zu vernachlässigenden Marktanteil hat und entsprechend eine wichtige Plattform für Apps ist. Aber auch zahlreiche Deals, die Apple mit Firmen anbietet, sorgen dafür, dass iPhone, iPad und Mac in Unternehmen zu finden sind – und dann werden nicht selten Apps erstellt, die nur für die interne Verwendung bestimmt sind und ihren Weg nicht in den App Store finden.



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