Empire: 14. Juni 2017,

Das iPhone als Fotoapparat – mit Apps die Aufnahmen verbessern

iPhone 6 silber (Rückseite Kamera)

Auf Foto-Communities wie Flickr ist das iPhone bereits die beliebteste Kamera und hat die klassischen Knipsen weit hinter sich gelassen – kein Wunder: Das Smartphone ist immer dabei und die Resultate können sich sehen lassen. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die mitgelieferte Kamera-App die beste verfügbare ist.

An der Kamera wird hart gearbeitet

Nicht nur, dass man die Qualitätsunterschiede zwischen den verschiedenen iPhone-Generationen sehen kann, auch auf den Keynotes, die der ausführlichen Vorstellung dienen, nimmt die Kamera stets einen großen Platz ein. So hatte kein geringerer als Phil Schiller, Vice President of Worldwide Marketing bei Apple, in den letzten Jahren die Ehre, die Vorzüge der Kameras vorzustellen.

Apple geht dabei weniger den Weg, den die meisten wenigstens versucht haben zu gehen. Die Auflösung hat sich in den letzten Jahren kaum gesteigert. Konkurrenten wie Nokia bzw. Microsoft haben Kameras verbaut, die über 20 MP auflösen – aber Apple wollte sich stattdessen auf die Bildqualität konzentrieren und fährt damit relativ erfolgreich. Aber wie das so häufig der Fall ist, gibt es noch Luft nach oben.

Kamera-Apps für bessere Bilder

Im App Store finden sich viele Apps, die dafür sorgen wollen, dass bessere Bilder geknipst werden. Das reicht von richtigen Kamera-Apps über Helfer zur Nachbearbeitung bis hin zur Fotoverwaltung. Entwickler aus aller Welt geben ordentlich Gas, um die Ergebnisse, die man mit einem Smartphone erzielen kann, zu verbessern. Entsprechend breit gefächert ist die Auswahl an Applikationen in den App Stores.

Da Apple die Kamera in einer API geöffnet hat, ist es für App-Entwickler besonders einfach, Fotos zu schießen. Das kann prinzipiell auch die in iOS integrierte Kamera-App, allerdings muss man dann weitestgehend mit dem Ergebnis leben, das sie vorgibt. Profi-Einstellungen sucht man in iOS vergebens – aber das wird von Apps nachgebildet. So lassen sich beispielsweise eindrucksvolle Bilder erstellen, die bei Nacht entstehen und mit einer sehr langen Belichtungsdauer geknipst werden.

Warum bietet Apple keine Profi-Einstellungen?

Die Antwort darauf ist einfach: Apple möchte, dass möglichst jeder mit einfachen Mitteln gute Ergebnisse hinbekommt. Deshalb halten sich die Einstellungen, die zur Verfügung stehen, in Grenzen. Stattdessen sollen die Standard-Einstellungen, die aufgrund des Umgebungslichts und anderen Metriken ermittelt werden, eine möglichst große Menge an Situationen perfekt abdecken. Apple möchte, dass man schnell und einfach Fotos schießen kann – zielen und abdrücken. Das soll auch der Laie beherrschen können, weshalb auf weiterführende Features verzichtet wird.

Durch die Öffnung der APIs im App Store stellt das aber für Profis keine unüberwindbare Hürde dar. Stattdessen muss einfach nur eine Kamera-App gefunden werden, die die gewünschten Einstellungen freigibt. Das iPhone steht dann dem „Pro-Modus„, wie ihn beispielsweise Samsung im Galaxy S8 anbietet, in nichts nach.



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