News & Rumors: 10. September 2017,

Apple spart Steuern mit neuen Schulden

Cash-Money
Das Apple Logo auf Dollarscheinen

Um Dividenden und Aktienrückkaufe zu finanzieren, legt Apple erneut ein großes Bond-Programm auf. Mit den Schulden spart Apple Steuern, die bei Rückführung der hohen Bargeldbestände aus dem Ausland anfielen.

Apple macht zum wiederholten Mal Milliardenschulden: In insgesamt vier Teilbegebungen sollen Anleihen im Gesamtwert von fünf Milliarden US-Dollar an die Märkte gebracht werden. Die Bonds laufen bis zu 30 Jahre lang, berichtet die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg und bewegen sich nur mit maximal 1,1 Prozent über US-Staatsanleihen – ein Zeichen dafür, dass Apple als sehr kreditwürdig gilt.

Steuern sparen mit neuen Schulden

Apple soll mindestens 260 Milliarden US-Dollar an Bargeldbeständen oder schnell vermarktbaren Börsentiteln in seiner Kriegskasse besitzen, von denen 94 Prozent im Ausland lagern. Würden die Mittel in die USA zurückgeführt, fielen hohe Steuerzahlungen an. Da Apple ein gigantisches Aktienrückkauf- und Dividendenprogramm aufgelegt hat, das 300 Milliarden Dollar schwer ist, nimmt der Konzern nun Schulden auf, um es zu finanzieren.

Dabei spart das Unternehmen sogar noch Steuern, weil Zinszahlungen als Ausgaben gelten. Das Programm ist bis März 2019 geplant und soll zu bis zu drei Vierteln durchlaufen sein. Im August sagte Apple-Finanzchef Luca Maestri, man habe mittlerweile 222,9 Milliarden Dollar für Dividenden und Aktienrückkäufe ausgegeben – letztere nahmen mit 158,2 Milliarden den größten Teil ein.



Apple spart Steuern mit neuen Schulden
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