Überraschend schnell ging es dann doch: Apple startet die beiden Dienste iTunes Match und iTunes in der Cloud in Deutschland. Beides kann nun hierzulande genutzt werden – Apple hat sich mit der GEMA geeinigt.
Was lange währt, wird endlich gut: Der Musik-Streaming-Dienst Spotify geht nun auch in Deutschland an den Start. Dies ist der Einigung zwischen Streaming-Diensten und den Verwertungsgesellschaften zu verdanken.
Deutsche Internetanwender kennen es: An vielen Stellen, an denen Musik versprochen wird, erscheint der Hinweis, dass die GEMA sich nicht mit dem Betreiber einigen konnte und deshalb das Angebot aufgrund der deutschen IP nicht verfügbar ist. Jüngstes Opfer ist der Streaming-Dienst Grooveshark geworden. Doch es gibt Abhilfe.
Vergangenen Dienstag ist iTunes in der Cloud gestartet, womit sich gekaufte Inhalte noch einmal herunterladen lassen. Auf Deutschland trifft dies wenig verwunderlich noch nicht zu. Die GEMA meint dazu nun, dass dies daran läge, dass ohne ihre Zustimmung der Dienst nicht starten könne – und Gespräche mit Apple gab es bislang noch nicht.
Wir kennen das Prozedere schon vom iPad*, erst wurde die Urheberrechtsabgabe erhoben, kurze Zeit später aber wieder zurückgezogen. Nun wurden aber die Preise bei fast allen Macs mit Ausnahme des Mac Pros* um eben diese Urheberrechtsabgabe angepasst.
Bereits am Wochenende gab es einige Diskussion zur Urheberrechtsabgabe beim iPad. Apple Deutschland kündigte kurz vor dem Wochenende die iPad-Preise in Deutschland an, Steve Jobs äußerte sich später dazu, dass auf den Preis von 499€ noch eine GEMA-Abgabe fällig sei.
Spotify könnte sich noch in diesem Jahr dem deutschen Markt öffnen. Bereits im Sommer kündigte Spotify-Manager Niklas Ivarsson an, dass der Musik-Onlinedienst den Deutschlandstart plane, genauere Informationen gab es bisher aber nicht.
Wenn es nach den Wettbewerbs-Beauftragten der EU geht, könnten Apple und andere künftig europaweit digitale Musik verkaufen, unabhängig von länderspezifischen Stores. Der Wunsch der EU-Regulierungsbeauftragten: Die Musikindustrie soll auf schnellstem Wege die Lizenzbedingungen ändern, die z.B. iTunes derzeit davon abhalten, in allen europäischen Ländern den gleichen Musikkatalog anzubieten.