Im Test: LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4 für Nintendo DS

dh, den 12. Juli 2010
LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4
LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4

Schnappt euch den Stylus und kramt das Zauberbuch hervor: Mit Lego Harry Potter für den NDS werdet ihr selbst zum Schüler an der berühmtesten Zauberakademie der Welt! Nachdem wir bereits die Xbox-360-Version einem ausgiebigen Test unterzogen haben, wollen wir nun herausfinden, ob sein Pendant auf dem Nintendo DS ebenfalls bezaubern kann oder doch nur müder Hokuspokus ist.

Beim Einlegen des Spiels war zu vermuten, dass der Unterschied zu den Versionen für andere Konsolen nicht allzu groß ausfallen dürfte. Natürlich waren einige kleine Abstriche, vor allem in grafischer Hinsicht, zu erwarten und auch sicherlich zu verschmerzen.

Wenn man allerdings erstmal loslegt, wird einem auffallen, dass schon unser Ausgangspunkt ein anderer ist: Das Spiel beginnt im Haus der Dursleys mit der simplen Aufgabe die Geschenke für den leicht übergewichtigen Sprössling Dudley zu finden. Dies hat in erster Linie den Sinn euch erst einmal ein wenig mit der Steuerung vertraut zu machen: Das Game spielt sich primär auf dem unteren Bildschirm ab. Der obere Screen ist dazu da eure Karte anzuzeigen, auf der Symbole eure Missionsziele markieren. Gespielt wird aus der Vogelperspektive, wobei ihr immer nur einen Charakter steuert und auch allzeit allein unterwegs seid, wodurch der Multiplayer-Fun der anderen Umsetzungen gänzlich verloren geht. Ihr bewegt euren Charakter entweder per Steuerkreuz oder Stift über den Bildschirm und interagiert zusätzlich mit diesem mit eurer Umgebung. Zaubersprüche werden durch simples Nachzeichnen von Formen und Muster ausgelöst, teilweise noch mit äußerst simplen Puzzles kombiniert, die recht schnell langweilen und nerven.

Es ist jedoch erwähnenswert, dass die Steuerung im großen und ganzen sehr einfach und flüssig funktioniert und wenigstens in dieser Hinsicht wenig Grund zur Beschwerde besteht.

Sammeln und Suchen

Nachdem ihr die erste simple Such- und Sammelaufgabe erfolgreich bestanden habt, geht’s in vielen aus Film und Buch bekannten Schauplätzen, wie zum Beispiel der Winkelgasse, weiter. Was dabei auffällt: Die einzelnen Spielabschnitte spielen sich beinahe gleich!

Wo in den Konsolen-Versionen noch knackige Rätsel zu finden sind, werdet ihr auf dem Handheld viel Zeit mit dem Suchen von Gegenständen für eure Auftraggeber verbringen. Wobei diese Aufgaben durch die eindeutigen Markierungen auf eurer Karte kein großes Hindernis darstellen dürften.

Nachdem ihr in Hogwarts einige Zaubersprüche erlernt habt, werden die Level lediglich um die Notwendigkeit erweitert diese auch einzusetzen, wobei dabei alles relativ offensichtlich platziert ist. Zudem fallen die Level eher weniger umfangreich aus, wodurch ihr einige Passagen innerhalb weniger Minuten durchspielen könnt.

Wo LEGO draufsteht, muss nicht unbedingt LEGO drin sein…

Auch an der Atmosphäre des Spiels wurde bei der DS-Version einiges geändert: Die Umgebung sieht nicht wirklich nach LEGO aus und anstelle der durch Pantomime dargestellten Dialoge treten Boxen voller Text. Die Story tritt dadurch zwar stärker hervor, verliert aber gleichzeitig einiges an Charme. Die Zwischensequenzen wurden aus den Konsolengames übernommen, sehen aber aufgrund der begrenzten Möglichkeiten des DS eher weniger schön und teilweise stark verpixelt aus.

Fazit

Nachdem die Bewertung der Xbox-360-Version von LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4 sehr positiv ausfiel, enttäuscht die Umsetzung für den Nintendo DS eher. Die Rätsel für Nintendo DS sind zu simpel (wenn überhaupt vorhanden) und am typischen Charme der LEGO-Games wurde stark gespart. Für jüngere Gamer dürfte dieses Spiel allerdings sehr gut geeignet sein, sofern sie mit der Handlung der Harry-Potter-Reihe vertraut sind. Für ältere Spieler erweist sich das Spiel schlichtweg als Unterforderung und eignet sich bestenfalls als Geschenk für die jüngeren Geschwister. Schade eigentlich!


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Testergebnis

URS: 4 von 10
4

Negatives

  • versprüht nicht den typischen Charme