Locationgate: Apple und Google mussten vor Senat aussagen

Stefan Keller, den 11. Mai 2011

Am gestrigen 10. Mai mussten sich sowohl Apple als auch Google vor dem Senat zum Thema Ortungsdaten auf mobilen Geräten äußern. Laut Apple sei die Privatsphäre der Anwender die oberste Priorität und noch einmal wurde betont, dass es sich bei der Sammlung der Daten um ein Versehen handelt.

Apple, repräsentiert durch Guy L. „Bud“ Tribble (President of Software Technology), und Google, vertreten von Alan Davidson (Director of Public Policy for the Americas), mussten gestern wie angekündigt vor dem US-Senat aussagen. Thema der Anhörung waren die recht neuen Erkenntnisse über „Locationgate„, also das Protokollieren von Positionsdaten auf einem iPhone oder 3G-iPad auf der Apple-Seite und das Protokollieren von WLAN-Hotspots durch StreetView-Autos auf der Google-Seite.

Tribble erklärte dem Senat, dass Apple Privatsphäre sehr wichtig ist und was es mit den protokollierten Daten auf sich habe: Seinen Ausführungen zufolge dienen sie definitiv nicht dazu, Bewegungsprofile zu erstellen oder sie gar für fremde Dienste zu verwenden. Es sei sogar so, dass außer iOS selbst niemand Zugriff auf diese Datei hat, für Apps stehe sie nicht zur Verfügung und an Apple werde sie nicht gesendet. Sinn der Übung sei es gewesen, Telefonmasten und WLAN-Hotspots zu sammeln, um im Bedarfsfall eine halbwegs genaue Ortung zu ermöglichen, bevor das GPS-Signal ausgewertet wird.

Allerdings gestand Tribble einen Fehler mit der Datenbank ein: Sie wurde viel zu lange gespeichert. Dies sei aber ein Bug gewesen, der letzte Woche mit dem Erscheinen von iOS 4.3.3 behoben wurde.

Man könne jedoch nicht jede App kontrollieren, ob sie sich an die Spielregeln hält. Es werden stichprobenartig Apps überprüft und die aktive Community im Auge behalten. Wenn eine App gegen Regeln verstößt, wird sie innerhalb von 24 Stunden aus dem App Store entfernt und der Entwickler informiert. Meistens sei es so, dass Entwickler den Fehler zügig beheben, denn man möchte ja weiterhin im App Store zu finden sein.

Senator Richard Blumenthal hat sich derweil mit Google befasst. Google hat einen Patentantrag eingereicht, in dem enthalten ist, dass WLAN-Hotspots zur Verbesserung von Google Maps gesammelt werden sollen. Davidson erläuterte, dass dies im Falle von StreetView nicht zutreffe und die Sammlung, die stattgefunden hatte, ein Fehler sei.

[via AppleInsider]


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