News & Rumors: 13. June 2011,

Test: Family Farm ein Billigheimer mit potenziellem Suchtfaktor

Family Farm
Family Farm - Screenshot

Mit Family Farm erreichte uns vor einiger Zeit ein Spiel, das unter dem Label play+smile vertrieben wird, und bunten Freizeitspaß für alle Altersklassen bieten soll. Wir haben Family Farm getestet und überprüft ob es nicht vielleicht sogar einen leichten Suchtfaktor zu erkennen gibt in der Farm-Simulation, die einige Strategieelemente umfasst.

Ol’ MacDonald had a farm…

Wie das Volkslied aus den Staaten so ist auch Family Farm ein zeitloses Simulationsspiel, das vor allem Kindern einen leichten Einstieg ins Strategie- und Simulationsgenre ermöglicht. Ein übersichtliches, spartanisch gehaltenes Menü enthält nur die wichtigsten Befehle und Optionen und verzichtet auf unnütze Extras.

Zu Beginn des Spiels verfügt der Spieler meist nur über ein Bauernhaus und ein bis zwei Gemüsebeete. Im Laufe einer Mission gilt es dann verschiedene Ziele zu erreichen, von denen eines saisonal ist, ein weiteres das Pflicht- und das letzte das Bonusziel. Die Saison-Ziele wechseln nach jedem Jahr, also nach zwei Saisons.

Anfänglich pflügt und säht man die Felder, um dann im Sommer seinen Ertrag zu ernten. Doch fängt der Bauernhof des 19. Jahrhunderts nicht direkt mit Feldwirtschaft an. Zuerst verfügt unser Bauer nur über Gemüsebeete, die er bestellen muss. Mit etwas Glück dürfen wir das eine oder andere Schaf unser Eigen nennen, das einmal im Jahr Wolle abwirft.

Erst im Laufe des Spiels erhält der Berufsfarmer, der zur harten Arbeit eine ausreichende Mahlzeit und ein schönes Haus benötigt, das Platz für Nachwuchs bietet, die Möglichkeit zur Feldwirtschaft. Schnell wird klar, dass so ein großes Feld nicht einfach zu bestellen ist, sondern mehr Zeit und Kraft benötigt werden.

Fortschritt durch Mühe

Kaum ist das Feld im Planungsmodus an vorgeschriebenen Orten entworfen, geht es an die Arbeit. Mit Leiharbeitern, die neben der  Einstellungszahlung noch Verpflegung beanspruchen, kann ein Feld dann schnell bestellt werden. Wie auf den Screenshots gezeigt wird, wird aus einem einfachen Bauernhaus mit zwei Beeten und einem Feld schnell ein großes Anwesen, das schon nach drei Jahren großen Gewinn abwirft.

Aber nicht nur das Anwesen wächst, sondern auch die Familie und die Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder. So verbessert sich durch häufiges Aussäen die Geschwindigkeit und Übung des Sämanns und gleichsam die Qualität und der Wert der von ihm gesäten Pflanzen.

Neben dem Pflanzen platzieren und pflegen besteht die Möglichkeit die Ausdauer des Charakters beim Tragen von schweren Dingen wie Steinen, oder beim Baumfällen zu verbessern. Mit genug Übung schmeckt gekochtes Essen besser und Tiere fühlen sich wohler und werden eher gepflegt, wenn die agierende Person genügend Erfahrung in dieser Tätigkeit vorweist.

Klein, bunt und ohne Wusel-Faktor

Das beschauliche Interface bietet keine überflüssigen Optionen an und erleichtert damit das Gameplay ungemein. Wer genug hat vom ständigen 60-Grad-Winkel, der kann in einen niedrigeren Winkel zoomen und der Farm-Crew bei der Arbeit über die Schulter schauen. Die Welt selbst sieht sehr idyllisch aus und man vergisst schnell aufgrund der liebreizenden, aber auf Dauer doch etwas zu idealen Umgebung, dass die Zeit draußen eben auch vergeht.

Monoton und leise…

… plätschert die Musik daher. Das idyllische Vorzeige-Ambiente der immergrünen Farm wird untermalt von einem stetigen Melodiefluss, der sich nach einiger Zeit als sehr langweilig und oft repetierend herausstellt. Sound-technisch hat Family Farm nicht viel zu bieten, wobei es bei diesem Spiel weniger auf den Sound ankommt als mehr auf die kleine Auszeit, die man sich mit ihm einmal gönnen kann.

Fazit: klein, aber fein

Selbst wenn Family Farm nicht unheimlich komplex ist und keine offensichtlichen Schwierigkeiten birgt, ist es dennoch ein Garant für das bisschen Spielspaß zwischendurch. Ob man nun nur ein Farm-Jahr spielt, oder sich doch zwei Stunden vor das Spiel setzt und seine Farm aufbaut und die Entwicklung verfolgt: Spaß wird definitiv aufkommen, genau wie der Gedanke “nur noch eine Saison, dann mach ich was Anderes” – das einfache Spielprinzip, kombiniert mit der niedlich verspielten Grafik und den kurzen In-Game-Intervallen sorgen für ein lustiges Erlebnis, das nicht nur auf Windows, sondern auch auf Mac nachvollzogen werden kann.

Wer also schon immer einmal eine Farm aufbauen und verwalten wollte, oder einfach nur genug vom 2D-Klassiker Farmville hat, findet in Family Farm eine geeignete Alternative, die Charme für jede Altersklasse birgt.



Test: Family Farm ein Billigheimer mit potenziellem Suchtfaktor
4.05 (80.95%) 21 Bewertungen

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Wertung

6.5/10
potenzieller Suchtfaktor
einfache Bedienung
monotone Akustik
grafisch bieder

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