News & Rumors: 5. August 2011,

Gastbeitrag – Investoren entdecken Browsergames

Die Risikokapitalbranche hat einen neuen Liebling auserkoren: Browser basierende Spiele und die Firmen, die sie entwickeln. Nicht erst seit John Doerr – immerhin einer der einflussreichsten Manager im Silicon Valley (aß u. a. zu Abend mit Steve Jobs, Marc Zuckerberg und Barack Obama) – verlauten ließ, dass es sich bei Zynga um das erfolgreichste und beste Investment in der Firmengeschichte von Kleiner Perkins Caufield and Byers handelt, sind Browsergames dem absoluten Hype ausgesetzt. Zynga – das zur Information – ist ein auf Browsergames spezialisierter Spieleentwickler aus Kalifornien.

Die ersten Browsergames entstanden
in den 1990er Jahren, und basierten damals noch auf DHTML, und nicht wie heute
auf Flash. Dank neuster Technologien ist es
mittlerweile sogar möglich komplette 3D-Spiele wie Quake
direkt im Browser auszuführen und zu spielen. Hierbei wird lediglich ein Plugin für den Browser benötigt, das innerhalb weniger Sekunden installiert ist. Der Vorteil
von dieser browserbasierten Lösung ist, dass man
zu jeder Zeit an jedem Ort das Spiel spielen kann bzw. fortsetzen kann.

Im Zuge der Zeit sanken die Entwicklungskosten für solche
BBGs (browser based
games) und immer mehr Leute hatten Zugang zu
diesen, sowohl auf Nutzerseite als auch auf Entwicklerseite. Dies brachte
selbst in Deutschland hoch erfolgreiche Unternehmen hervor, die sich auf solche
Browsergames spezialisierten. Bekanntestes
Beispiel ist hierbei BigPoint aus Hamburg: Die
Firma wurde im Zuge einer Investorenrunde mit 600 Millionen Dollar bewertet –
für einen Entwickler von Online-Spielen eine sehr beeindruckende Zahl.

Der Grund, warum solche Firmenbewertungen entstehen, ist der
Tatsache geschuldet, dass diese Millionen von Kunden haben. Der große Vorteil
an Browsergames nämlich ist, dass sie in den
meisten Fällen kostenfrei spielbar sind. So kann man beispielsweise alle Spiele auf
spielkarussell.de
 kostenlos spielen, und direkt im Browser
starten – ohne Anmeldung.

Geld verdienen die Spieleanbieter mit dem so genannten Freemium-Model. Dieses
Geschäftsmodell beschreibt das kostenlose Anbieten von derlei Spielen, die
jedoch ergänzt werden durch kostenpflichtige Zusätze, die das Spielerlebnis erhöhen sollen (z. B. virtuelle Güter,
mehr Möglichkeiten im Spiel etc.).

Mittlerweile geben Branchenriesen wie Zynga den Ton an. Das bei einem Jahresumsatz von weit
über 500 Millionen US-Dollar. Sie entwickeln Spiele, die innerhalb von wenigen
Wochen Millionen von Nutzern in Ihren Bann ziehen. Auch deutsche
Unternehmen mit einem identischen Geschäftsmodell wie beispielsweise Plinga sind im Markt vertreten, und behaupten sich im
Konkurrenzkampf mit den US-Vorbildern.

PopCap GamesSelbst alteingesessene Spielentwickler wie EA Games bestätigen die Veränderung in der
Spielebranche. Durch die jüngst verkündete Übernahme von PopCap Games, die unter anderem die
Spieleklassiker Bejeweled vertreiben,
versucht EA auf lange Sicht dem 500 Millionen-Dollar-Umsatz-Unternehmen Zynga Marktanteile abzujagen. Dass es sich bei dem
Segment der Browsergames um eine wahre Goldgrube handelt, zeigen auch die
Umsatzzahlen von EA im Bereich Online- und Mobile-Gaming.

500 Millionen ist übrigens auch
die Zahl von Menschen, die den Browserspiele-Blockbuster
Bejeweled spielen, oder gespielt haben. 500.000.000 Spieler!
Eine Zahl, die mit herkömmlichen Spielen, die auf CDs beziehungsweise DVDs vertrieben werden, bis dato nicht erreicht
wurde.

Das erfolgreichste, herkömmliche Spielefranchise ist
die Super-Mario-Reihe mit über 295 Millionen
verkauften Exemplaren weltweit. Hierbei sei angemerkt, dass das erste Mario-Spiel
bereits 1980 veröffentlicht wurde, sprich der Rekord über 31 Jahre aufgestellt
wurde.



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